Trinkwassernetz · Ortung
Rohrbruch- und Lecksuche im Versorgungsnetz in Wien, Niederösterreich und Burgenland
Ein Rohrbruch im Versorgungsnetz zeigt sich selten dort, wo er ist. Wasser wandert entlang der Künette, tritt hundert Meter weiter aus oder gar nicht. CFT grenzt den verlustbehafteten Abschnitt ein, hört ihn unter Betriebsdruck ab und setzt die Marke erst, wenn das Geräuschmaximum eindeutig ist. Bleibt das Leck akustisch stumm, wird es mit Ortungsgas gesucht; was gemessen wurde, steht in beiden Fällen im Protokoll. So bleibt es bei einer überschaubaren Künette, statt den Strang zwischen zwei Schiebern der Länge nach zu öffnen. Melden Sie den Verlust unter +43 (0) 2252 53169 oder schriftlich an office@cft.at, dann klären wir Netzabschnitt, Schieberzugang und Termin.
Was wir vor Ort tun
Unter Betriebsdruck korrelieren wir die Segmente ab oder horchen uns Armatur für Armatur voran; steigt der Geräuschpegel, wird mit dem Geophon feingeortet. Bildet sich kein Leckgeräusch ab – weil der Verlust zu gering ist oder die Leitung in einem Wassersack liegt –, arbeiten wir mit Ortungsgas; dafür muss der Abschnitt außer Betrieb. Aufgraben und Instandsetzen übernehmen wir nicht.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Verfahren | Korrelationsmessung unter Betriebsdruck, Vorhorchen an den Armaturen, Feinortung mit dem Geophon, Leckortung mit Ortungsgas, Trassenortung mit Georadar auf Wunsch |
|---|---|
| Einsatzbereich | Kommunale Ortsnetze, Verbands- und Zuleitungen, Löschwasserleitungen, industrielle Werksnetze |
| Dauer | Halber bis ganzer Tag, je nach Genauigkeit der Voreingrenzung des Verlustes |
| Ergebnisformat | Schadensprotokoll als PDF, Markierung auf der Oberfläche |
| Einsatzgebiet | Wien, Niederösterreich und Burgenland |
Für Wasserversorger
Der Anruf kommt meist am selben Tag: Der Druck im Ortsteil fällt ab, ein Hausanschluss meldet Trübung, oder der Hochbehälter kommt nicht mehr auf Füllstand. Was Sie brauchen, ist keine Vermutung, sondern ein Kreidekreuz auf dem Asphalt: Die Schadstelle wird an der Oberfläche markiert, und die Künette lässt sich danach auf diese eine Stelle planen, statt den Strang der Länge nach zu öffnen. Wie tief die Leitung liegt, sagen wir nicht – das steht in Ihrer Bestandsführung. CFT gräbt nicht und repariert nicht. Gearbeitet wird in Wien, Niederösterreich und Burgenland, mit eigenen Leuten: kurze Anfahrt und kurzfristige Termine.
Was das im Betrieb heißt
Auf Werksgeländen, in Löschwasserringen und auf Verbandsleitungen kommen erschwerende Randbedingungen dazu: Maschinenlärm, der ein störarmes Zeitfenster nötig macht, Absprachen mit der Werksfeuerwehr, Zutrittsregelungen und Sicherheitsunterweisungen. Das wird vor dem Einsatz geklärt, nicht am Tor. Für Rahmenverträge lässt sich die Leistung nach Segmenten und Einsatztagen beschreiben, getrennt von der vorgelagerten Wasserverlustanalyse.
So läuft der Einsatz ab
1. Abgrenzen. Aus Verbrauchsmengen, Druckverläufen und Schieberstellungen wird der verlustbehaftete Abschnitt bestimmt. Liegt ein Verlustprofil aus einer Wasserverlustanalyse vor, beginnt der Einsatz an dieser Stelle.
2. Trassenlage klären. Wo die Leitung liegt und aus welchem Werkstoff sie ist, weiß Ihr Wassermeister. Diese Angaben kommen von Ihnen und sind die Grundlage für alles Weitere. Sind sie nicht bekannt oder nur ungenau überliefert, dauert die Ortung länger – das ist der häufigste Grund, warum ein Einsatz aus dem Rahmen läuft. Auf Wunsch nehmen wir die Trasse selbst auf, mit Georadar.
3. Vorortung unter Betriebsdruck. Die Segmente werden abkorreliert, oder wir horchen uns Armatur für Armatur voran – von Schieberkappe zu Schieberkappe, den Saalbach als Horchstange auf der Spindel. Wo der Geräuschpegel gegenüber den Nachbarpunkten ansteigt, ist der Abschnitt eingegrenzt. Bei hohem Störpegel wird ein störarmes Zeitfenster vereinbart.
4. Feinortung. Auf dem eingegrenzten Stück folgt das Geophon im engen Raster, bis das Geräuschmaximum eindeutig ist. Bildet sich gar kein Leckgeräusch ab, geht es nicht enger – dann steht die Entscheidung für das Ortungsgas an, und die will vorbereitet sein.
5. Markieren und übergeben. Die Stelle wird an der Oberfläche markiert und im Protokoll festgehalten. Sie bekommen die Unterlagen, bevor die Künette geöffnet wird.
Technik und Verfahren
Korrelationsmessung unter Betriebsdruck
Zwei Sensoren werden an zugänglichen Punkten desselben Abschnitts angesetzt, etwa an Schiebern oder Hydranten; aus der Laufzeitdifferenz des Leckgeräuschs wird die Position auf der Strecke berechnet, auch dort, wo Kunststoff das Geräusch an der Oberfläche dämpft. Nötig sind zwei ankoppelbare Punkte und belastbare Angaben zu Rohrlänge, Material und Durchmesser.
Vorhorchen an den Armaturen
Wo nicht korreliert wird, wird gehorcht: von Schieberkappe zu Schieberkappe, jede Armatur einzeln, der Saalbach steht dabei auf der Spindel und überträgt das Geräusch aus der Leitung nach oben. Verglichen wird nicht gegen einen Absolutwert, sondern gegen die Nachbarpunkte – ein erhöhter Pegel sagt, in welche Richtung es weitergeht. Das ist die Vorortung, nicht die Stelle: Sie grenzt den Abschnitt ein, in dem das Geophon anschließend arbeitet.
Feinortung mit dem Geophon
Austretendes Wasser erzeugt an der Schadstelle ein Fließ- und Reibungsgeräusch, das sich über Rohrwand und Erdreich ausbreitet. Das Geophon wird im engen Raster über der Trasse aufgesetzt und sucht das Maximum; dort wird markiert. PVC und PEHD dämpfen den Schall stark, niedriger Betriebsdruck macht das Geräusch leiser, und Maschinenlärm überdeckt es.
Leckortung mit Ortungsgas
Manchmal bildet sich schlicht kein Leckgeräusch ab: Der Verlust ist zu gering, oder die Leitung liegt in einem Wassersack, in dem der Austritt keinen verwertbaren Schall erzeugt. Dann führt der Weg über das Gas. Der Abschnitt wird mit Ortungsgas beaufschlagt; es steigt durch das Erdreich auf und tritt – je nach Bodenversiegelung – direkt über der Leckage aus, wo das Spürgerät es anzeigt.
Der Abschnitt muss dafür außer Betrieb genommen werden. Das ist keine Nebenbedingung, sondern der eigentliche Aufwand des Verfahrens: Vorher wird abgesperrt, sämtliche Hausanschlüsse werden geschlossen, und alle anliegenden Grundstückseigentümer müssen verständigt sein. Erst dann kann das Gas eingebracht werden.
Die Verständigung ist nicht unsere Sache. Sie liegt bei der Gemeinde, beim Wasserversorger oder beim Wassermeister – bei dem also, der die Anschlüsse und ihre Eigentümer kennt. Ohne diese Vorarbeit wird nicht gemessen; deshalb gehört sie in die Terminplanung und nicht an den Messtag.
Trassenortung mit Georadar, auf Wunsch
Der Regelfall ist, dass Trassenlage und Werkstoff aus Ihrer Bestandsführung kommen. Fehlen sie, können wir die Leitung selbst suchen: Das Bodenradar erfasst Schichtgrenzen und Objekte im Untergrund und macht damit auch Stränge sichtbar, die auf keinem Plan stehen und kein Signal aufnehmen. In bindigem oder feuchtem Untergrund nimmt die Eindringtiefe ab, und das Radarbild wird interpretiert, nicht abgelesen. Das ist eine eigene Position und kein Bestandteil der Leckortung.
Was Sie bekommen
Auf der Oberfläche steht die Marke, alles Weitere finden Sie im Schadensprotokoll: Lage der Schadstelle, verwendete Verfahren, Randbedingungen der Messung und Fotos. Geortet wird die Austrittsstelle, nicht die Einbaulage der Leitung. Das Protokoll kommt als PDF.
Kosten und Aufwand
Der Aufwand richtet sich nach Netzabschnitt, Rohrwerkstoff, Zugänglichkeit und danach, ob eine Vorortung vorliegt; der Kostenrahmen wird vor dem Einsatz telefonisch abgestimmt. Eine Gebäudeversicherung greift hier in der Regel nicht, weil der Schaden im Versorgungsnetz liegt.
Häufige Fragen und Antworten
Was, wenn die Leitung aus Kunststoff ist?
Dann wird die Suche aufwendiger, aber nicht unmöglich: PVC und PEHD dämpfen das Leckgeräusch, weshalb enger gerastert, in einem störarmen Zeitfenster gemessen und vor allem korreliert wird. Bleibt es trotzdem stumm, ist das Ortungsgas der nächste Schritt.
Muss das Wasser für die Ortung abgestellt werden?
Für die akustische Ortung nicht – im Gegenteil: Sie braucht Druck auf der Leitung, weil erst das austretende Wasser das Geräusch erzeugt. Abgesperrt wird dabei nur zum Abgrenzen einzelner Segmente.
Anders beim Ortungsgas. Bleibt das Leck akustisch stumm und wird auf Gas umgestellt, muss der Abschnitt außer Betrieb, alle Hausanschlüsse sind zu schließen, und die anliegenden Grundstückseigentümer müssen verständigt sein – verständigt von der Gemeinde, vom Wasserversorger oder vom Wassermeister, nicht von uns. Das ist der Grund, warum diese Entscheidung vor dem Termin fällt und nicht während des Einsatzes.
Wie genau ist die Markierung?
Ziel ist eine Markierung, die eine einzelne Künette rechtfertigt. Wie eng das gelingt, hängt von Werkstoff, Verlegetiefe, Überdeckung und Störpegel ab. Bleibt eine Unschärfe, wird sie im Protokoll benannt, statt eine Genauigkeit zu behaupten.
Können Sie den Schaden gleich beheben?
Nein. CFT ortet, markiert und protokolliert; die Instandsetzung übernehmen Ihre eigene Partie, ein Installateur oder das Bauunternehmen. Diese Trennung hält den Befund neutral.
Passende weitere Leistungen
Wasserverlustanalyse für Wassernetze
Grenzt vorab ein, in welchen Segmenten die Feinortung überhaupt lohnt.
Schieberwartung im Wassernetz
Dichte, gangbare Schieber sind die Voraussetzung, um ein Segment im Störfall abtrennen zu können.
Protokollierte Druckprüfung
Weist nach der Instandsetzung nach, dass der Abschnitt wieder dicht ist.
Schildern Sie den Befund.
Je genauer Sie den Befund beschreiben, desto gezielter kommen wir an. Pläne, Messwerte und Fotos helfen uns, das Verfahren schon vorher festzulegen.
Was danach passiert
- Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
- Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
- Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.
Lieber sprechen?
+43 (0) 2252 53169
Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00
Schildern Sie den Fall.
Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.
Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.