Zum Inhalt springen
+43 (0) 2252 53169
Menü

Kabelfehler · Mittelspannung

Kabelfehlermessung an Mittelspannungskabeln in ganz Österreich und Süddeutschland

Ein Abgang ist ausgefallen, die Schutzeinrichtung hat ausgelöst, und im Bestandsplan endet die Trasse dort, wo das Gelände anfängt. Am Mittelspannungsring entscheidet die Kabelfehlerortung darüber, ob eine Baugrube aufgemacht wird oder hundert Meter Trasse. CFT misst den Fehler ein, markiert ihn an der Oberfläche und übergibt ein Protokoll als Arbeitsgrundlage; die Reparatur bleibt bei Ihrem Netzbetreiber oder Kabelmonteur. Melden Sie den betroffenen Abgang unter +43 (0) 2252 53169 oder schriftlich an office@cft.at, dann stimmen wir Freischaltung, Ersatzversorgung und Termin ab.

Anrufen +43 (0) 2252 53169 Anfrage zu dieser Leistung

Techniker in Warnschutzjacke sucht mit handgeführten Messgeräten den gepflasterten Boden eines Platzes ab
Kabelfehler

Was wir vor Ort tun

Auf der Mittelspannung überwiegen hochohmige Fehler, die im Reflektogramm kein Echo geben. Deshalb steht am Anfang die Zustandsprüfung: Isolation und Widerstand entscheiden, ob direkt gemessen werden kann oder ob die Stelle erst gestoßen und gebrannt werden muss. Beim Brennen steht der Abgang vollständig – was das für Ihre Versorgung heißt, gehört vor den Termin geklärt und nicht an die Messstelle.

Diesen Fall schildern

Das Wichtigste auf einen Blick

VerfahrenIsolations- und Widerstandsmessung, Stoßen und Brennen zum Erdfühligmachen, Mantelfehlermessung an Kunststoffkabeln, Leyeffekt, TDR-Laufzeitmesstechnik im Netzbetrieb, Messbrücke, Kabelauslese in Künette und Kabeltasse
EinsatzbereichErdverlegte Mittelspannungskabel von Versorgern, Stadtwerken, Kommunen und Industriebetrieben, einschließlich Muffen und Endverschlüssen
DauerZwei Stunden Mindesteinsatz, danach stundenweise nach Aufwand. Kommt Brennen dazu, verlängert sich der Einsatz.
ErgebnisformatSchadensprotokoll als PDF
EinsatzgebietGanz Österreich von Traiskirchen aus; Süddeutschland, also Bayern und Baden-Württemberg, über die CFT Group Deutschland GmbH, Lange Zeile 27, D-85435 Erding

Was das im Betrieb heißt

Für Versorger, Stadtwerke, Kommunen und Industriebetriebe zählt nicht nur die Fundstelle, sondern ihre Nachvollziehbarkeit: Wir dokumentieren Verfahren, Vorortungsentfernung und die Bestätigung durch die Punktortung, damit der Aufbruch gegenüber Straßenverwaltung und Revision begründet ist. Freischalten samt Erdung und die Instandsetzung bleiben bei Ihrer Seite, das Messen übernehmen wir. Weil Kabelmesstechnik und Auswertung für diese Fehlerbilder eigens vorgehalten werden, fahren wir dafür in ganz Österreich und nach Süddeutschland, nicht nur in den Umkreis der beiden Standorte.

Brennen heißt Abschaltung, und zwar mehr als eine Ader

Bevor überhaupt geortet wird, steht die Zustandsprüfung. Isolations- und Widerstandsmessung sagen, welche Adern beschädigt sind und wie hochohmig der Fehler ist. An diesem Wert entscheidet sich, wie der Einsatz weitergeht – und ob Ihre Anlage dabei stehen bleibt.

Ist der Wert niedrig genug, wird direkt gemessen und punktgeortet, die Trassenaufnahme läuft im selben Zug mit. Ist er zu hoch, gibt die Fehlerstelle nichts her: Sie muss erst gestoßen und gebrannt werden, bis sie erdfühlig ist. Während dieses Vorgangs ist der Abgang nicht teilweise, sondern vollständig außer Betrieb. Beim Brennen werden regelmäßig auch die benachbarten Phasen in Mitleidenschaft gezogen; was vorher noch eingeschränkt lief, läuft danach unter Umständen gar nicht mehr.

Für Versorger, Stadtwerke und Industriebetriebe heißt das: Vor dem Brennen muss feststehen, wie die Zeit ohne Versorgung überbrückt wird. Entweder steht eine Ersatzversorgung bereit – eine Umschaltung im Netz oder ein Provisorium, je nachdem, was Ihre Anlage hergibt. Oder der Bagger steht vor Ort und gräbt auf, sobald die Stelle feststeht, sodass sofort gemufft werden kann und der Abgang nur für die Dauer der Instandsetzung fehlt.

Diese Entscheidung gehört in die Einsatzabstimmung und nicht an die Messstelle. Sagen Sie uns schon bei der Meldung, ob umgeschaltet werden kann und wer das veranlasst.

So läuft der Einsatz ab

1. Meldung und Abstimmung. Sie melden Abgang, Kabeltyp, Länge und Fehlerbild und benennen die Ansprechperson für die Schalthandlungen. Wir klären, welche Stationen zugänglich sein müssen und ob im Fall des Falles umgeschaltet werden kann.

2. Freischaltung und Erdung. Das Kabel wird von beiden Seiten komplett freigeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert und geerdet – ausgeführt vom Versorger oder von Ihrem Betriebselektriker, nach Ihren Betriebsanweisungen. CFT führt keine Schalthandlungen aus. Erst nach Ihrer Freigabe beginnt die Messung.

3. Zustand prüfen. Isolation und Widerstand werden am freigeschalteten Abgang aufgenommen, Ader für Ader. Daraus steht fest, was beschädigt ist und wie hochohmig es ist – und damit auch, ob direkt weitergemessen werden kann oder ob vorher gebrannt werden muss.

4. Vorortung und Trassenverfolgung. Aus Laufzeit-, Brücken- oder Mantelfehlermessung ergibt sich die Entfernung zur Fehlerstelle, bei hochohmigen Fehlern nach dem Brennen. Parallel wird die Trasse an der Oberfläche markiert, Muffenlagen und Abzweige werden mit aufgenommen.

5. Punktortung und Übergabe. Die Stelle wird eingegrenzt, markiert und fotografiert, bei Bedarf eingemessen. Ab dem Aufbruch übernimmt Ihr Kabelmonteur.

6. Kontrollmessung nach dem Muffen. Mit der Reparatur wird der Abgang aufgetrennt; beide Teilstücke sind danach auf weitere Fehlstellen zu messen, bevor wieder zugeschaltet wird. Ob das Ihre Betriebsmannschaft übernimmt oder wir, wird vorher festgelegt.

Technik und Verfahren

Isolations- und Widerstandsmessung

Der erste Messwert beantwortet nicht, wo der Fehler sitzt, sondern womit man es zu tun hat. Ader für Ader wird die Isolation gegen Erde und gegen die übrigen Adern aufgenommen, dazu der Widerstand. Das Ergebnis ist die Weichenstellung des gesamten Einsatzes: Ein niederohmiger Fehler lässt sich unmittelbar weiterverfolgen, ein hochohmiger nicht. Für Ihre Betriebsdokumentation ist derselbe Befund zugleich die Bestandsaufnahme des Abgangs zum Ausfallzeitpunkt.

Stoßen und Brennen zum Erdfühligmachen

Hochohmige Fehler zeigen im Reflektogramm kein Echo, und gerade diese Fehlerart überwiegt auf Mittelspannungskabeln. Bleibt der Isolationswert zu hoch, ist die Fehlerstelle für jedes Messverfahren unsichtbar. Sie wird deshalb mit Stoßspannung beaufschlagt und heruntergebrannt, bis der Übergangswiderstand so weit fällt, dass sie erdfühlig ist – erst dann greift eine Fehlermessung überhaupt. Das ist der Schritt mit den Folgen für Ihren Betrieb: Der Abgang steht dabei vollständig, und die benachbarten Phasen werden häufig mitgeschädigt. Vorher muss deshalb geklärt sein, wie der Ausfall überbrückt wird – durch Umschaltung beziehungsweise Provisorium oder dadurch, dass der Bagger bereitsteht und unmittelbar nach der Ortung aufgräbt.

Mantelfehlermessung an Kunststoffkabeln

Ein Mantelfehler ist eine Verletzung des äußeren Kunststoffmantels, durch die Feuchtigkeit an den Schirm gelangt; die Anlage läuft oft weiter, während die Korrosion bereits arbeitet. Zur Ortung wird eine getaktete Gleichspannung auf den Schirm gegeben, der Strom tritt an der Schadstelle aus und erzeugt ein Spannungsgefälle, das mit zwei Erdspießen abgetastet wird und über der Fehlerstelle die Richtung wechselt. Auf versiegelten Flächen, über Bewehrung oder bei mehrfach geerdetem Schirm wird das Gefälle verwischt.

Leyeffekt

Auf gewachsenen Verteilstrecken liefert das Reflektogramm oft kein eindeutiges Bild, weil jede Muffe und jede Aufteilung eine eigene Marke setzt. Der Leyeffekt arbeitet nicht mit Echos, sondern mit dem Verhalten des aufgegebenen Signals entlang der Trasse: Bis zur Fehlerstelle bleibt es charakteristisch, dahinter nicht mehr. Damit lässt sich der Abschnitt eingrenzen, in dem geöffnet wird – eine Eingrenzung, die zusammen mit der gemessenen Entfernung und dem Trassenverlauf zur Grabungsanweisung wird.

TDR-Laufzeitmesstechnik im Netzbetrieb

Im Verteilnetz ist die Laufzeitmessung auch Bestandsaufnahme: Das Reflektogramm zeigt Muffen, Aufteilungen und Endverschlüsse als wiederkehrende Marken. Vergleicht man die aktuelle Kurve mit einer früheren Messung derselben Strecke, tritt die neue Störstelle hervor.

Messbrücke

Anders als die Laufzeitmessung ist die Brückenmessung nicht auf ein Echo angewiesen: Sie wertet Widerstände aus statt Reflexionen und liefert auch dort eine Entfernung, wo das Reflektogramm nur Muffen und Abzweige zeigt. Bei Erdschluss auf einer Ader folgt das Längenverhältnis aus dem Vergleich mit einer intakten Ader desselben Kabels. Nötig sind der Zugang zum fernen Ende, ein gleichbleibender Aufbau und ein ausreichend niederohmiger Fehler.

Kabelauslese in Künette und Kabeltasse

In Verteilnetzen liegen mehrere Systeme nebeneinander, teils unter Spannung. Die Kabelauslese identifiziert vor dem Trennen zweifelsfrei das gesuchte Kabel im Bündel; sind alle Kabel baugleich, ist die Mitwirkung Ihrer Betriebsmannschaft erforderlich.

Was Sie bekommen

Sie erhalten die Fehlerstelle markiert und ein Schadensprotokoll als PDF mit Verfahren, Messwerten, Entfernung, Trassenverlauf und Fotos, das der Grabungsanweisung beigelegt werden kann.

Kosten und Aufwand

Es gibt keinen Pauschalbetrag, weil Kabeltyp, Streckenlänge, Fehlerart und Zugänglichkeit den Aufwand bestimmen; den Kostenrahmen stimmen wir vor dem Einsatz telefonisch ab. Eine Kostenübernahme durch Versicherungen ist im Netzbereich nicht der Regelfall.

Die Nachmessung gehört zum Leistungsumfang. Liegt an der markierten Stelle kein Fehler, weil unsere Messung falsch war, messen wir kostenlos nach. Hat die Messung gestimmt und wurde am Aufbruch nur nicht genau genug gesucht oder nicht tief genug gegraben, verrechnen wir die Anfahrt, weil dann kein Messfehler von CFT vorliegt. Dieselbe Regel gilt für Kabelortung und Rohrortung.

Häufige Fragen und Antworten

Wer schaltet frei und erdet?

Der Versorger oder Ihr Betriebselektriker. Das Kabel muss von beiden Seiten komplett freigeschaltet und geerdet sein, bevor wir ansetzen – Schalthandlungen führt CFT nicht aus. Gemessen wird erst nach Ihrer ausdrücklichen Freigabe an der Messstelle.

Muss der Abgang für den ganzen Einsatz abgeschaltet bleiben?

Ja. Ohne beidseitige Freischaltung samt Erdung durch den Versorger oder Ihren Betriebselektriker wird nicht gemessen. Kommt Brennen dazu, geht es weiter: Dann steht der Abgang vollständig, weil beim Brennen häufig auch die benachbarten Phasen mitgeschädigt werden. Wie lange das dauert, hängt daran, was vorbereitet ist: eine Ersatzversorgung, die den Ausfall auffängt, oder der Bagger vor Ort, der unmittelbar nach der Ortung aufgräbt und reparieren lässt.

Kann ein Mantelfehler geortet werden, obwohl die Anlage noch läuft?

Nein. Im Betrieb lässt sich nur die Lage der Leitung orten – der Mantelfehler selbst nicht. Für seine Messung muss das Kabel von beiden Seiten komplett freigeschaltet sein.

Der Fehler liegt möglicherweise in einer Muffe. Ändert das etwas?

Ja. Muffen zeigen sich in der Laufzeitmessung als Marken, deshalb wird die Muffenlage vorab aufgenommen. Das hilft doppelt: Eine bekannte Muffenlage ist ein Verdachtspunkt und zugleich die Erklärung für eine Marke, die sonst als zweiter Fehler gelesen würde.

Wir haben aufgegraben und nichts gefunden. Wer zahlt die Nachmessung?

Nachgemessen wird in jedem Fall, das gehört zum Leistungsumfang. War unsere Messung falsch, ist die Nachmessung kostenlos. Hat die Messung gestimmt und wurde an der markierten Stelle nur nicht genau genug gesucht oder nicht tief genug gegraben, verrechnen wir die Anfahrt, weil dann kein Messfehler von CFT vorliegt. Das gilt für jede Kabelfehlermessung, Kabelortung und Rohrortung.

Können Sie die Fehlerstelle für unser GIS liefern?

Die eingemessene Fehlerstelle kann als Punkt mit Attributen aufbereitet und in Ihre Bestandsdokumentation übernommen werden. Schnittstelle und Format werden vor dem Einsatz vereinbart.

Ist der Abgang nach der Reparatur wieder in Ordnung?

Das steht erst nach einer Kontrollmessung fest. Für die Muffe wird das Kabel aufgetrennt, und beide entstehenden Teilstücke sind zu prüfen, ob weitere Fehlstellen darauf liegen – bei gealterten Abgängen ist der gefundene Fehler oft nicht der einzige. Ob Ihr Kabelmonteur das übernimmt oder wir dafür noch einmal anfahren, gehört in die Einsatzabstimmung.

Fall schildern

Schildern Sie den Befund.

Je genauer Sie den Befund beschreiben, desto gezielter kommen wir an. Pläne, Messwerte und Fotos helfen uns, das Verfahren schon vorher festzulegen.

Was danach passiert

  1. Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
  2. Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
  3. Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.

Lieber sprechen?
+43 (0) 2252 53169
Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00

Ihren Fall schildern

Felder mit dem Zusatz Pflichtangabe müssen ausgefüllt sein.

Zum Beispiel: was aufgefallen ist, wo der Abschnitt liegt, was schon gemessen oder geschaltet wurde.

Ein paar schnelle Kreuze – wenn Sie mögen

Alles freiwillig. Kreuzen Sie an, was passt – gern auch mehreres. Was Sie nicht wissen, lassen Sie einfach frei.

Um welche Ebene geht es?
Wie lang ist der Abschnitt, grob?
Lässt sich der Abschnitt freischalten?
Abschnitt, Straßenzug oder Schachtnummer – was eben bezeichnet ist.
Bis zu acht Dateien, je höchstens 12 MB, zusammen 40 MB. JPG, PNG, HEIC, WebP oder PDF. Am hilfreichsten: der Bestandsplan des Abschnitts und die letzte Messreihe.

Telefon oder E-Mail – eines von beiden brauchen wir, um zu antworten.

Wie wir mit Ihren Angaben umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.

Wir melden uns bei Ihnen. Ihre Angaben gehen ausschließlich an dienstleistung@cft.at und werden nicht weitergegeben.

Schildern Sie den Fall.

Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.

Anrufen +43 (0) 2252 53169

Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.

Wir kommen nicht, um zu suchen. Wir sind hier, um zu finden.

Die Entwicklung der Leitungs- und Rohrsuche, von rechts nach links: Wünschelrute, Sondierstab, elektromagnetischer Empfänger, Georadar.