Kanal und Abwasser · DN 100–200
3D-Kanalinspektion der Grundleitung in Wien, Niederösterreich und Burgenland
Der Hauptstrang ist schnell befahren – die Fragen stecken in den Abzweigern: Welcher Abfluss läuft wohin, welches Rohr endet blind, wo hängt der Zubau von damals wirklich dran. Die 3D-Abzweigeruntersuchung fährt mit mehrfach abbiegefähiger Kameratechnik in jeden Abzweig hinein und erzeugt dabei eine digitale Darstellung des Rohrnetzverlaufs. Am Ende steht ein Lagebild statt einer Liste von Vermutungen. Wir arbeiten dabei in Wien, Niederösterreich und Burgenland: kurze Anfahrt und schnelle Termine. Rufen Sie unter +43 (0) 2252 53169 an oder schreiben Sie an office@cft.at, dann klären wir Zugangspunkte, Nennweite und Termin.
Was wir vor Ort tun
Wir befahren die geraden Stränge der Grundleitung ebenso wie die Abzweiger, möglichst im vorgereinigten Rohr – die Abzweiger so weit, wie es technisch geht, in der Regel bis zum Aufstandsbogen. Wo der Kamerakopf nicht weiterkommt, endet die Aufnahme und wir markieren den erreichten Punkt an der Oberfläche. Sie bekommen die Verlaufsskizze, die Standbilder und die digitale Verlaufsdarstellung; sie ist ein Verlaufsmodell, kein vermessener Plan.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Verfahren | Mehrfach abbiegefähige Kameratechnik, Digitale Rekonstruktion des Rohrnetzverlaufs, Sondenortung im Kamerakopf, Elektromagnetische Rohrortung |
|---|---|
| Einsatzbereich | DN 100 bis DN 200 |
| Dauer | Zwei Stunden bis mehrere Tage, je nach Anzahl der Leitungen und Abzweiger |
| Ergebnisformat | Digitale Darstellung des Rohrnetzverlaufs, Dokumentierte Verlaufsskizze, Standbilder je Abzweiger, Oberflächenmarkierung, auf Wunsch Vermessung mit GPS oder Totalstation, Inspektionsbericht |
| Einsatzgebiet | Wien, Niederösterreich und Burgenland |
Wenn dieselbe Leitung immer wieder dicht ist
Der typische Fall: Es wurde bereits gereinigt, trotzdem verstopft dieselbe Leitung nach ein paar Wochen wieder. Oder Sie planen einen Zubau, einen Pool, eine Einfahrt – und niemand weiß, welche Rohre darunter liegen. Die Abzweigeruntersuchung geht dorthin, wo die gerade Befahrung endet: in die Abgänge zu Küche, Bad, Dachrinne und Hofablauf. Sie sehen danach, welches Rohr wohin läuft, wo ein Abzweig blind endet und wo sich Wurzeln oder ein Versatz eingenistet haben.
Der zweite Anlass ist der Kauf oder Umbau eines älteren Objekts. Die Grundleitung unter der Bodenplatte ist der Teil der Haustechnik, den niemand sieht und den kein Plan vollständig zeigt. Vor dem Umbau aufgenommen, entscheidet die Skizze darüber, wo geöffnet werden muss und wo nicht.
So läuft der Einsatz ab
1. Abstimmung. Wir klären, welches Netz aufgenommen werden soll: die Grundleitung unter dem Gebäude, die Anschlussleitung bis zum Schacht oder die Hofentwässerung dazu. Vorhandene Pläne nehmen wir entgegen, prüfen sie aber gegen den Befund.
2. Vorreinigung. Vor der Inspektion empfehlen wir eine Hochdruck-Vorreinigung aller Kanäle. Erst im gereinigten Rohr findet der abbiegefähige Kopf die Abzweigöffnung und bleibt nicht in Ablagerungen hängen.
3. Kanalbefahrung und Verlaufsaufnahme. Befahren werden die geraden Stränge und die Abzweiger – die Abzweiger so weit, wie es technisch geht, in der Regel bis zum Aufstandsbogen. Parallel entsteht die digitale Darstellung des Verlaufs. Auffällige Stellen werden über die Sonde an der Oberfläche markiert, auf Wunsch mit GPS oder Totalstation vermessen.
4. Übergabe. Sie erhalten die Verlaufsskizze mit den zugehörigen Standbildern und wir gehen den Verlauf gemeinsam durch. Reparatur und Sanierung führt Ihr Installateur oder Ihre Rohrsanierungsfirma aus.
Technik und Verfahren
Mehrfach abbiegefähige Kameratechnik
Ein starrer Kamerakopf fährt am Abzweig vorbei; ein mehrfach abbiegefähiger Kopf biegt ein und fährt weiter – auch über mehrere Abzweigungen hintereinander. Damit wird der Teil des Netzes erreichbar, der bei einer normalen Befahrung nur als dunkles Loch erscheint. Gearbeitet wird von DN 100 bis DN 200; wo der Kopf nicht durchkommt, endet die Aufnahme und wird als Endpunkt vermerkt.
Digitale Rekonstruktion des Rohrnetzverlaufs
Während der Fahrt wird der zurückgelegte Weg mit Richtungs- und Neigungsänderungen erfasst und daraus der Netzverlauf digital dargestellt. Die Darstellung ist ein Verlaufsmodell, kein Vermessungsplan – für lagegenaue Punkte kommen Sondenortung und die Einmessung mit GPS oder Totalstation dazu.
Sondenortung und elektromagnetische Rohrortung
Die Sonde im Kamerakopf macht die aktuelle Position an der Oberfläche anpeilbar, sodass Endpunkte und Auffälligkeiten markiert werden können; für den Verlauf einer ganzen Trasse kommt die elektromagnetische Rohrortung dazu. Beide reagieren empfindlich auf Bewehrung und parallel liegende Leitungen, weshalb Anpeilungen gegengeprüft werden.
Ergänzende Verfahren, wenn die Kamera nicht durchkommt
Bleibt ein Abschnitt unbefahrbar – verstürzt, verlegt, abgetrennt – endet die optische Aufnahme. Für solche Abschnitte kommen Ortungsverfahren ohne Rohrzugang in Betracht.
Was Sie bekommen
Sie bekommen die dokumentierte Verlaufsskizze, die digitale Darstellung des Rohrnetzverlaufs und die Standbilder der befahrenen Abzweiger, dazu die Markierungen an der Oberfläche. Der Inspektionsbericht hält fest, was dabei aufgefallen ist: Auffälligkeiten und Schäden, jeweils mit ihrer Lage im Verlauf. Wo ein Schaden sitzt, markieren wir die Stelle auch an der Oberfläche. Damit lässt sich ableiten, welcher Abschnitt zu öffnen ist und welcher nicht.
Aus dem Archiv: was die Kamera findet.
Drei Schadensbilder aus echten Haltungen – jedes mit Station, jedes im Bericht kodiert.





Kosten und Aufwand
Der Aufwand hängt an der Zahl der Abzweiger, an der Zugänglichkeit der Reinigungsöffnungen und daran, ob vorher gereinigt werden muss; den Kostenrahmen stimmen wir vor dem Einsatz telefonisch ab. Steht die Untersuchung im Zusammenhang mit einem Wasserschaden am Gebäude, übernimmt die Gebäudeversicherung die Ortungskosten in der Regel über die Trace-and-Access-Deckung; das Protokoll wird so erstellt, dass es der Versicherung vorgelegt werden kann.
Häufige Fragen und Antworten
Worin unterscheidet sich das von einer normalen Kamerabefahrung?
Die normale Befahrung fährt den Strang gerade durch und bewertet seinen Zustand. Die 3D-Abzweigeruntersuchung beantwortet die Frage nach dem Verlauf: welche Abgänge existieren und wie das Netz unter dem Haus zusammenhängt. In vielen Fällen ergänzen sich beide.
Wie viele Abzweiger hintereinander sind befahrbar?
Mehrere hintereinander – eine feste Höchstzahl nennen wir nicht. Wo der Kopf nicht mehr durchkommt, endet die Aufnahme; der erreichte Punkt wird als Endpunkt vermerkt und an der Oberfläche markiert, damit dort später angesetzt werden kann.
Bis in welche Rohrgrößen kommt der abbiegefähige Kopf?
Der Einsatzbereich liegt bei DN 100 bis DN 200. Darunter fehlt der Platz zum Abbiegen, darüber arbeiten in der Regel Fahrwagen mit schwenkbarem Kopf wirtschaftlicher.
Ersetzt die Verlaufsskizze einen Plan?
Sie ist eine belastbare Grundlage, aber kein vermessener Plan. Wenn Sie es lagegenau brauchen – etwa weil über der Trasse gebaut werden soll –, messen wir die markierten Punkte zusätzlich mit GPS oder Totalstation ein. Wo der Satellitenempfang nicht reicht, zwischen Hauswänden oder unter Bewuchs, übernimmt das die Totalstation.
Muss vorher gereinigt werden?
Wir empfehlen es. Der abbiegefähige Kopf braucht eine freie Abzweigöffnung; in einem zugesetzten Rohr bleibt der Abgang unentdeckt.
Reparieren Sie den Schaden gleich mit?
Nein. CFT ortet, markiert, dokumentiert und übergibt; ausgeführt wird von Ihrem Installateur oder Ihrer Rohrsanierungsfirma. Genau deshalb sind Skizze und Standbilder ausführlich.
Passende weitere Leistungen
Abfluss- und Rohrreinigung
Die Vorreinigung, die die Abzweiger überhaupt erst befahrbar macht.
Kanalberauchung und Ortungsgas
Wenn ein Abzweig gefunden ist, aber unklar bleibt, wo er nach oben austritt.
Kanaldokumentation im Altbestand
Wenn zum alten Gebäude überhaupt kein brauchbarer Plan mehr existiert.
Rohrbruchortung im und ums Gebäude
Wenn nicht der Verlauf die Frage ist, sondern die undichte Stelle.
Schildern Sie, was Sie beobachten.
Beschreiben Sie einfach, was Sie sehen – ein Foto dazu, und wir legen das passende Verfahren oft schon vor dem Rückruf fest.
Was danach passiert
- Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
- Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
- Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.
Lieber sprechen?
+43 (0) 2252 53169
Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00
Schildern Sie den Fall.
Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.
Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.