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Kanal und Abwasser · DN 100–1200

TV-Inspektion an Sammelleitungen in Wien, Niederösterreich und Burgenland

Ein Kanalschaden meldet sich an der Oberfläche erst, wenn er teuer geworden ist: Rückstau, absackender Belag über der Trasse, immer dieselbe Verstopfung. Die Haltungsinspektion, die Kanalinspektion an der Sammelleitung, macht sie von innen sichtbar, bevor irgendwo gegraben wird – die geraden Haltungen also, im öffentlichen Netz die Sammler, in der Industrie die Sammelleitungen des Werksnetzes. Befahren wird mit dem Fahrwagen, von DN 100 bis DN 1200 und bis zu 305 Meter je Zugang; die Sonde im Fahrwagen bringt jeden Schaden direkt an die Oberfläche. Kodiert und bewertet wird nach DWA-M 149 mit ISYBAU-Bewertung oder nach ATV-M. Gefahren wird in Wien, Niederösterreich und Burgenland – kurze Wege und kurzfristige Termine statt langer Anfahrt. Melden Sie den betroffenen Strang unter +43 (0) 2252 53169 oder schriftlich an office@cft.at, dann klären wir Schachtzugang, Nennweite und Termin.

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Techniker bedient ein gelbes Bedienpult mit aufgeklapptem Bildschirm, daneben ein Kanalroboter mit LED-Kranz und Kamera
Kanal und Abwasser

Was wir vor Ort tun

Wir befahren die Haltungen einer Sammelleitung mit dem Fahrwagen, von DN 100 bis DN 1200 und bis 305 Meter je Zugang. Jede Auffälligkeit wird als Standbild festgehalten und über die Sonde im Fahrwagen direkt an der Oberfläche geortet. Aufgenommen wird nach DWA-M, bewertet nach ISYBAU. Sie bekommen einen Plan mit Leitungsführung und Schäden sowie je Leitung und Haltung einen eigenen Bericht. Die Befahrung zeigt den Zustand des Rohrs, nicht seine Dichtheit.

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Das Wichtigste auf einen Blick

VerfahrenKanalfahrwagen mit automatischem Lift und wechselnden Kameraköpfen, Sonde im Fahrwagen zur Ortung an der Oberfläche, Kombination aus Fahrwagen und Schiebekamera bei Industrie und Gewerbe, Kodierung nach DWA-M 149 mit ISYBAU-Bewertung oder nach ATV-M, GPS-Vermessung der Rohrführung auf Wunsch
EinsatzbereichSammelleitungen von DN 100 bis DN 1200, Einfahrlänge bis 305 m je Zugang
DauerZwei Stunden bis mehrere Tage, je nach Anzahl der Haltungen und Länge
ErgebnisformatVideoaufzeichnung der befahrenen Haltungen, Standbilder der Schadstellen, Plan mit Leitungsführung und allen Schäden, Je Leitung und Haltung ein eigener Bericht, Mit GPS ein vermessener Plan, sonst eine am Orthofoto lagebestimmte Planskizze
EinsatzgebietWien, Niederösterreich und Burgenland

Was das im Betrieb heißt

Für Kommunen, Netzbetreiber, Liegenschaftsverwalter und Industriebetriebe ist die TV-Inspektion die Datenbasis jeder Zustandsbewertung: Aus ihr leiten sich Sanierungsplanung, Prioritätenreihung und die Wahl zwischen Reparatur, Inliner und Neuverlegung ab. Kodiert und bewertet wird nach DWA-M 149 mit ISYBAU-Bewertung oder nach ATV-M, je nach Anforderung des Auftraggebers. Wir legen es vor der Befahrung mit Ihnen fest und führen es im Protokollkopf mit, damit die Daten in Ihre Bestandsführung übernommen werden können.

So läuft der Einsatz ab

1. Termin und Vorbereitung. Am Telefon klären wir Symptom, Objektart und bekannte Schachtdeckel oder Revisionsöffnungen. Freilegen müssen Sie nichts, der Zugang muss aber erreichbar sein.

2. Vorreinigung. Für eine belastbare Auswertung empfehlen wir eine Reinigung vor der Inspektion. Ablagerungen, Fett und Wurzelmaterial verdecken genau die Risse und Scherben, die beurteilt werden sollen.

3. Befahrung und Ortung. Wir befahren die Haltungen, halten jede Auffälligkeit als Standbild fest und peilen die Position über die Sonde im Fahrwagen an der Oberfläche an. Der Schaden bekommt damit einen Ort auf dem Gelände, nicht nur eine Meterzahl im Video.

4. Lagebestimmung. Auf Wunsch wird die Rohrführung mit GPS aufgenommen; dann steht am Ende ein vermessener Plan. Ohne diesen Auftrag entsteht eine Planskizze, deren Lage über den Abgriff am Orthofoto bestimmt wird.

5. Übergabe. Sie erhalten Aufzeichnung, Standbilder, den Plan mit Leitungsführung und Schäden und je Leitung und Haltung einen eigenen Bericht; den Befund gehen wir mit Ihnen durch. Ausgeführt wird die Sanierung von Ihrem Rohrsanierer oder Netzbetreiber.

Technik und Verfahren

Kanalfahrwagen mit automatischem Lift und wechselnden Kameraköpfen

Der Fahrwagen fährt die Haltung ab; der bewegliche Kamerakopf schwenkt und dreht, damit Muffen, Anschlüsse und Abzweiger gezielt angesehen werden. Gearbeitet wird von DN 100 bis DN 1200, mit einer Einfahrlänge von bis zu 305 Metern je Zugang – das entscheidet mit darüber, wie viele Schächte für eine Strecke geöffnet werden müssen.

Ab DN 300 kommt der automatische Lift dazu. Er hebt den Kamerakopf bis DN 900 in die Rohrachse, damit der ganze Umfang im Bild steht und nicht bloß die Sohle – in einem großen Querschnitt sieht eine Kamera vom Boden aus sonst an der halben Rohrwand vorbei. Welcher Kopf mitfährt, richtet sich nach der Nennweite; der große trägt zusätzlich einen zehnfachen mechanischen Zoom, mit dem sich ein Abzweiger oder eine Schadstelle heranholen lässt, ohne dass der Wagen dorthin fahren muss.

Wo Wasser den Kamerakopf überstaut, endet die optische Bewertung.

Sonde im Fahrwagen zur Ortung an der Oberfläche

Im Fahrwagen sitzt eine Sonde, deren Feld an der Oberfläche angepeilt wird. Damit wird aus einer Meterangabe im Video ein Punkt auf dem Gelände – der Schaden ist geortet, sobald er gesehen ist, und nicht erst in einem zweiten Arbeitsgang. Bewehrung, metallische Einbauten und parallel geführte Leitungen können das Feld verzerren; dann wird gegengepeilt.

Fahrwagen und Schiebekamera kombiniert

Auf Industrie- und Gewerbeanlagen reicht der Fahrwagen allein selten: Dort hängen an den Sammelleitungen Anschlüsse und Nebenstränge, die er nicht befahren kann. Deshalb wird er dort mit Schiebekamerasystemen kombiniert – der Fahrwagen für die Haltungen, die Schiebekamera für alles, was davon abgeht. So lassen sich auch komplexe Rohrnetze durchgehend befahren und nachzeichnen, statt sie in unverbundene Einzelaufnahmen zu zerlegen.

Kodierung und Bewertung nach Regelwerk

Kodiert und bewertet wird nach DWA-M 149 mit ISYBAU-Bewertung oder nach ATV-M – welches Regelwerk gilt, richtet sich nach Ihrer Anforderung und wird vor der Befahrung festgelegt. Damit ist der Befund nicht die Einschätzung eines Bedieners, sondern eine kodierte Aussage, die sich mit einer späteren Befahrung derselben Haltung vergleichen lässt.

GPS-Vermessung der Rohrführung, auf Wunsch

Wird die Rohrführung zusätzlich mit GPS aufgenommen, steht am Ende ein vermessener Plan. Ohne diesen Auftrag entsteht eine Planskizze, die über den Abgriff am Orthofoto lagebestimmt wird – für die Baustelle brauchbar, aber ohne Koordinaten.

Techniker setzt die abbiegefähige Kamera in den Schacht ein

Was Sie bekommen

Sie bekommen die Aufzeichnung der befahrenen Haltungen und Standbilder jeder dokumentierten Schadstelle. Dazu kommen zwei Dinge, die zusammengehören:

Ein Plan mit der Leitungsführung und allen Schäden. Wurde die Rohrführung mit GPS aufgenommen, ist das ein vermessener Plan. Sonst ist es eine Planskizze, deren Lage über den Abgriff am Orthofoto bestimmt ist.

Je Leitung und Haltung ein eigener Bericht. Nicht eine durchlaufende Liste über das ganze Netz, sondern ein Bericht je Abschnitt – so lässt sich jede Haltung für sich beurteilen, ausschreiben und bei der nächsten Befahrung wieder vergleichen.

Wir zeigen, was wir finden.

Drei Stücke aus echten Aufträgen – nur Objektadresse und Auftraggeber sind ersetzt. So sieht das aus, was am Ende auf Ihrem Tisch liegt.

Übersichtsplan eines ganzen Straßenzugs auf der Katasterkarte: Schmutz-, Regen- und Mischwasserstränge in drei Farben, mit Schächten und Haltungsetiketten
Ein ganzer Straßenzug als Übersichtsplan: drei Wasserarten in drei Farben, jede Haltung beschriftet, jeder Schacht gesetzt – die Grundlage für Sanierung und Kataster.
Erste Seite eines Leitungsberichts: Kopfdaten zu Schacht, Material Steinzeug und Nennweite 150, darunter Umgebungs- und Schachtfoto neben der Stationsgrafik
Je Leitung und Haltung ein eigener Bericht: Schachtdaten, Material, Nennweite, Stationen – aufgenommen nach DWA-M 149, bewertet nach ISYBAU.
Kanalfahrwagen mit Stützrädern und Führungsgestänge beim Einfahren in ein freigelegtes Gasrohr
Derselbe Fahrwagen im Industrieeinsatz: Befahrung eines freigelegten Gasrohrs über das Führungsgestänge.

Dieselbe Leistung in drei Nennweiten – von DN 300 bis DN 800, jede Fahrt eine echte Befahrung.

DN 300: Steinzeug, Muffe um Muffe.
DN 500: der helle Beton-Sammler.
DN 800: das große Profil – hier fährt der Wagen mit Lift.

Kosten und Aufwand

Einen Pauschalpreis gibt es nicht, weil der Aufwand von Nennweite, Stranganzahl, Zugänglichkeit und Auswerteumfang abhängt; den Kostenrahmen stimmen wir vor dem Einsatz telefonisch ab. Wird die Inspektion im Zuge eines Wasserschadens nötig, übernimmt die Gebäudeversicherung die Ortungskosten in der Regel im Rahmen der Trace-and-Access-Deckung; das Protokoll wird so erstellt, dass es der Versicherung vorgelegt werden kann.

Häufige Fragen und Antworten

Muss der Kanal vor der Inspektion gereinigt werden?

Für eine belastbare Bewertung ja. Ablagerungen legen sich über die Stellen, die beurteilt werden sollen. Geht es nur um den Verlauf einer Leitung, reicht die Befahrung auch ungereinigt.

Bis zu welcher Rohrgröße kommen Sie, und wie weit hinein?

Der Fahrwagen arbeitet von DN 100 bis DN 1200, die Einfahrlänge liegt bei bis zu 305 Metern je Zugang. Reicht das für eine Strecke nicht, wird vom nächsten Schacht aus weitergefahren; welche Schächte dafür offen sein müssen, klären wir vor dem Termin.

Sehe ich im Video, ob der Kanal undicht ist?

Die Kamera zeigt die Innenwand: Risse, Scherben, versetzte Muffen, Wurzeleinwuchs, Ablagerungen, einragende Anschlüsse – sie zeigt damit den Zustand, nicht die Dichtheit. Der Dichtheitsnachweis ist eine eigene Prüfung mit Wasser oder Luft; die Berauchung beantwortet dagegen die Frage nach offenen Wegen, Fremdanschlüssen und Geruchsaustritt.

Reparieren Sie den Schaden gleich mit?

Nein. CFT ortet, markiert, dokumentiert und übergibt; ausgeführt wird von Installateur, Rohrsanierer oder Netzbetreiber. Genau deshalb ist das Protokoll ausführlich.

Fall schildern

Schildern Sie den Befund.

Je genauer Sie den Befund beschreiben, desto gezielter kommen wir an. Pläne, Messwerte und Fotos helfen uns, das Verfahren schon vorher festzulegen.

Was danach passiert

  1. Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
  2. Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
  3. Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.

Lieber sprechen?
+43 (0) 2252 53169
Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00

Ihren Fall schildern

Felder mit dem Zusatz Pflichtangabe müssen ausgefüllt sein.

Zum Beispiel: was aufgefallen ist, wo der Abschnitt liegt, was schon gemessen oder geschaltet wurde.

Ein paar schnelle Kreuze – wenn Sie mögen

Alles freiwillig. Kreuzen Sie an, was passt – gern auch mehreres. Was Sie nicht wissen, lassen Sie einfach frei.

Was ist der Anlass?
Welche Nennweiten, grob?
Welche Unterlagen liegen vor?
Abschnitt, Straßenzug oder Schachtnummer – was eben bezeichnet ist.
Bis zu acht Dateien, je höchstens 12 MB, zusammen 40 MB. JPG, PNG, HEIC, WebP oder PDF. Am hilfreichsten: der Bestandsplan des Abschnitts und die letzte Messreihe.

Telefon oder E-Mail – eines von beiden brauchen wir, um zu antworten.

Wie wir mit Ihren Angaben umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.

Wir melden uns bei Ihnen. Ihre Angaben gehen ausschließlich an dienstleistung@cft.at und werden nicht weitergegeben.

Schildern Sie den Fall.

Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.

Anrufen +43 (0) 2252 53169

Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.

Wir kommen nicht, um zu suchen. Wir sind hier, um zu finden.

Die Entwicklung der Leitungs- und Rohrsuche, von rechts nach links: Wünschelrute, Sondierstab, elektromagnetischer Empfänger, Georadar.