Leckortung
Leckortung am Flachdach in Wien, Niederösterreich und Burgenland
Ein Wasserfleck an der Decke bedeutet beim Flachdach fast nie, dass das Leck darüber liegt. Wasser läuft zwischen Abdichtung und Dämmung weiter und tritt an der nächsten Durchdringung ein. Wir prüfen die Abdichtungsebene flächig, markieren jede Fehlstelle auf der Bahn und halten sie in einem Bericht fest, mit dem der Dachdecker punktuell arbeiten kann. Melden Sie den Wassereintritt unter +43 (0) 2252 53169 oder schriftlich an office@cft.at, dann klären wir Dachaufbau, Zugang und Termin.
Was wir vor Ort tun
Sehr oft sitzt die Fehlstelle nicht in der Fläche, sondern an einem Anschluss oder Hochzug, deshalb prüfen wir Anschlüsse und Durchdringungen zusätzlich einzeln. Sie bekommen alle Fehlstellen in einer Skizze verortet. Verlangt ein Verfahren eine Nachkontrolle, sagen wir das vor dem ersten Termin.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Verfahren | Potentialdifferenzverfahren, Wasserstandsprobe, Farbspülung, Thermografie am Dachaufbau, Feuchtemessung im Innenraum |
|---|---|
| Einsatzbereich | Flachdächer, Terrassen und Balkone, Tiefgaragendecken, begrünte und bekieste Aufbauten |
| Dauer | Typischerweise 1 Tag bis mehrere Wochen, aufgeteilt auf mehrere Mess- und Kontrolltermine |
| Ergebnisformat | Markierung auf der Abdichtungsbahn, Bildbericht mit Skizze |
| Einsatzgebiet | Wien, Niederösterreich und Burgenland |
Was das bei Ihnen heißt
Vom Wasserschaden am Dach sehen Sie nur die Folgen: den Fleck im Wohnzimmer, den Rand am Sturz, den abgeplatzten Putz an der Loggia. Den Weg des Wassers sehen Sie nicht – deshalb bringt es nichts, über dem Fleck eine Bahn zu überkleben. Sehr oft ist es ohnehin kein Riss in der Fläche, sondern ein Anschluss: Attika, Lichtkuppel, Dachablauf, eine gelöste Naht. Wir gehen die Fläche systematisch ab, und Sie bekommen alle Fehlstellen.
So läuft der Einsatz ab
1. Klärung des Aufbaus. Wir fragen ab, was auf dem Dach liegt: Bitumenbahn oder Kunststoff, Kies, Gründach, Plattenbelag, Umkehrdach. Der Aufbau entscheidet über das Verfahren.
2. Vorbereitung. Die Dachfläche muss zugänglich und weitgehend frei sein. Für einige Verfahren wird die Fläche gewässert, für andere muss sie trocken sein.
3. Prüfung. Die Abdichtungsebene wird feldweise untersucht, Anschlüsse und Durchdringungen zusätzlich einzeln. Jede Fehlstelle wird auf der Bahn markiert, fotografiert und in die Skizze eingetragen.
4. Nachkontrolle, wenn das Verfahren sie verlangt. Nach einer Farbspülung wird der Austritt innen oft erst nach einem bis vier Tagen sichtbar. Wir sagen Ihnen schon beim ersten Termin, dass ein zweiter nötig ist, und vereinbaren ihn gleich mit. Kontrollmessungen werden nach Zeitaufwand und Anfahrtsaufwand zusätzlich verrechnet.
5. Übergabe. Sie erhalten Bericht, Skizze und Fotos für Dachdecker oder Spengler. Nach der Instandsetzung ist eine Nachprüfung sinnvoll. Auf Wunsch übernehmen wir die Nachprüfung gerne für Sie – als eigenen Termin, der nach Zeit- und Anfahrtsaufwand verrechnet wird.
Technik und Verfahren
Potentialdifferenzverfahren (Nassverfahren)
Die Abdichtungsbahn ist ein elektrischer Isolator, der Untergrund darunter ist leitfähig: Wird die befeuchtete Oberfläche unter Spannung gesetzt, fließt Strom nur dort, wo die Abdichtung ein Loch hat, und die Messelektroden zeigen die Richtung zur Fehlstelle. So wird jedes einzelne Loch gefunden, auch unter Auflast, sobald das Prüffeld freigelegt ist. Bei metallkaschierten Bahnen, fehlendem leitfähigem Untergrund oder bereits durchnässter Dämmung ist das Verfahren nur eingeschränkt anwendbar.
Wasserstandsprobe
Ein abgegrenztes Dachsegment wird angestaut und der Wasserstand über eine festgelegte Zeit beobachtet; Verdunstung und Niederschlag werden über ein mitgefülltes Referenzgefäß im Prüffeld herausgerechnet. Bleibt das Segment hinter dem Referenzgefäß zurück, ist es undicht – das Ergebnis sagt allerdings nur, ob ein Segment undicht ist, nicht an welcher Stelle, und Statik und Ableitung des Wassers sind vorab zu klären.
Farbspülung
Dem Wasser wird ein Farbstoff zugegeben und der Verdachtsbereich beaufschlagt. Tritt die Farbe innen aus, ist der Wasserweg bewiesen und nicht nur vermutet; in kiesbedeckten oder begrünten Aufbauten wird die Farbe stark verdünnt.
Beaufschlagt wird in Ebenen, von unten nach oben. Wir beginnen auf der Bodenebene; zeigt sich dort nichts, wird die nächsthöhere Ebene bewässert. Dabei setzen wir mehrere Farben gezielt nebeneinander ein, um die Bereiche gegeneinander abzugrenzen – am Austritt ist dann ablesbar, welcher Bereich das Wasser führt. So arbeiten wir uns Ebene für Ebene nach oben, bis sich ein Ergebnis zeigt.
Das Verfahren braucht Zeit, und zwar nicht unsere, sondern die des Wassers: Der gefärbte Austritt zeigt sich im Raum darunter oft erst nach einem bis vier Tagen, weil das Wasser den Weg durch den Aufbau erst finden muss. Am Tag der Beaufschlagung ist deshalb regelmäßig noch nichts zu sehen. Zur Farbspülung gehört daher eine Nachkontrolle des Innenbereichs – nicht als Zusatzleistung, sondern weil das Verfahren ohne den zweiten Blick kein Ergebnis hat. Wir vereinbaren den Kontrolltermin gleich beim ersten Einsatz. Kontrollmessungen werden nach Zeitaufwand und Anfahrtsaufwand zusätzlich verrechnet.
Thermografie am Dachaufbau
Durchfeuchtete Dämmung speichert Wärme anders als trockene: Nach Sonneneinstrahlung kühlt eine nasse Zone langsamer ab und zeichnet sich im Wärmebild ab. Das Verfahren zeigt die Ausdehnung der Nässe, nicht das Loch, und braucht ein ausreichendes Temperaturgefälle.
Feuchtemessung im Innenraum
Gemessen wird vor allem innen: Wir gehen im Raum unter dem Dach die Spuren des Wassereintritts ab und halten fest, wie feucht sie sind. Damit ist zu unterscheiden, ob ein Eintritt noch frisch ist oder längst abgetrocknet – dem Fleck an der Decke sieht man das nicht an.
Was Sie bekommen
Jede Fehlstelle ist in einer Skizze verortet. Dazu erhalten Sie den Bildbericht mit den eingesetzten Verfahren, den geprüften Feldern und Fotos jeder Markierung.
Kosten und Aufwand
Der Aufwand hängt von Dachfläche, Aufbau, Zugänglichkeit und Zahl der Anschlüsse ab, deshalb nennen wir keinen Richtwert; den Kostenrahmen stimmen wir vor dem Einsatz telefonisch ab.
Braucht das Verfahren eine Nachkontrolle – bei der Farbspülung ist sie die Regel, weil der Austritt erst nach einem bis vier Tagen sichtbar wird –, gehört sie zum Leistungsumfang, wird aber als eigener Einsatz nach Zeitaufwand und Anfahrtsaufwand verrechnet. Wir sagen das vor dem ersten Termin, damit es nicht erst auf der Rechnung steht.
Ist der Schaden über die Gebäudeversicherung gemeldet, werden die Ortungskosten in der Regel im Rahmen der Trace-and-Access-Deckung übernommen; wir erstellen den Bildbericht so, dass er der Versicherung vorgelegt werden kann. Im Gewährleistungsfall dient derselbe Bericht als Grundlage gegenüber dem ausführenden Betrieb.
Häufige Fragen und Antworten
Warum liegt das Leck fast nie über dem Fleck?
Weil das Wasser zwischen Abdichtung und Dämmung seitlich weiterläuft, bis es eine Öffnung nach innen findet – meist eine Durchdringung oder eine Stoßfuge in der Dampfsperre. Deshalb wird die Fläche geprüft, nicht die Stelle über dem Fleck.
Mein Dach ist bekiest oder begrünt. Geht das trotzdem?
Ja, aber mit anderem Aufwand: Kies und Bewuchs müssen im Prüfbereich abgeräumt werden. Im kleinen Rahmen räumen wir die Beschüttung selbst ab; größere Flächen müssen von einem Dachdecker freigeräumt werden.
Muss es regnen, damit Sie etwas finden?
Nein. Potentialdifferenzverfahren, Wasserstandsprobe und Farbspülung erzeugen die Prüfbedingung selbst. Anhaltender Regen ist trotzdem hinderlich.
Reparieren Sie die gefundene Stelle gleich mit?
Nein. Wir orten, markieren und protokollieren; ausgeführt wird von Ihrem Dachdecker oder Spengler.
Geht das auch auf der Dachterrasse oder am Balkon?
Ja. Terrassen, Balkone und Tiefgaragendecken gehören zum Einsatzbereich: Geprüft wird die Abdichtungsebene, und die Verfahren sind dieselben wie am Flachdach.
Zahlt die Versicherung die Leckortung am Flachdach?
Ist der Schaden bei der Gebäudeversicherung gemeldet, werden die Ortungskosten in der Regel im Rahmen der Trace-and-Access-Deckung übernommen. Den Bildbericht erstellen wir so, dass er der Versicherung vorgelegt werden kann; im Gewährleistungsfall dient derselbe Bericht gegenüber dem ausführenden Betrieb.
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Dieselbe Frage nach einer Abdichtungsebene, unter Wasser.
Schildern Sie, was Sie beobachten.
Beschreiben Sie einfach, was Sie sehen – ein Foto dazu, und wir legen das passende Verfahren oft schon vor dem Rückruf fest.
Was danach passiert
- Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
- Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
- Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.
Lieber sprechen?
+43 (0) 2252 53169
Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00
Schildern Sie den Fall.
Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.
Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.