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Kanal und Abwasser · Werksnetz · DN 30–300

3D-Kanalinspektion für Werksnetze in Wien, Niederösterreich und Burgenland

Im Werksnetz ist selten der Hauptstrang das Problem, sondern die Topologie: Welche Einleitung hängt an welcher Haltung, welcher Abzweiger fehlt im Bestandsplan, welches Rohr endet seit einem Umbau blind. Der mehrfach abbiegefähige Kamerakopf biegt an den Abgängen ein und zeichnet dabei auf, wo er entlangfährt; daraus wird der Rohrnetzverlauf digital dargestellt. Danach liegt der Zusammenhang des Netzes dokumentiert vor, statt sich aus Planresten und der Erinnerung an den letzten Umbau zusammensetzen zu müssen. Gefahren wird vom Standort Traiskirchen aus – kurze Anfahrt und rasche Termine statt langer Wege. Melden Sie den Abschnitt unter +43 (0) 2252 53169 oder schriftlich an office@cft.at, dann klären wir Schachtzugang, Nennweite und wann auf dem Gelände gefahren werden kann.

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Techniker setzt die abbiegefähige Kamera in den Schacht ein
Kanal und Abwasser

Was wir vor Ort tun

Der Fokus liegt auf den Abzweigern: Wir befahren sie so weit, wie es technisch geht, damit erkennbar wird, was tatsächlich zusammenhängt. Gearbeitet wird von DN 30 bis DN 300 – deutlich enger als bei der Haltungsinspektion an Sammelleitungen, weil hier nicht der Sammler die Frage ist, sondern das, was an ihm hängt. Endet ein Ast, weil der Kamerakopf nicht weiterkommt, wird dieser Punkt auf dem Gelände markiert und als Ende des befahrenen Abschnitts protokolliert. Übergeben werden ein Plan mit Leitungsführung und Schäden sowie je Leitung und Haltung ein eigener Bericht; ohne GPS-Aufnahme ist der Plan eine am Orthofoto lagebestimmte Skizze und kein Vermessungsplan.

Diesen Fall schildern

Das Wichtigste auf einen Blick

VerfahrenMehrfach abbiegefähige Kameratechnik, Digitale Rekonstruktion des Rohrnetzverlaufs, Sondenortung im Kamerakopf, Elektromagnetische Rohrortung
EinsatzbereichWerksnetze von DN 30 bis DN 300, abbiegefähig von DN 100 bis DN 200
DauerZwei Stunden bis mehrere Tage, je nach Anzahl der Leitungen und Abzweiger
ErgebnisformatDigitale Darstellung des Rohrnetzverlaufs, Plan mit Leitungsführung und allen Schäden, Je Leitung und Haltung ein eigener Bericht, Standbilder je Abzweiger, Mit GPS ein vermessener Plan, sonst eine am Orthofoto lagebestimmte Planskizze
EinsatzgebietWien, Niederösterreich und Burgenland

Wenn der Bestandsplan nicht mehr trägt

Der typische Anlass: Ein Werksnetz ist über Jahrzehnte gewachsen, jede Erweiterung hat Abzweiger hinzugefügt, dokumentiert wurde uneinheitlich. Bevor saniert, umgebunden oder ein Abschnitt stillgelegt wird, muss klar sein, was tatsächlich zusammenhängt. Dieselbe Frage stellt sich bei Übernahmen von Liegenschaften, bei der Zuordnung von Einleitstellen und immer dann, wenn eine Haltung dauerhaft auffällig ist und niemand sagen kann, was alles darauf entwässert.

Die 3D-Abzweigeruntersuchung liefert die Topologie, nicht nur den Zustand einer einzelnen Haltung, und ist damit die Vorstufe zum Kanalkataster. Mit Oberflächenmarkierung und, auf Wunsch, GPS-Vermessung entsteht ein dauerhafter Lagebezug, auf den Sanierungsplanung und Bestandsführung aufsetzen können.

So läuft der Einsatz ab

1. Abstimmung. Wir klären den Umfang: einzelne Haltung, Netzabschnitt oder das Werksnetz eines Standortes. Bestandspläne und ältere Protokolle sehen wir vorab durch; was darin steht, gilt bis zur Befahrung als Annahme.

2. Vorreinigung. Vor der Aufnahme empfehlen wir eine Hochdruckreinigung der Abschnitte, die befahren werden sollen. Sonst bleibt der Kopf an der ersten Ablagerung hängen und findet die Abzweigöffnung nicht.

3. Kanalbefahrung und Verlaufsaufnahme. Gefahren wird Haltung für Haltung, an jedem Abgang biegt der Kopf ein, soweit er kommt. Der zurückgelegte Weg wird währenddessen zur digitalen Verlaufsdarstellung zusammengesetzt. Endpunkte und auffällige Stellen peilt die Sonde von oben an; markiert wird auf dem Gelände, auf Wunsch zusätzlich mit GPS eingemessen.

4. Übergabe. Verlaufsskizze, Standbilder und Inspektionsprotokoll gehen als ein Satz an Sie. Den Verlauf gehen wir gemeinsam durch. Sanierung und Umbindung führt der von Ihnen beauftragte Fachbetrieb aus.

Technik und Verfahren

Mehrfach abbiegefähige Kameratechnik

Was bei der Befahrung einer Haltung als dunkle Öffnung in der Rohrwand vorbeizieht, ist im Werksnetz oft eine eigene Nebenstrecke: die Entwässerung einer Halle, ein Hofablauf, ein stillgelegter Anschluss. Mit einem starren Kamerakopf bleibt sie genau das – eine Öffnung im Bild. Der mehrfach abbiegefähige Kopf biegt ein und fährt weiter, auch über mehrere Abzweigungen hintereinander – abgebogen werden kann von DN 100 bis DN 200, befahren wird von DN 30 bis DN 300. Kommt der Kopf nicht weiter, wird der erreichte Punkt festgehalten; der Abschnitt dahinter bleibt im Protokoll als nicht befahren stehen.

Digitale Rekonstruktion des Rohrnetzverlaufs

Die Kamera zeichnet auf, wie weit sie gefahren ist und mit welchen Richtungs- und Neigungsänderungen; daraus wird der Verlauf des Netzes digital nachgebildet – Haltungen, Abgänge und Nebenstrecken in ihrer Reihenfolge und Lage zueinander. Für die Bestandsführung ist die Einschränkung wichtig: Das ist ein Verlaufsmodell und kein Vermessungsplan. Koordinaten entstehen erst dort, wo Punkte per Sonde angepeilt und mit GPS eingemessen werden.

Sondenortung und elektromagnetische Rohrortung

Über die Sonde im Kamerakopf lässt sich die Stelle, an der die Kamera gerade steht, von oben anpeilen und auf dem Gelände markieren; so bekommt jeder Endpunkt und jeder auffällige Befund einen Ort, den man wiederfindet. Der Verlauf einer ganzen Trasse wird zusätzlich elektromagnetisch geortet. Auf einem Betriebsgelände liegen Bewehrung und fremde Leitungen dicht beieinander und verziehen das Signal, deshalb wird jede Anpeilung gegengeprüft, bevor sie in die Unterlagen geht.

Ergänzende Verfahren, wenn die Kamera nicht durchkommt

Ein verstürzter, überbauter oder bei einem früheren Umbau abgetrennter Abschnitt lässt sich optisch nicht aufnehmen – die Fahrt endet davor, und die Lücke bleibt als Lücke im Protokoll stehen. Ob sie sich schließen lässt, hängt daran, ob für diesen Abschnitt ein Ortungsverfahren ohne Rohrzugang in Frage kommt.

Dreidimensionale Darstellung der abbiegefähigen Kamera

Was Sie bekommen

Übergeben wird ein zusammengehöriger Satz: die digitale Darstellung des Rohrnetzverlaufs und die Standbilder der befahrenen Abzweiger, dazu die Lage der Markierungen auf dem Gelände.

Ein Plan mit der Leitungsführung und allen Schäden. Wurde die Rohrführung mit GPS aufgenommen, ist das ein vermessener Plan. Sonst ist es eine Planskizze, deren Lage über den Abgriff am Orthofoto bestimmt ist.

Je Leitung und Haltung ein eigener Bericht. Damit bleibt für jeden Abschnitt nachvollziehbar, ob er befahren wurde und wo er endet – und ein Fachbetrieb kann daraus ein Sanierungsangebot rechnen, statt den Umfang zu schätzen.

Wir zeigen, was wir finden.

So sieht die Kamera ein Netz von innen – und so sieht der Plan aus, in dem jeder Befund an seiner Stelle sitzt.

Schadensplan auf dem Orthofoto: blaue Leitungsverläufe über dem Gebäude, an jeder Fundstelle ein Kanal-Standbild mit Stationierung, Plankopf mit Maßstab 1:200
Der Schadensplan zum Netz: jeder Befund sitzt an seiner Stelle im Leitungsverlauf – mit Standbild, Stationierung und Fließrichtung, gezeichnet auf dem Orthofoto.

Kosten und Aufwand

Den Aufwand bestimmen die Länge des aufzunehmenden Netzes, die Zahl der Abzweiger je Haltung, wie gut die Schächte anzufahren sind, der Reinigungsbedarf und die Frage, ob die markierten Punkte zusätzlich mit GPS eingemessen werden. Bevor gefahren wird, nennen wir den Kostenrahmen für den abgestimmten Umfang.

Häufige Fragen und Antworten

Worin unterscheidet sich das von der TV-Inspektion?

Die TV-Inspektion bewertet den Zustand einer Haltung und kodiert die Schäden nach Regelwerk. Die 3D-Abzweigeruntersuchung fragt nicht nach dem Zustand, sondern nach dem Bauwerk selbst: wie viele Abgänge an einer Haltung hängen, wohin sie führen und welche davon im Bestandsplan fehlen. Für ein Werksnetz braucht es meist beides – erst die Topologie, dann die Bewertung der Abschnitte, die bleiben sollen.

Wie viele Abzweiger hintereinander sind befahrbar?

Mehrere hintereinander; wie weit es geht, zeigt sich im Rohr, eine feste Zahl nennen wir nicht. Kommt der Kopf nicht weiter, wird der erreichte Punkt zum dokumentierten Ende dieses Astes: im Protokoll vermerkt und auf dem Gelände markiert, damit ein späterer Einsatz genau dort ansetzt, statt von vorn zu beginnen.

Bis in welche Rohrgrößen kommt der abbiegefähige Kopf?

Abgebogen werden kann von DN 100 bis DN 200. Befahren wird von DN 30 bis DN 300 – außerhalb dieses Bereichs fährt der Kopf also noch, biegt aber nicht mehr in die Abgänge ein. Das ist bewusst der kleine Bereich: Hier geht es um die Abzweiger und Anschlüsse, nicht um den Sammler. Größere Querschnitte fährt der Fahrwagen ab – das ist die Haltungsinspektion an Sammelleitungen, die bis DN 1200 reicht.

Ersetzt die Verlaufsskizze den Bestandsplan?

Sie zeigt verlässlich, was mit was zusammenhängt, ist aber nicht eingemessen und ersetzt deshalb keinen Bestandsplan. Wer Lagegenauigkeit für die Bestandsführung braucht, lässt die markierten Punkte zusätzlich mit GPS einmessen; erst damit wird aus der Aufnahme ein Beitrag zum Kanalkataster.

Muss vorher gereinigt werden?

Wir empfehlen es. Ein Abzweig, dessen Öffnung hinter einer Ablagerung liegt, wird bei der Fahrt nicht gefunden – und was nicht gefunden wird, fehlt hinterher in der Skizze, ohne dass es jemandem auffällt.

Sanieren Sie den Befund gleich mit?

Nein. Wir orten, markieren und dokumentieren; die Ausführung liegt bei dem Fachbetrieb, den Sie beauftragen. Skizze und Protokoll sind deshalb ausführlich gehalten – sie sind die Grundlage, auf der dieser Betrieb arbeitet.

Fall schildern

Schildern Sie den Befund.

Je genauer Sie den Befund beschreiben, desto gezielter kommen wir an. Pläne, Messwerte und Fotos helfen uns, das Verfahren schon vorher festzulegen.

Was danach passiert

  1. Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
  2. Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
  3. Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.

Lieber sprechen?
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Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00

Ihren Fall schildern

Felder mit dem Zusatz Pflichtangabe müssen ausgefüllt sein.

Zum Beispiel: was aufgefallen ist, wo der Abschnitt liegt, was schon gemessen oder geschaltet wurde.

Ein paar schnelle Kreuze – wenn Sie mögen

Alles freiwillig. Kreuzen Sie an, was passt – gern auch mehreres. Was Sie nicht wissen, lassen Sie einfach frei.

Was ist der Anlass?
Welche Nennweiten, grob?
Welche Unterlagen liegen vor?
Abschnitt, Straßenzug oder Schachtnummer – was eben bezeichnet ist.
Bis zu acht Dateien, je höchstens 12 MB, zusammen 40 MB. JPG, PNG, HEIC, WebP oder PDF. Am hilfreichsten: der Bestandsplan des Abschnitts und die letzte Messreihe.

Telefon oder E-Mail – eines von beiden brauchen wir, um zu antworten.

Wie wir mit Ihren Angaben umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.

Wir melden uns bei Ihnen. Ihre Angaben gehen ausschließlich an dienstleistung@cft.at und werden nicht weitergegeben.

Schildern Sie den Fall.

Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.

Anrufen +43 (0) 2252 53169

Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.

Wir kommen nicht, um zu suchen. Wir sind hier, um zu finden.

Die Entwicklung der Leitungs- und Rohrsuche, von rechts nach links: Wünschelrute, Sondierstab, elektromagnetischer Empfänger, Georadar.