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Fragen und Antworten

Häufige Fragen zu allen Leistungen.

Jeder Eintrag kommt von der zuständigen Leistungsseite: die Verfahren aus ihrem Abschnitt „Technik und Verfahren“, die Fragen aus echten Einsätzen. Suchen Sie frei – oder springen Sie direkt in den Fachbereich.

Leckortung 26 Fragen · 27 Verfahren

Leckortung am Flachdach

Häufige Fragen

Warum liegt das Leck fast nie über dem Fleck?

Weil das Wasser zwischen Abdichtung und Dämmung seitlich weiterläuft, bis es eine Öffnung nach innen findet – meist eine Durchdringung oder eine Stoßfuge in der Dampfsperre. Deshalb wird die Fläche geprüft, nicht die Stelle über dem Fleck.

Mein Dach ist bekiest oder begrünt. Geht das trotzdem?

Ja, aber mit anderem Aufwand: Kies und Bewuchs müssen im Prüfbereich abgeräumt werden. Im kleinen Rahmen räumen wir die Beschüttung selbst ab; größere Flächen müssen von einem Dachdecker freigeräumt werden.

Muss es regnen, damit Sie etwas finden?

Nein. Potentialdifferenzverfahren, Wasserstandsprobe und Farbspülung erzeugen die Prüfbedingung selbst. Anhaltender Regen ist trotzdem hinderlich.

Reparieren Sie die gefundene Stelle gleich mit?

Nein. Wir orten, markieren und protokollieren; ausgeführt wird von Ihrem Dachdecker oder Spengler.

Geht das auch auf der Dachterrasse oder am Balkon?

Ja. Terrassen, Balkone und Tiefgaragendecken gehören zum Einsatzbereich: Geprüft wird die Abdichtungsebene, und die Verfahren sind dieselben wie am Flachdach.

Zahlt die Versicherung die Leckortung am Flachdach?

Ist der Schaden bei der Gebäudeversicherung gemeldet, werden die Ortungskosten in der Regel im Rahmen der Trace-and-Access-Deckung übernommen. Den Bildbericht erstellen wir so, dass er der Versicherung vorgelegt werden kann; im Gewährleistungsfall dient derselbe Bericht gegenüber dem ausführenden Betrieb.

Technik und Verfahren

Potentialdifferenzverfahren (Nassverfahren)

Die Abdichtungsbahn ist ein elektrischer Isolator, der Untergrund darunter ist leitfähig: Wird die befeuchtete Oberfläche unter Spannung gesetzt, fließt Strom nur dort, wo die Abdichtung ein Loch hat, und die Messelektroden zeigen die Richtung zur Fehlstelle. So wird jedes einzelne Loch gefunden, auch unter Auflast, sobald das Prüffeld freigelegt ist. Bei metallkaschierten Bahnen, fehlendem leitfähigem Untergrund oder bereits durchnässter Dämmung ist das Verfahren nur eingeschränkt anwendbar.

Wasserstandsprobe

Ein abgegrenztes Dachsegment wird angestaut und der Wasserstand über eine festgelegte Zeit beobachtet; Verdunstung und Niederschlag werden über ein mitgefülltes Referenzgefäß im Prüffeld herausgerechnet. Bleibt das Segment hinter dem Referenzgefäß zurück, ist es undicht – das Ergebnis sagt allerdings nur, ob ein Segment undicht ist, nicht an welcher Stelle, und Statik und Ableitung des Wassers sind vorab zu klären.

Farbspülung

Dem Wasser wird ein Farbstoff zugegeben und der Verdachtsbereich beaufschlagt. Tritt die Farbe innen aus, ist der Wasserweg bewiesen und nicht nur vermutet; in kiesbedeckten oder begrünten Aufbauten wird die Farbe stark verdünnt.

Beaufschlagt wird in Ebenen, von unten nach oben. Wir beginnen auf der Bodenebene; zeigt sich dort nichts, wird die nächsthöhere Ebene bewässert. Dabei setzen wir mehrere Farben gezielt nebeneinander ein, um die Bereiche gegeneinander abzugrenzen – am Austritt ist dann ablesbar, welcher Bereich das Wasser führt. So arbeiten wir uns Ebene für Ebene nach oben, bis sich ein Ergebnis zeigt.

Das Verfahren braucht Zeit, und zwar nicht unsere, sondern die des Wassers: Der gefärbte Austritt zeigt sich im Raum darunter oft erst nach einem bis vier Tagen, weil das Wasser den Weg durch den Aufbau erst finden muss. Am Tag der Beaufschlagung ist deshalb regelmäßig noch nichts zu sehen. Zur Farbspülung gehört daher eine Nachkontrolle des Innenbereichs – nicht als Zusatzleistung, sondern weil das Verfahren ohne den zweiten Blick kein Ergebnis hat. Wir vereinbaren den Kontrolltermin gleich beim ersten Einsatz. Kontrollmessungen werden nach Zeitaufwand und Anfahrtsaufwand zusätzlich verrechnet.

Thermografie am Dachaufbau

Durchfeuchtete Dämmung speichert Wärme anders als trockene: Nach Sonneneinstrahlung kühlt eine nasse Zone langsamer ab und zeichnet sich im Wärmebild ab. Das Verfahren zeigt die Ausdehnung der Nässe, nicht das Loch, und braucht ein ausreichendes Temperaturgefälle.

Feuchtemessung im Innenraum

Gemessen wird vor allem innen: Wir gehen im Raum unter dem Dach die Spuren des Wassereintritts ab und halten fest, wie feucht sie sind. Damit ist zu unterscheiden, ob ein Eintritt noch frisch ist oder längst abgetrocknet – dem Fleck an der Decke sieht man das nicht an.

Leckortung an Heizungsanlagen

Häufige Fragen

Muss ich vor dem Termin nachfüllen oder gerade nicht?

Bitte nicht kurz vor dem Termin nachfüllen: Ein unverfälschter Druckverlauf ist die beste Ausgangslage. Notieren Sie stattdessen die Manometerstände mit Datum.

Kann der Druckabfall auch ohne Leck auftreten?

Ja, häufiger als vermutet. Ein Ausdehnungsgefäß mit verlorenem Vordruck, ein tropfendes Sicherheitsventil oder Luft in der Anlage erzeugen dasselbe Symptom – und werden ohne Estricharbeit behoben.

Kann im Winter gemessen werden?

Ja. Für die Druckprüfung muss die Anlage ohnehin abgekühlt sein – im Winter heißt das, die Heizung vor dem Termin rechtzeitig abzustellen, sonst spülen wir sie vor Ort durch. Für die Thermografie ist ein Temperaturunterschied sogar nötig, und für die Ortungsgas-Messung ist der Kreis entleert und damit vorübergehend kalt.

Findet man ein Leck in der Fußbodenheizung ohne Aufstemmen?

Die Ortung arbeitet zerstörungsfrei von der Oberfläche aus. Geöffnet wird erst nach der Markierung, an einer Stelle, von Ihrem Installateur.

Technik und Verfahren

Druckverlustanalyse über Zeit

Vor allem anderen steht die Vorprüfung: Verliert die Heizung überhaupt Wasser, oder liegt es an etwas anderem? Je genauer das vorab geklärt ist, desto besser. Ist der verdächtige Kreis bereits bekannt, prüfen wir gezielt und kommen schneller zu einem Ergebnis.

Geprüft werden kann nur an einer abgekühlten Anlage, die Raumtemperatur hat – das gilt auch dann, wenn der Kreis schon eingegrenzt ist. Ist die Anlage beim Termin noch warm, spülen wir sie vor Ort durch; je nach Größe der Heizung dauert das mehrere Stunden. Erst danach ist sie vorbereitet. Geprüft wird anschließend jeder Kreis einzeln.

Die Vorprüfung übernehmen wir auf Wunsch selbst. Sie braucht dann mehrere Kontrolltermine, an denen die Anlage beobachtet wird, bevor die eigentliche Druckprüfung und die Lecksuche beginnen.

Ortungsgas

Der Kreis wird entleert und mit Prüfgas befüllt: Dessen Wasserstoffanteil tritt schon an kleinsten Fehlstellen aus, steigt durch Estrich und Belag auf und wird an der Oberfläche mit dem Spürgerät angezeigt; in der verwendeten Mischung ist das Gas nicht zündfähig. Dichte Beläge und Folien lenken es seitlich ab, sodass der Austrittspunkt neben der Fehlstelle liegen kann.

Thermografie am Heizkreis

Wird ein einzelner Kreis warm gefahren, während die übrigen abgesperrt bleiben, zeichnet sich sein Verlauf im Wärmebild ab, und eine Austrittsstelle zeigt sich oft als abweichend warme Zone. Bei dicken Estrichen oder Teppich ist der Verlauf nur schwach erkennbar.

Kreisweise Eingrenzung am Verteiler

Am Heizkreisverteiler wird jeder Kreis einzeln abgesperrt und beobachtet, welcher den Druck nicht hält. Der Schritt kostet wenig und reduziert die zu untersuchende Fläche von der ganzen Wohnung auf einen Raum; er setzt einen zugänglichen Verteiler mit funktionierenden Absperrungen voraus.

Rohrbruch im Gebäude

Häufige Fragen

Muss ich das Wasser vor dem Termin abstellen?

Nein. Absperren und Entleeren gehören zum Verfahren und machen wir selbst: Für die Druckprüfung wird der Abschnitt abgesperrt, für eine Ortungsgas-Messung zusätzlich entleert. Sie müssen nur dafür sorgen, dass Zähler, Verteiler und Absperrventile zugänglich und funktionstüchtig sind.

Mein Wasserzähler steht still – warum ist die Wand trotzdem feucht?

Ein stehender Zähler schließt die Trinkwasserleitung weitgehend aus, nicht aber Heizung, Abwasser, Regenwasser oder Feuchte von außen. Diese Abgrenzung ist Aufgabe der Ortung – sie entscheidet, welches Gewerk gebraucht wird.

Wird bei der Ortung etwas aufgestemmt?

Nein, alle genannten Verfahren arbeiten von der Oberfläche aus. Geöffnet wird erst nach der Ortung, an der markierten Stelle, von Ihrem Installateur.

Und wenn kein Leck gefunden wird?

Dann steht das im Bildbericht, mit den geprüften Abschnitten und den ausgeschlossenen Ursachen. Auch das ist ein Ergebnis: Es verhindert, dass an der falschen Stelle aufgegraben wird.

Technik und Verfahren

Protokollierte Druckprüfung an Kalt-, Warmwasser- und Heizungsleitungen

Der verdächtige Abschnitt wird abgesperrt und unter einen festgelegten Druck gesetzt; über die Standzeit wird aufgezeichnet, ob und wie schnell er fällt. Das trennt die dichte Leitung von der undichten, bevor die eigentliche Lecksuche beginnt. Temperaturänderungen im Rohr verschieben den Druck auch ohne Leck – deshalb wird über die Zeit protokolliert und nicht nach einem Blick auf das Manometer entschieden.

Feuchtigkeitsmessung

Estrich, Putz und Dämmschicht werden mit Messgeräten abgetastet und die Werte über die Fläche verglichen. So zeigt sich, wie weit die Nässe reicht und wo sie am größten ist. Ein einzelner Wert sagt dabei wenig: Salze im Mauerwerk, Restfeuchte aus der Bauzeit und Kondensat erzeugen ähnliche Anzeigen. Erst das Muster über viele Punkte ergibt ein Bild.

Thermografie

Eine Wärmebildkamera zeigt Temperaturunterschiede an der Oberfläche; ein Warmwasserleck zeichnet sich als Fahne ab. Die Kamera sieht Temperatur, nicht Wasser – Dämmschichten, Sonneneinstrahlung und Fußbodenheizung erzeugen ähnliche Muster. Thermografie grenzt ein, sie beweist allein nichts.

Ortungsgas

Die Leitung wird abgesperrt, entleert und mit einem Prüfgas befüllt. Das Gas tritt an der Fehlstelle aus, wandert durch Estrich oder Erdreich nach oben und wird an der Oberfläche angezeigt; dichte Beläge können es seitlich ableiten.

Optische Kanalinspektion

Eine Kamera wird durch die Abwasserleitung geführt und zeichnet den Verlauf auf. Risse, Scherben, Wurzeln, offene Muffen und Rückstau lassen sich so am Bild belegen, mit Meterangabe ab dem Einstieg. An der Oberfläche können Schäden anhand einer eingebauten Sonde direkt markiert werden. Vorausgesetzt sind ein zugänglicher Einstieg und eine gespülte Leitung – auf einer belegten Rohrwand sieht die Kamera den Schaden nicht.

Endoskopie

Durch eine kleine Bohrung wird eine Sonde in den Hohlraum geführt: Vorwandinstallation, Schacht, abgehängte Decke, Estrichhohlraum. Das ersetzt das Aufstemmen an der Verdachtsstelle – gesehen wird, was hinter dem Bauteil liegt, mit einem Eingriff von wenigen Millimetern.

Farbspülungen

Dem Wasser wird ein Farbstoff zugesetzt und der verdächtige Strang gespült. Tritt die Farbe an der feuchten Stelle aus, ist der Weg belegt: Das trennt Abwasser von Trinkwasser und einen Strang vom Nachbarstrang. Das Verfahren zeigt den Zusammenhang, nicht den Millimeter – die genaue Stelle liefern die Ortungsverfahren.

Wasserstandsproben

Ein abgesperrter Bereich wird gefüllt und der Wasserstand über die Zeit abgelesen – bei Schächten, Becken und stehenden Leitungsabschnitten. Fällt der Stand, ist der Abschnitt undicht, und die Absenkung je Stunde sagt, wie groß der Austritt ist. Verdunstung an offenen Flächen wird gegengerechnet, sonst misst man das Wetter mit.

Elektromagnetische Rohrortung und Sondenortung

Vor der Suche muss klar sein, wo die Leitung verläuft: Auf metallische Leitungen wird ein Ortungssignal aufgegeben und an der Oberfläche verfolgt, in nichtmetallische Rohre eine Sonde eingeschoben. Parallel laufende Leitungen und Bewehrung können das Signal verschleppen, deshalb wird an mehreren Punkten gegengeprüft.

Schwimmbecken und Pool

Häufige Fragen

Wie viel Wasserverlust ist noch normal?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, weil Verdunstung von Luft- und Wassertemperatur, Wind, Abdeckung und Badebetrieb abhängt. Bewertet wird deshalb die Differenz zum Verdunstungsabgleich.

Muss ich das Becken für die Ortung entleeren?

Das hängt vom Verdacht und von der Beckenart ab, und wir sagen es Ihnen vor dem Termin. Die Vakuumglocke braucht eine freiliegende, zugängliche Stelle – für Schweißnähte, Düsen und Skimmer heißt das in der Regel: leeres Becken. Ein leeres Becken bleibt dabei nicht unbeobachtet, es kann sich durch Auftrieb oder Erddruck bewegen.

Der Spiegel bleibt immer auf Höhe der Einlaufdüsen stehen. Was heißt das?

Dass die Fehlstelle sehr wahrscheinlich auf dieser Höhe liegt – sinkt der Spiegel darunter, kann nichts mehr abfließen. Das grenzt die Suche auf Einbauteile und Beckenwand ein.

Gilt das auch für Schwimmteiche?

Ja, mit anderer Gewichtung: Bei naturnahen Anlagen liegt der Verlust häufiger an der Folienabdichtung, am Übergang zum Regenerationsbereich oder an durchwurzelten Stellen.

Technik und Verfahren

Verdunstungsabgleich

Ein mit Beckenwasser gefüllter Behälter wird schwimmend oder am Beckenrand platziert; er verdunstet unter denselben Wetterbedingungen wie die Beckenfläche, verliert aber kein Wasser durch Undichtheit. Die Differenz zwischen Behälter- und Beckenpegel über dieselbe Zeit ist der tatsächliche Verlust – und nebenbei zeigt sich, auf welcher Höhe der Pegel stehen bleibt. Wind, Badebetrieb, Rückspülungen und Regen verfälschen den Vergleich, deshalb wird die Nutzung während der Messzeit protokolliert.

Das Schöne an diesem Abgleich: Er braucht kein Messgerät und keinen Techniker, nur einen Behälter, einen Zettel und ein paar Tage Geduld – deshalb liegt er am besten bei Ihnen, und wir erklären Ihnen am Telefon gern, wie er geht. Verpflichtend ist er nicht; wir können den Verlust auch vor Ort eingrenzen. Liegen Ihre Notizen aber schon vor, beginnt der Einsatz nicht bei der Frage, ob der Pool überhaupt undicht ist, sondern gleich bei der Suche nach der Stelle – das verkürzt den Termin spürbar, und die gesparte Zeit sehen Sie direkt auf der Rechnung.

Dichtheitsprüfung mit der Vakuumglocke

Auf die verdächtige Stelle – Folienschweißnaht, Düse, Skimmer, Fuge – wird eine Glocke aufgesetzt, die für genau diesen Einsatz gebaut ist, und darunter ein Unterdruck aufgebaut. Hält das Vakuum, ist das Bauteil dicht. Fällt es ab, zieht die Stelle Luft, und die Abdichtung ist dort offen.

Das ist der Unterschied zu einer Sichtprüfung: Das Verfahren beurteilt keine Fläche und bewertet keinen Verdacht, es prüft ein einzelnes Bauteil und antwortet mit Ja oder Nein. Die Glocke braucht dafür eine zugängliche, freiliegende Stelle – deshalb entscheidet der Verdacht, ob das Becken für die Prüfung entleert wird.

Aus demselben Grund ist die Wiederholung nach der Reparatur kein Zusatz, sondern der zweite Teil desselben Verfahrens: Erst sie zeigt am selben Bauteil, ob die Stelle dicht geworden ist.

Druckprüfung der Verrohrung

Einzelne Leitungsstränge werden im Technikschacht abgesperrt und mit Druck beaufschlagt. Hält ein Strang den Druck und ein anderer nicht, ist die undichte Leitung bestimmt, ohne dass ein Quadratmeter Belag geöffnet wurde. Verklebte Sammelleitungen ohne Trennpunkt lassen sich nicht einzeln beurteilen.

Optische Inspektion mit TV-Kamera und Ortungssonde

Eine ultraflexible Kamera für Rohrdurchmesser von DN 30 bis DN 70 wird in die Düsenleitungen und die übrige Verrohrung eingeschoben. Sie ist für genau die engen Querschnitte und Bögen gebaut, an denen eine gewöhnliche Kanalkamera nicht mehr weiterkommt. Damit sehen wir eine Fehlstelle, die Druckprüfung oder Vakuumglocke eingegrenzt haben, direkt im Rohr – ein Riss, eine offene Muffe, eine gelöste Verklebung. Die Bestätigung mit dem eigenen Auge nimmt der Reparatur das letzte Restrisiko: Geöffnet wird erst, wenn feststeht, was dort liegt.

Im Kamerakopf sitzt zusätzlich eine Ortungssonde. Steht die Kamera an der Schadstelle, wird ihr Signal an der Oberfläche angepeilt – die Markierung sitzt damit genau über dem Bild, das die Fehlstelle zeigt, nicht über einer gerechneten Entfernung. Auf demselben Weg wird der Leitungsverlauf für die Verrohrungsskizze abgefahren. Ein eigener Ortungsgang mit separater Sonde entfällt dadurch; nur Bewehrung im Beton kann die Peilung verziehen.

Wasserschaden ermitteln

Häufige Fragen

Sie messen an einer Stelle, feucht ist es aber woanders. Warum?

Weil Wasser dem Gefälle folgt, nicht der Sichtbarkeit: Es läuft auf Rohren und Rohdecken weiter und tritt dort aus, wo der Aufbau es zulässt. Die Kartierung sucht deshalb den Rand der feuchten Fläche und ihren höchsten Punkt.

Ist Schimmel automatisch ein Wasserschaden?

Nein. Schimmel entsteht auch durch Kondensat an kalten Bauteilen, ganz ohne Leitung. Feuchte aus einer Leckage zeigt ein anderes Tiefenprofil als oberflächliches Kondensat.

Können Sie sagen, seit wann der Schaden besteht?

Eine belastbare Datierung leistet keine Messung. Wir dokumentieren den Zustand am Messtag und können bei einer Wiederholungsmessung Ausbreitung oder Rücktrocknung belegen.

Trocknen Sie den Schaden auch?

Nein. Von uns kommt die Ermittlung des Schadens: Ursache orten, Stelle markieren, Befund festhalten. Getrocknet wird von einem Partnerbetrieb, an den wir Sie auf Wunsch weitervermitteln – Geräte, Ablauf und Nachweis liegen dann bei ihm. Wie das zusammenspielt, steht unter Bautrocknung. Solange Wasser nachläuft, wird ohnehin nicht getrocknet, sonst arbeitet die Trocknung gegen eine laufende Quelle.

Technik und Verfahren

Feuchtemessung

Die Feuchtigkeitsanalyse stützt sich auf zwei Messprinzipien, die einander ergänzen: Kapazitive Geräte tasten zerstörungsfrei den oberflächennahen Bereich ab und eignen sich, um eine Fläche schnell abzugehen; Widerstandsmessungen mit Elektroden liefern Werte aus definierter Tiefe, erfordern aber kleine Einstiche. Beide liefern Vergleichs-, keine Absolutwerte – Salze aus Altschäden erhöhen die Anzeige der Widerstandsmessung, Metall und wechselnde Rohdichte stören die kapazitive. Ein absoluter Feuchtegehalt ist nur über Darr- beziehungsweise CM-Probe zu bekommen.

Thermografie

Feuchte Bauteile sind durch Verdunstung kühler als trockene, die durchfeuchtete Fläche zeichnet sich im Wärmebild deshalb oft mit erkennbaren Rändern ab. Ein Thermogramm zeigt Temperatur, keine Feuchte – Wärmebrücken und Heizkreise erzeugen ähnliche Bilder, weshalb jeder Verdacht mit einer Feuchtemessung belegt wird.

Endoskopie

Liegt der Verdacht in einem Hohlraum – abgehängte Decke, Vorsatzschale, Estrichdämmschicht, Installationsschacht – wird eine kleine Kamera durch eine Bohrung von wenigen Millimetern eingeführt. So werden stehendes Wasser, Ablaufspuren und Korrosion sichtbar, ohne die Konstruktion zu öffnen.

Kameragestützte Rohrinspektion

Steht eine Abwasser- oder Regenwasserleitung im Verdacht, wird sie mit einer Kamera befahren: Risse, offene Muffen, Wurzeleinwuchs und Fremdanschlüsse werden sichtbar, die Fehlstelle lässt sich über eine Sonde an der Oberfläche markieren. Feine Risse in gefüllten Abschnitten bleiben verdeckt.

Druckprobe zur Abgrenzung

Um eine Leitung als Ursache auszuschließen, wird der Abschnitt abgesperrt und beobachtet, ob der Druck hält. Das trennt Leitungswasser von Feuchte aus dem Bauwerk, sagt aber nicht, wo der Abschnitt undicht wäre.

Bautrocknung nach Wasserschaden

Häufige Fragen

Führen Sie die Trocknung selbst durch?

Nein. Wir orten die Ursache und dokumentieren sie. Geräte stellen, trocknen, den Verlauf messen und den Endzustand nachweisen gehört nicht zu unserer Leistung.

Können Sie sagen, wie lange die Trocknung dauert?

Nein. Das hängt von Aufbau, Durchfeuchtung und Raumklima ab und ergibt sich erst im Verlauf – beides liegt beim Trocknungsbetrieb. Eine Zahl von uns wäre geraten.

Wen vermitteln Sie?

Wir arbeiten mit einem Partnerbetrieb zusammen und stellen den Kontakt auf Wunsch her. Sie sind daran nicht gebunden und können jeden anderen Betrieb beauftragen.

Muss die Ursache vor der Trocknung gefunden sein?

Aus unserer Sicht ja: Solange Wasser nachläuft, arbeitet jede Trocknung dagegen an. Deshalb ist die Ortung der erste Schritt.

Verfahren: Ortung der Schadensursache, zerstörungsfrei · Markierung der Stelle am Bauteil · Weitervermittlung an einen Trocknungsbetrieb auf Wunsch

Kanal und Abwasser 32 Fragen · 29 Verfahren

3D-Inspektion und Abzweiger

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich das von einer normalen Kamerabefahrung?

Die normale Befahrung fährt den Strang gerade durch und bewertet seinen Zustand. Die 3D-Abzweigeruntersuchung beantwortet die Frage nach dem Verlauf: welche Abgänge existieren und wie das Netz unter dem Haus zusammenhängt. In vielen Fällen ergänzen sich beide.

Wie viele Abzweiger hintereinander sind befahrbar?

Mehrere hintereinander – eine feste Höchstzahl nennen wir nicht. Wo der Kopf nicht mehr durchkommt, endet die Aufnahme; der erreichte Punkt wird als Endpunkt vermerkt und an der Oberfläche markiert, damit dort später angesetzt werden kann.

Bis in welche Rohrgrößen kommt der abbiegefähige Kopf?

Der Einsatzbereich liegt bei DN 100 bis DN 200. Darunter fehlt der Platz zum Abbiegen, darüber arbeiten in der Regel Fahrwagen mit schwenkbarem Kopf wirtschaftlicher.

Ersetzt die Verlaufsskizze einen Plan?

Sie ist eine belastbare Grundlage, aber kein vermessener Plan. Wenn Sie es lagegenau brauchen – etwa weil über der Trasse gebaut werden soll –, messen wir die markierten Punkte zusätzlich mit GPS oder Totalstation ein. Wo der Satellitenempfang nicht reicht, zwischen Hauswänden oder unter Bewuchs, übernimmt das die Totalstation.

Muss vorher gereinigt werden?

Wir empfehlen es. Der abbiegefähige Kopf braucht eine freie Abzweigöffnung; in einem zugesetzten Rohr bleibt der Abgang unentdeckt.

Reparieren Sie den Schaden gleich mit?

Nein. CFT ortet, markiert, dokumentiert und übergibt; ausgeführt wird von Ihrem Installateur oder Ihrer Rohrsanierungsfirma. Genau deshalb sind Skizze und Standbilder ausführlich.

Technik und Verfahren

Mehrfach abbiegefähige Kameratechnik

Ein starrer Kamerakopf fährt am Abzweig vorbei; ein mehrfach abbiegefähiger Kopf biegt ein und fährt weiter – auch über mehrere Abzweigungen hintereinander. Damit wird der Teil des Netzes erreichbar, der bei einer normalen Befahrung nur als dunkles Loch erscheint. Gearbeitet wird von DN 100 bis DN 200; wo der Kopf nicht durchkommt, endet die Aufnahme und wird als Endpunkt vermerkt.

Digitale Rekonstruktion des Rohrnetzverlaufs

Während der Fahrt wird der zurückgelegte Weg mit Richtungs- und Neigungsänderungen erfasst und daraus der Netzverlauf digital dargestellt. Die Darstellung ist ein Verlaufsmodell, kein Vermessungsplan – für lagegenaue Punkte kommen Sondenortung und die Einmessung mit GPS oder Totalstation dazu.

Sondenortung und elektromagnetische Rohrortung

Die Sonde im Kamerakopf macht die aktuelle Position an der Oberfläche anpeilbar, sodass Endpunkte und Auffälligkeiten markiert werden können; für den Verlauf einer ganzen Trasse kommt die elektromagnetische Rohrortung dazu. Beide reagieren empfindlich auf Bewehrung und parallel liegende Leitungen, weshalb Anpeilungen gegengeprüft werden.

Ergänzende Verfahren, wenn die Kamera nicht durchkommt

Bleibt ein Abschnitt unbefahrbar – verstürzt, verlegt, abgetrennt – endet die optische Aufnahme. Für solche Abschnitte kommen Ortungsverfahren ohne Rohrzugang in Betracht.

3D-Kanalinspektion im Werksnetz

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich das von der TV-Inspektion?

Die TV-Inspektion bewertet den Zustand einer Haltung und kodiert die Schäden nach Regelwerk. Die 3D-Abzweigeruntersuchung fragt nicht nach dem Zustand, sondern nach dem Bauwerk selbst: wie viele Abgänge an einer Haltung hängen, wohin sie führen und welche davon im Bestandsplan fehlen. Für ein Werksnetz braucht es meist beides – erst die Topologie, dann die Bewertung der Abschnitte, die bleiben sollen.

Wie viele Abzweiger hintereinander sind befahrbar?

Mehrere hintereinander; wie weit es geht, zeigt sich im Rohr, eine feste Zahl nennen wir nicht. Kommt der Kopf nicht weiter, wird der erreichte Punkt zum dokumentierten Ende dieses Astes: im Protokoll vermerkt und auf dem Gelände markiert, damit ein späterer Einsatz genau dort ansetzt, statt von vorn zu beginnen.

Bis in welche Rohrgrößen kommt der abbiegefähige Kopf?

Abgebogen werden kann von DN 100 bis DN 200. Befahren wird von DN 30 bis DN 300 – außerhalb dieses Bereichs fährt der Kopf also noch, biegt aber nicht mehr in die Abgänge ein. Das ist bewusst der kleine Bereich: Hier geht es um die Abzweiger und Anschlüsse, nicht um den Sammler. Größere Querschnitte fährt der Fahrwagen ab – das ist die Haltungsinspektion an Sammelleitungen, die bis DN 1200 reicht.

Ersetzt die Verlaufsskizze den Bestandsplan?

Sie zeigt verlässlich, was mit was zusammenhängt, ist aber nicht eingemessen und ersetzt deshalb keinen Bestandsplan. Wer Lagegenauigkeit für die Bestandsführung braucht, lässt die markierten Punkte zusätzlich mit GPS einmessen; erst damit wird aus der Aufnahme ein Beitrag zum Kanalkataster.

Muss vorher gereinigt werden?

Wir empfehlen es. Ein Abzweig, dessen Öffnung hinter einer Ablagerung liegt, wird bei der Fahrt nicht gefunden – und was nicht gefunden wird, fehlt hinterher in der Skizze, ohne dass es jemandem auffällt.

Sanieren Sie den Befund gleich mit?

Nein. Wir orten, markieren und dokumentieren; die Ausführung liegt bei dem Fachbetrieb, den Sie beauftragen. Skizze und Protokoll sind deshalb ausführlich gehalten – sie sind die Grundlage, auf der dieser Betrieb arbeitet.

Technik und Verfahren

Mehrfach abbiegefähige Kameratechnik

Was bei der Befahrung einer Haltung als dunkle Öffnung in der Rohrwand vorbeizieht, ist im Werksnetz oft eine eigene Nebenstrecke: die Entwässerung einer Halle, ein Hofablauf, ein stillgelegter Anschluss. Mit einem starren Kamerakopf bleibt sie genau das – eine Öffnung im Bild. Der mehrfach abbiegefähige Kopf biegt ein und fährt weiter, auch über mehrere Abzweigungen hintereinander – abgebogen werden kann von DN 100 bis DN 200, befahren wird von DN 30 bis DN 300. Kommt der Kopf nicht weiter, wird der erreichte Punkt festgehalten; der Abschnitt dahinter bleibt im Protokoll als nicht befahren stehen.

Digitale Rekonstruktion des Rohrnetzverlaufs

Die Kamera zeichnet auf, wie weit sie gefahren ist und mit welchen Richtungs- und Neigungsänderungen; daraus wird der Verlauf des Netzes digital nachgebildet – Haltungen, Abgänge und Nebenstrecken in ihrer Reihenfolge und Lage zueinander. Für die Bestandsführung ist die Einschränkung wichtig: Das ist ein Verlaufsmodell und kein Vermessungsplan. Koordinaten entstehen erst dort, wo Punkte per Sonde angepeilt und mit GPS eingemessen werden.

Sondenortung und elektromagnetische Rohrortung

Über die Sonde im Kamerakopf lässt sich die Stelle, an der die Kamera gerade steht, von oben anpeilen und auf dem Gelände markieren; so bekommt jeder Endpunkt und jeder auffällige Befund einen Ort, den man wiederfindet. Der Verlauf einer ganzen Trasse wird zusätzlich elektromagnetisch geortet. Auf einem Betriebsgelände liegen Bewehrung und fremde Leitungen dicht beieinander und verziehen das Signal, deshalb wird jede Anpeilung gegengeprüft, bevor sie in die Unterlagen geht.

Ergänzende Verfahren, wenn die Kamera nicht durchkommt

Ein verstürzter, überbauter oder bei einem früheren Umbau abgetrennter Abschnitt lässt sich optisch nicht aufnehmen – die Fahrt endet davor, und die Lücke bleibt als Lücke im Protokoll stehen. Ob sie sich schließen lässt, hängt daran, ob für diesen Abschnitt ein Ortungsverfahren ohne Rohrzugang in Frage kommt.

Abfluss- und Rohrreinigung

Häufige Fragen

Warum verstopft dieselbe Leitung immer wieder?

Weil die Reinigung die Ablagerung entfernt, nicht deren Ursache. Wiederkehrende Verstopfung an derselben Stelle deutet auf Gegengefälle, Muffenversatz, Wurzeleinwuchs oder Querschnittsverlust hin – sichtbar wird das nur mit der Kamera im gereinigten Rohr.

Helfen chemische Rohrreiniger?

Sie lösen selten die Blockade und können bei stehendem Wasser den Zugang erschweren. Wenn Sie ein solches Mittel eingesetzt haben, sagen Sie uns das bitte vor dem Termin – das ist eine Frage des Arbeitsschutzes.

Kann die Reinigung mein Rohr beschädigen?

Bei sichtbar geschädigten Leitungen arbeiten wir zurückhaltender oder gehen erst mit der Kamera hinein. Ist die Leitung im Verdacht, brüchig zu sein, ist die Kamera der erste Schritt und nicht der letzte.

Reinigen Sie auch nur zur Vorbereitung einer Inspektion?

Ja. Vor einer TV- oder 3D-Inspektion ist die Reinigung ohnehin Voraussetzung – Ablagerungen verdecken genau das, was bewertet werden soll –, und beides lässt sich an einem Termin kombinieren.

Technik und Verfahren

Mechanische Entstopfung

Harte, kompakte Blockaden und Wurzelmaterial lassen sich mit rotierendem Werkzeug lösen, das durch die Leitung geführt wird. Das ist der Weg, wenn Spülwasser nicht mehr abfließen kann oder die Blockade fest verkeilt ist.

HD-Reinigung für Abfluss und Sanitärleitungen

Hochdruckreinigung ist meist ein Verfahren für Grundleitungen und Kanäle – für die kleinen Querschnitte im Haus setzen wir ein spezielles Hochdruckgerät ein, das genau dafür gebaut ist: Abläufe und Sanitärleitungen lassen sich damit mit Hochdruck reinigen. Der Wasserstrahl löst Fett-, Seifen- und Kalkablagerungen von der Rohrwand und trägt sie ab, statt nur ein Loch durch die Blockade zu bohren. Danach ist der Querschnitt frei, nicht bloß durchgängig – und genau das prüft anschließend die Kamera.

Optische Kontrolle mit der Inspektionskamera

Während und nach der Reinigung kontrollieren wir das Ergebnis mit der Inspektionskamera. Damit ist belegt, dass der Querschnitt frei ist, und es wird sichtbar, ob eine Ursache zurückbleibt: Versatz an einer Muffe, Wurzeln durch eine undichte Verbindung, Gegengefälle, Scherben.

Dokumentation im Altbestand

Häufige Fragen

Wir haben gar keinen Plan. Reicht das als Ausgangslage?

Ja, das ist der Normalfall. Wir beginnen bei den Zugängen und arbeiten uns von Schacht zu Schacht durch das Netz. Ein Altplan hilft, ist aber keine Voraussetzung.

Sehen wir damit auch, ob der Kanal kaputt ist?

Für jede Leitung, die befahren wird, ja: Der Bericht benennt, was auffällig und was schadhaft ist und wo im Strang es sitzt. Was nicht befahrbar ist, steht im Verlauf, aber nicht im Zustand – das sagen wir dazu, statt es zu überspielen.

Was passiert mit Strängen, die nicht befahrbar sind?

Die Fahrt endet dort, wo sie endet. Der erreichte Punkt wird markiert und als Endpunkt in Skizze und Zeichnung übernommen; der Abschnitt dahinter bleibt als offene Stelle ausgewiesen. Eine geratene Linie im Plan wäre im Altbestand das Gegenteil von hilfreich.

Sanieren Sie den Kanal danach gleich mit?

Nein. CFT befährt, markiert, zeichnet ein und dokumentiert; geplant und gebaut wird von Ihrem Planer oder Rohrsanierer. Genau deshalb geben wir die Aufnahme so vollständig heraus, wie sie ist – samt der Abschnitte, die unbefahrbar geblieben sind.

Technik und Verfahren

Mehrfach abbiegefähige Kameratechnik

Im Altbestand steht nicht einmal fest, wie viele Abgänge es überhaupt gibt – also wird nicht nur der Strang befahren, sondern jeder Abgang, den der Kopf findet: Er biegt ein und fährt weiter, auch über mehrere Abzweigungen hintereinander. Was ein starrer Kopf als dunkles Loch passiert, wird so Teil der Aufnahme und damit Teil des Plans, den es bisher nicht gab. Gearbeitet wird von DN 100 bis DN 200. Wo der Kopf nicht durchkommt – Verstopfung, eingestautes Wasser, ein verstürzter Abschnitt –, endet die Fahrt; der erreichte Punkt wird an der Oberfläche markiert und als Endpunkt vermerkt.

Digitale Rekonstruktion des Rohrnetzverlaufs

Die Kanalbefahrung zeichnet Weg, Richtung und Neigung mit; daraus entsteht der Netzverlauf als digitale Darstellung. Für ein Objekt ohne Plan ist das der erste Zusammenhang überhaupt: welcher Strang an welchem hängt, wohin das Gefälle läuft, wo ein Abgang blind endet. Es bleibt ein Verlaufsmodell und kein Vermessungsplan – Koordinaten entstehen erst, wenn zusätzlich eingemessen wird.

Oberflächenmarkierung

Der aufgenommene Verlauf wird auf Asphalt, Pflaster oder Wiese markiert, mit Achse, Abzweigern und Tiefenangaben – das Ergebnis, das auf der Baustelle zählt. Seine Grenze ist die Haltbarkeit: Farbe überlebt Regen und Verkehr nicht lange. Deshalb wird der Verlauf zusätzlich in eine Unterlage übernommen.

Einzeichnen in Orthofoto und Bestandsplan

Damit der Verlauf die Farbe überdauert, wird er in eine Unterlage übertragen. Im Freien geschieht das über den Abgriff am Orthofoto: Die markierten Punkte werden gegen das Luftbild abgegriffen und der Strang darin eingezeichnet – Gebäudekanten, Wege und Einfassungen liefern den Bezug. In Innenräumen tritt der Bestandsplan an diese Stelle, dort wird der Verlauf ins Geschoß eingetragen. Beides ist eine zeichnerische Übernahme und keine Vermessung: Sie zeigt zuverlässig, wo die Leitung liegt und wohin sie führt, ohne Koordinaten zu behaupten.

Vermessung mit GPS oder Totalstation, auf Wunsch

Wird es lagegenau gebraucht – weil über der Trasse gebaut wird oder der Verlauf in ein Kataster soll –, messen wir die markierten Punkte zusätzlich mit GPS oder Totalstation ein. Das ist eine eigene Position und läuft nur auf Bestellung; ohne sie bleibt es beim Einzeichnen.

Fehlanschlüsse und Abgasanlagen

Häufige Fragen

Kann während der Berauchung weitergearbeitet werden?

Das Verfahren ist nicht-invasiv, es wird nichts geöffnet und nichts gegraben. Stillgelegt wird nur, was zum abgeschotteten Abschnitt gehört; welche Anlagenteile das sind, legen wir vor dem Termin gemeinsam fest.

Wer verständigt Anrainer und Einsatzkräfte?

Wer wen verständigt, wird vor dem Termin festgelegt. Bei öffentlichen Flächen ist die Verständigung Pflichtprogramm, nicht Höflichkeit: Austretender Rauch wird gemeldet, und eine Alarmierung bindet mehr Kräfte als ein Anruf vorher.

Ist ein Einsatz ohne Austritt ein Dichtheitsnachweis?

Nein. Der Rauch erreicht nur luftgefüllte Abschnitte; unter Wasserspiegel, im Düker und hinter gefüllten Siphons zeigt er nichts. Die Berauchung beantwortet die Frage nach offenen Wegen und Fremdanschlüssen, nicht die Frage nach der Dichtheit.

Rauch oder Ortungsgas – wann kommt was zum Einsatz?

Der eine Weg ist zu sehen, der andere nur zu messen. Über offenen Flächen, an Fassaden und in Schächten geht es mit Rauch schneller, und alle Beteiligten sehen den Austritt selbst. Liegt Pflaster oder Estrich darüber oder ist die Menge klein, bleibt das Prüfgas mit dem Spürgerät – dafür Bahn für Bahn statt auf einen Blick.

Technik und Verfahren

Rohrberauchung mit sichtbarem Rauch

Ein Nebelerzeuger füllt den abgeschotteten Abschnitt mit sichtbarem Rauch. Der Rauch nimmt jede Öffnung, die nicht verschlossen ist, und wird genau dort sichtbar: am Fremdanschluss, der in keinem Plan steht, am offenen Rohrende, an der schadhaften Verbindung, am Riss. Zwei Grenzen hat das Verfahren. Unter dichtem Belag wandert der Rauch seitlich ab und kommt neben der Fehlstelle heraus. Und er erreicht nur, was luftgefüllt ist: Was unter Wasserspiegel liegt, im Düker oder hinter einer gefüllten Wasservorlage, bleibt unsichtbar. Ein Durchgang ohne Austritt sagt deshalb nichts über die Dichtheit.

Ortungsgas-Methode

Wo der Rauch nichts hergibt, geht ein Prüfgas in den Abschnitt, das an der Oberfläche mit dem Gasspürgerät gemessen wird. Das greift, wenn Pflaster oder Estrich über der Leitung liegt oder wenn die austretende Menge für sichtbaren Rauch zu klein ist. Bezahlt wird das mit Zeit: Die Fläche wird Bahn für Bahn abgesucht, statt sie im Ganzen zu beobachten.

Abschottung und Einleitung

Wird nicht abgeschottet, verteilt sich Rauch oder Gas über das ganze Netz, und ein Austritt sagt nichts mehr darüber aus, welcher Strang ihn liefert – genau die Zuordnung, um die es hier geht, geht verloren. Am Anfang stehen deshalb die Grenze des Prüfabschnitts und der Punkt, an dem eingeleitet wird; bei öffentlichen Netzen bestimmt das zugleich, welche Anrainer vorab zu informieren sind. Aus derselben Festlegung ergibt sich, welche Straßenzüge, Höfe und Anlagenteile während der Beaufschlagung beobachtet werden müssen, und ob die Einsatzkräfte vorab Bescheid bekommen: Rauch an einer Fassade oder aus einem Schachtdeckel wird von außen für ein Brandereignis gehalten.

Zusammenspiel mit der Kamerabefahrung

Die beiden Verfahren beantworten verschiedene Fragen. Die Kamera fährt den Strang ab und zeigt, was am Rohr los ist – ob an dieser Stelle auch etwas nach draußen geht, bleibt offen. Der Rauch zeigt den Weg nach draußen, über Art und Zustand der Stelle sagt er nichts. Erst beides zusammen trägt die Entscheidung, ob umgebunden oder instand gesetzt wird.

Kanalberauchung und Ortungsgas

Häufige Fragen

Ist der Rauch gefährlich für Bewohner, Haustiere oder Pflanzen?

Das Verfahren wird auch in bewohnten Objekten eingesetzt. Räume, in denen Rauch austritt, werden anschließend gelüftet.

Muss ich die Nachbarn vorher informieren?

Bei Reihenhäusern und Mehrparteienhäusern ja: Rauch kann auch nebenan austreten und wird von außen leicht für einen Brand gehalten. Wer wen verständigt, sprechen wir vor dem Termin ab.

Es riecht, obwohl der Kanal dicht ist – geht das?

Ja, und das ist ein häufiger Fall: Ein ausgetrockneter Siphon, ein defekter Rohrbelüfter oder ein offen gebliebener Rohrstummel lassen Kanalluft in den Raum, ohne dass am Rohr ein Schaden vorliegt.

Was ist der Unterschied zwischen Rauch und Ortungsgas?

Rauch wird gesehen, Ortungsgas wird gemessen. Rauch ist schnell und anschaulich, kommt aber unter dichten Belägen an seine Grenze; Ortungsgas findet auch verdeckte Austritte.

Technik und Verfahren

Rohrberauchung mit sichtbarem Rauch

Ein Nebelerzeuger beaufschlagt den abgeschotteten Rohrabschnitt mit sichtbarem Rauch, der jeder unverschlossenen Öffnung folgt und dort sichtbar wird: an Rohrenden, Fremdanschlüssen, undichten Verbindungen und Rissen. Unter dichtem Belag kann der Rauch seitlich abwandern, und er erreicht nur luftgefüllte Abschnitte – Schadstellen unter Wasserspiegel, in Dükern oder hinter gefüllten Siphons zeigt er nicht. Ein Einsatz ohne Austritt ist deshalb kein Dichtheitsnachweis.

Ortungsgas-Methode

Statt Rauch wird ein Prüfgas eingeleitet und an der Oberfläche mit einem Gasspürgerät nachgewiesen. Das Verfahren greift dort, wo Rauch nicht sichtbar würde: unter Estrich, unter Pflaster oder bei geringer Austrittsmenge; es kostet mehr Zeit, weil die Fläche systematisch abgesucht wird.

Abschottung und Einleitung

Ohne kontrollierte Abschottung verteilt sich Rauch oder Gas im gesamten Netz und der Befund wird unbrauchbar. Deshalb wird der Prüfabschnitt begrenzt und ein Einleitpunkt gewählt; bei angebauten Häusern legt das zugleich fest, wer nebenan vorab Bescheid wissen muss.

Zusammenspiel mit der Kamerabefahrung

Die Kamera zeigt die Fehlstelle von innen, sagt aber nicht, ob dort etwas austritt; der Rauch zeigt den Austritt, nicht aber Art und Zustand des Schadens. Zusammen ergeben sie den vollständigen Befund.

TV-Inspektion an Sammelleitungen

Häufige Fragen

Muss der Kanal vor der Inspektion gereinigt werden?

Für eine belastbare Bewertung ja. Ablagerungen legen sich über die Stellen, die beurteilt werden sollen. Geht es nur um den Verlauf einer Leitung, reicht die Befahrung auch ungereinigt.

Bis zu welcher Rohrgröße kommen Sie, und wie weit hinein?

Der Fahrwagen arbeitet von DN 100 bis DN 1200, die Einfahrlänge liegt bei bis zu 305 Metern je Zugang. Reicht das für eine Strecke nicht, wird vom nächsten Schacht aus weitergefahren; welche Schächte dafür offen sein müssen, klären wir vor dem Termin.

Sehe ich im Video, ob der Kanal undicht ist?

Die Kamera zeigt die Innenwand: Risse, Scherben, versetzte Muffen, Wurzeleinwuchs, Ablagerungen, einragende Anschlüsse – sie zeigt damit den Zustand, nicht die Dichtheit. Der Dichtheitsnachweis ist eine eigene Prüfung mit Wasser oder Luft; die Berauchung beantwortet dagegen die Frage nach offenen Wegen, Fremdanschlüssen und Geruchsaustritt.

Reparieren Sie den Schaden gleich mit?

Nein. CFT ortet, markiert, dokumentiert und übergibt; ausgeführt wird von Installateur, Rohrsanierer oder Netzbetreiber. Genau deshalb ist das Protokoll ausführlich.

Technik und Verfahren

Kanalfahrwagen mit automatischem Lift und wechselnden Kameraköpfen

Der Fahrwagen fährt die Haltung ab; der bewegliche Kamerakopf schwenkt und dreht, damit Muffen, Anschlüsse und Abzweiger gezielt angesehen werden. Gearbeitet wird von DN 100 bis DN 1200, mit einer Einfahrlänge von bis zu 305 Metern je Zugang – das entscheidet mit darüber, wie viele Schächte für eine Strecke geöffnet werden müssen.

Ab DN 300 kommt der automatische Lift dazu. Er hebt den Kamerakopf bis DN 900 in die Rohrachse, damit der ganze Umfang im Bild steht und nicht bloß die Sohle – in einem großen Querschnitt sieht eine Kamera vom Boden aus sonst an der halben Rohrwand vorbei. Welcher Kopf mitfährt, richtet sich nach der Nennweite; der große trägt zusätzlich einen zehnfachen mechanischen Zoom, mit dem sich ein Abzweiger oder eine Schadstelle heranholen lässt, ohne dass der Wagen dorthin fahren muss.

Wo Wasser den Kamerakopf überstaut, endet die optische Bewertung.

Sonde im Fahrwagen zur Ortung an der Oberfläche

Im Fahrwagen sitzt eine Sonde, deren Feld an der Oberfläche angepeilt wird. Damit wird aus einer Meterangabe im Video ein Punkt auf dem Gelände – der Schaden ist geortet, sobald er gesehen ist, und nicht erst in einem zweiten Arbeitsgang. Bewehrung, metallische Einbauten und parallel geführte Leitungen können das Feld verzerren; dann wird gegengepeilt.

Fahrwagen und Schiebekamera kombiniert

Auf Industrie- und Gewerbeanlagen reicht der Fahrwagen allein selten: Dort hängen an den Sammelleitungen Anschlüsse und Nebenstränge, die er nicht befahren kann. Deshalb wird er dort mit Schiebekamerasystemen kombiniert – der Fahrwagen für die Haltungen, die Schiebekamera für alles, was davon abgeht. So lassen sich auch komplexe Rohrnetze durchgehend befahren und nachzeichnen, statt sie in unverbundene Einzelaufnahmen zu zerlegen.

Kodierung und Bewertung nach Regelwerk

Kodiert und bewertet wird nach DWA-M 149 mit ISYBAU-Bewertung oder nach ATV-M – welches Regelwerk gilt, richtet sich nach Ihrer Anforderung und wird vor der Befahrung festgelegt. Damit ist der Befund nicht die Einschätzung eines Bedieners, sondern eine kodierte Aussage, die sich mit einer späteren Befahrung derselben Haltung vergleichen lässt.

GPS-Vermessung der Rohrführung, auf Wunsch

Wird die Rohrführung zusätzlich mit GPS aufgenommen, steht am Ende ein vermessener Plan. Ohne diesen Auftrag entsteht eine Planskizze, die über den Abgriff am Orthofoto lagebestimmt wird – für die Baustelle brauchbar, aber ohne Koordinaten.

Kabelfehler 60 Fragen · 51 Verfahren

Fehlermessung Mittelspannung

Häufige Fragen

Wer schaltet frei und erdet?

Der Versorger oder Ihr Betriebselektriker. Das Kabel muss von beiden Seiten komplett freigeschaltet und geerdet sein, bevor wir ansetzen – Schalthandlungen führt CFT nicht aus. Gemessen wird erst nach Ihrer ausdrücklichen Freigabe an der Messstelle.

Muss der Abgang für den ganzen Einsatz abgeschaltet bleiben?

Ja. Ohne beidseitige Freischaltung samt Erdung durch den Versorger oder Ihren Betriebselektriker wird nicht gemessen. Kommt Brennen dazu, geht es weiter: Dann steht der Abgang vollständig, weil beim Brennen häufig auch die benachbarten Phasen mitgeschädigt werden. Wie lange das dauert, hängt daran, was vorbereitet ist: eine Ersatzversorgung, die den Ausfall auffängt, oder der Bagger vor Ort, der unmittelbar nach der Ortung aufgräbt und reparieren lässt.

Kann ein Mantelfehler geortet werden, obwohl die Anlage noch läuft?

Nein. Im Betrieb lässt sich nur die Lage der Leitung orten – der Mantelfehler selbst nicht. Für seine Messung muss das Kabel von beiden Seiten komplett freigeschaltet sein.

Der Fehler liegt möglicherweise in einer Muffe. Ändert das etwas?

Ja. Muffen zeigen sich in der Laufzeitmessung als Marken, deshalb wird die Muffenlage vorab aufgenommen. Das hilft doppelt: Eine bekannte Muffenlage ist ein Verdachtspunkt und zugleich die Erklärung für eine Marke, die sonst als zweiter Fehler gelesen würde.

Wir haben aufgegraben und nichts gefunden. Wer zahlt die Nachmessung?

Nachgemessen wird in jedem Fall, das gehört zum Leistungsumfang. War unsere Messung falsch, ist die Nachmessung kostenlos. Hat die Messung gestimmt und wurde an der markierten Stelle nur nicht genau genug gesucht oder nicht tief genug gegraben, verrechnen wir die Anfahrt, weil dann kein Messfehler von CFT vorliegt. Das gilt für jede Kabelfehlermessung, Kabelortung und Rohrortung.

Können Sie die Fehlerstelle für unser GIS liefern?

Die eingemessene Fehlerstelle kann als Punkt mit Attributen aufbereitet und in Ihre Bestandsdokumentation übernommen werden. Schnittstelle und Format werden vor dem Einsatz vereinbart.

Ist der Abgang nach der Reparatur wieder in Ordnung?

Das steht erst nach einer Kontrollmessung fest. Für die Muffe wird das Kabel aufgetrennt, und beide entstehenden Teilstücke sind zu prüfen, ob weitere Fehlstellen darauf liegen – bei gealterten Abgängen ist der gefundene Fehler oft nicht der einzige. Ob Ihr Kabelmonteur das übernimmt oder wir dafür noch einmal anfahren, gehört in die Einsatzabstimmung.

Technik und Verfahren

Isolations- und Widerstandsmessung

Der erste Messwert beantwortet nicht, wo der Fehler sitzt, sondern womit man es zu tun hat. Ader für Ader wird die Isolation gegen Erde und gegen die übrigen Adern aufgenommen, dazu der Widerstand. Das Ergebnis ist die Weichenstellung des gesamten Einsatzes: Ein niederohmiger Fehler lässt sich unmittelbar weiterverfolgen, ein hochohmiger nicht. Für Ihre Betriebsdokumentation ist derselbe Befund zugleich die Bestandsaufnahme des Abgangs zum Ausfallzeitpunkt.

Stoßen und Brennen zum Erdfühligmachen

Hochohmige Fehler zeigen im Reflektogramm kein Echo, und gerade diese Fehlerart überwiegt auf Mittelspannungskabeln. Bleibt der Isolationswert zu hoch, ist die Fehlerstelle für jedes Messverfahren unsichtbar. Sie wird deshalb mit Stoßspannung beaufschlagt und heruntergebrannt, bis der Übergangswiderstand so weit fällt, dass sie erdfühlig ist – erst dann greift eine Fehlermessung überhaupt. Das ist der Schritt mit den Folgen für Ihren Betrieb: Der Abgang steht dabei vollständig, und die benachbarten Phasen werden häufig mitgeschädigt. Vorher muss deshalb geklärt sein, wie der Ausfall überbrückt wird – durch Umschaltung beziehungsweise Provisorium oder dadurch, dass der Bagger bereitsteht und unmittelbar nach der Ortung aufgräbt.

Mantelfehlermessung an Kunststoffkabeln

Ein Mantelfehler ist eine Verletzung des äußeren Kunststoffmantels, durch die Feuchtigkeit an den Schirm gelangt; die Anlage läuft oft weiter, während die Korrosion bereits arbeitet. Zur Ortung wird eine getaktete Gleichspannung auf den Schirm gegeben, der Strom tritt an der Schadstelle aus und erzeugt ein Spannungsgefälle, das mit zwei Erdspießen abgetastet wird und über der Fehlerstelle die Richtung wechselt. Auf versiegelten Flächen, über Bewehrung oder bei mehrfach geerdetem Schirm wird das Gefälle verwischt.

Leyeffekt

Auf gewachsenen Verteilstrecken liefert das Reflektogramm oft kein eindeutiges Bild, weil jede Muffe und jede Aufteilung eine eigene Marke setzt. Der Leyeffekt arbeitet nicht mit Echos, sondern mit dem Verhalten des aufgegebenen Signals entlang der Trasse: Bis zur Fehlerstelle bleibt es charakteristisch, dahinter nicht mehr. Damit lässt sich der Abschnitt eingrenzen, in dem geöffnet wird – eine Eingrenzung, die zusammen mit der gemessenen Entfernung und dem Trassenverlauf zur Grabungsanweisung wird.

TDR-Laufzeitmesstechnik im Netzbetrieb

Im Verteilnetz ist die Laufzeitmessung auch Bestandsaufnahme: Das Reflektogramm zeigt Muffen, Aufteilungen und Endverschlüsse als wiederkehrende Marken. Vergleicht man die aktuelle Kurve mit einer früheren Messung derselben Strecke, tritt die neue Störstelle hervor.

Messbrücke

Anders als die Laufzeitmessung ist die Brückenmessung nicht auf ein Echo angewiesen: Sie wertet Widerstände aus statt Reflexionen und liefert auch dort eine Entfernung, wo das Reflektogramm nur Muffen und Abzweige zeigt. Bei Erdschluss auf einer Ader folgt das Längenverhältnis aus dem Vergleich mit einer intakten Ader desselben Kabels. Nötig sind der Zugang zum fernen Ende, ein gleichbleibender Aufbau und ein ausreichend niederohmiger Fehler.

Kabelauslese in Künette und Kabeltasse

In Verteilnetzen liegen mehrere Systeme nebeneinander, teils unter Spannung. Die Kabelauslese identifiziert vor dem Trennen zweifelsfrei das gesuchte Kabel im Bündel; sind alle Kabel baugleich, ist die Mitwirkung Ihrer Betriebsmannschaft erforderlich.

Fehlermessung Niederspannung

Häufige Fragen

Wer schaltet frei und erdet?

Der Versorger oder Ihr Betriebselektriker – CFT führt keine Schalthandlungen aus. Beidseitige Freischaltung samt Erdung ist die Bedingung dafür, dass überhaupt gemessen wird.

Muss der Abgang während der ganzen Messung stromlos bleiben?

Ja. Ohne beidseitige Freischaltung samt Erdung wird nicht gemessen. Wie lange das dauert, hängt an Streckenlänge und Fehlerart; die Zeitspanne nennen wir bei der Abstimmung.

Wir haben aufgegraben und nichts gefunden. Wer zahlt die Nachmessung?

Wir kommen zurück und messen nach, das ist Teil des Auftrags. Lag die Messung daneben, kostet es Sie nichts. Traf sie zu und wurde an der Markierung nur zu ungenau gesucht oder zu flach gegraben, stellen wir die Anfahrt in Rechnung.

Worin unterscheidet sich das von der Mittelspannung?

Im Fehlerbild und in den Folgen. Auf der Mittelspannung überwiegen hochohmige Fehler, die erst gebrannt werden müssen – mit einer Abschaltung, die vorbereitet sein will. Auf der Niederspannung lässt sich häufiger direkt messen.

Ist der Abgang nach der Reparatur wieder in Ordnung?

Das steht erst nach der Kontrollmessung fest. Mit der Muffe wird aufgetrennt, und beide Teilstücke sind zu prüfen – bei gealterten Abgängen ist der gefundene Fehler oft nicht der einzige.

Technik und Verfahren

Isolations- und Widerstandsmessung

Der erste Messwert sagt nicht, wo der Fehler sitzt, sondern womit man es zu tun hat. Gemessen wird der Isolationswiderstand jeder Ader gegen Erde und gegen ihre Nachbarn, dazu der Leiterwiderstand. Das ist die Weiche für alles Weitere – und zugleich der dokumentierte Zustand des Abgangs zum Ausfallzeitpunkt, den Sie in Ihre Betriebsunterlagen übernehmen können.

TDR-Laufzeitmesstechnik

Ein Impuls läuft durch das Kabel, jede Störstelle wirft ihn anders zurück, aus der Laufzeit rechnet das Gerät die Entfernung. Auf einem Versorgungskabel ist das Reflektogramm meist gut lesbar, weil zwischen zwei Verteilern weniger Muffen liegen als auf einem gewachsenen Mittelspannungsring. Was es liefert, ist eine Länge entlang des Kabels – noch keinen Ort im Gelände.

Messbrücke

Die Brückenmessung braucht kein Echo: Sie vergleicht Widerstände statt Reflexionen und liefert auch dort eine Entfernung, wo die Laufzeitmessung nichts hergibt. Liegt ein Erdschluss auf einer Ader, ergibt sich das Längenverhältnis aus dem Vergleich mit einer heilen Ader im selben Kabel. Voraussetzung sind das erreichbare Gegenende, ein durchgehend gleicher Aufbau und ein Fehler, der niederohmig genug ist.

Leyeffekt

Wo das Reflektogramm mehrdeutig bleibt, hilft der Leyeffekt beim Eingrenzen. Ausgewertet wird, wie sich das aufgegebene Signal entlang der Trasse verhält: bis zur Fehlerstelle gleichbleibend, dahinter nicht mehr. Das ist eine Eingrenzung, keine Punktbestimmung – sie sagt, auf welchem Stück geöffnet wird.

Mantelfehlermessung an Kunststoffkabeln

Ein Mantelfehler ist eine Verletzung der äußeren Hülle, durch die Feuchtigkeit an den Schirm gelangt. Geortet wird über das Spannungsgefälle: Eine getaktete Gleichspannung treibt Strom durch die Schadstelle ins Erdreich, zwei Erdspieße tasten das Gefälle an der Oberfläche ab, und genau über dem Fehler kehrt es sich um. Auf versiegelten Flächen und über Bewehrung verwischt das Gefälle.

Stoßen und Brennen zum Erdfühligmachen

Bleibt der Isolationswert zu hoch, gibt die Fehlerstelle messtechnisch nichts her; sie wird dann mit Stoßspannung beaufschlagt und heruntergebrannt, bis sie erdfühlig ist. Auf der Niederspannung ist das nicht der Regelfall, aber es kommt vor – und wenn, steht der Abgang dabei vollständig, weil die benachbarten Phasen häufig mitgeschädigt werden. Was das für Ihre Versorgung heißt und was vorher bereitstehen muss, steht ausführlich auf der Seite zur Mittelspannung, wo diese Fehlerart überwiegt.

Kabelauslese in Künette und Kabeltasse

Im offenen Graben liegen mehrere Systeme nebeneinander, teils unter Spannung. Die Auslese identifiziert das gesuchte Kabel im Bündel, bevor jemand trennt; sind alle Kabel baugleich, muss Ihre Betriebsmannschaft mitwirken.

Fehlermessung öff. Beleuchtung

Häufige Fragen

Kann gemessen werden, während die Beleuchtung in Betrieb ist?

Gemessen wird am freigeschalteten Kabel, nicht im Betrieb. Hilfreich ist Ihre Beobachtung, ob der Abschnitt sofort ausfällt, die Schutzeinrichtung später auslöst oder der Ausfall nur bei Nässe auftritt.

Wir haben Alu-, Blei- und Kupferkabel im selben Ring. Ist das ein Problem?

Nein, das ist der Normalfall in gewachsenen Netzen. Wichtig ist abschnittsweises Arbeiten, weil längenabhängige Verfahren einen bekannten Aufbau voraussetzen.

Müssen die Mastfüße geöffnet werden?

In der Regel ja, denn das Auftrennen an den Masten ist der schnellste Weg, den Fehler einzuschließen. Wer die Masten öffnet, klären wir vorher.

Wir haben keinen Bestandsplan. Geht es trotzdem?

Ja. Der Verlauf zwischen den Masten wird mit der elektromagnetischen Kabelortung aufgenommen und in eine Trassenskizze übertragen, die Teil des Protokolls ist.

Der Straßenaufbruch ist offen, das Kabel ist unbeschädigt. Wer zahlt die Nachmessung?

Das hängt davon ab, woran es lag. Lag unsere Messung daneben, kommen wir auf unsere Kosten zurück. Stimmte sie und der Aufbruch wurde nur zu knapp angesetzt oder nicht tief genug geführt, verrechnen wir die Anfahrt – ein Messfehler von CFT liegt dann nicht vor. Die Nachmessung selbst ist in beiden Fällen Teil der Leistung.

Reicht es, die gefundene Stelle zu reparieren?

Im gewachsenen Ring selten. Für die Muffe wird das Kabel getrennt, und beide Seiten sind danach zu messen: Ein Ring, dessen Kabel an einer Stelle durch ist, hat häufig weitere schwache Punkte, gerade an den Materialübergängen. Diese Kontrolle kann Ihre Wartungsfirma erledigen oder wir – ohne sie ist der nächste dunkle Abschnitt nur eine Frage der Zeit.

Technik und Verfahren

Isolations- und Widerstandsmessung

Vor jeder Eingrenzung steht die Frage, womit man es zu tun hat. Am freigeschalteten Abschnitt werden Isolation und Widerstand Ader für Ader aufgenommen; daraus folgt die Fehlerart und wie hochohmig sie ist. Im gewachsenen Ring hat dieser Befund einen zweiten Nutzen: Er zeigt, ob nur eine Stelle ausgefallen ist oder ob das Kabel über die Länge insgesamt schlechte Werte liefert – dann ist die Fehlerortung nur der Anfang und die Frage nach dem Kabelalter die eigentliche.

Drallmethode

Mehradrige Kabel sind verdrillt, die Adern laufen in einer Schraubenlinie um die Kabelachse. Speist man ein Ortungssignal so ein, dass es über diese Adern hin- und zurückläuft, entsteht an der Oberfläche ein Auf und Ab im Takt des Dralls, das an der Fehlerstelle abbricht. Das Verfahren setzt einen niederohmigen Schluss zwischen zwei Adern desselben Kabels voraus; bei Erdschluss oder reiner Unterbrechung entsteht das Muster nicht, dort arbeiten wir mit Brücken- oder Laufzeitmessung.

Leyeffekt

Der Leyeffekt grenzt Fehler an mehradrigen erdverlegten Kabeln ein, wenn ein sauberes Reflexionsbild fehlt: Ausgewertet wird die Veränderung des Ortungssignals über den Verlauf, das sich bis zur Fehlerstelle charakteristisch verhält und danach nicht mehr. Es ist eine Eingrenzung, keine Punktortung.

Messbrücke im Beleuchtungsnetz

Die Brückenmessung rechnet mit Widerständen, und darin liegt im gewachsenen Ring ihre Empfindlichkeit: Aluminium und Kupfer liegen hintereinander im selben Zug, und ein unbekannter Materialwechsel verschiebt das Ergebnis, ohne dass man es der Messung ansieht. Gemessen wird darum erst nach der abschnittsweisen Eingrenzung, wenn Material und Aufbau des kurzen Stücks bekannt sind.

TDR-Laufzeitmesstechnik und ihre Grenze im Ring

Die Laufzeitmessung liefert am schnellsten eine Entfernung, wenn eine klare Unterbrechung vorliegt. Ihre Grenze zeigt sich bei vielen Abzweigen: Jeder Mastabgang und jede Muffe erzeugt eine eigene Reflexion, die Kurve wird mehrdeutig – deshalb wird sie erst nach dem Auftrennen angewandt.

Elektromagnetische Kabelortung und Kabelauslese

Kabel folgen nicht immer der Gehsteigkante aus dem Plan, deshalb wird der tatsächliche Verlauf zwischen den Masten mit dem Ortungssignal aufgenommen. Am Mastfuß laufen Zu- und Ableitung zusammen, oft ergänzt um Fremdleitungen; die Kabelauslese sagt vor dem Auftrennen, welcher Strang zum nächsten Mast führt.

Fehlermessung Steuer- und Koaxkabel

Häufige Fragen

Müssen Steuergeräte und Endgeräte abgeklemmt werden?

Ja. Bleibt ein Steuergerät an der Leitung, antwortet im Messbild seine Elektronik und nicht das Kabel. Wer abklemmt und wann die Anlage dafür stehen kann, legen wir vorher fest. Bringen Sie den Klemmplan mit, auch wenn er alt ist.

Können Sie feststellen, welche Ader welche ist?

Die Messung stellt fest, welche Ader betroffen ist; Aderunterbrechungen gehören zu den Fehlerarten, die wir orten. Ob darüber hinaus die vollständige Zuordnung beider Enden zum Umfang gehört, klären wir vor dem Termin – bei alten Anlagen ist das häufig der eigentliche Auftrag und dann ein eigenes Thema.

Die Störung tritt nur manchmal auf. Lohnt sich eine Messung?

Ja. Sporadische Fehler haben meist eine physische Ursache – eine feuchte Abzweigdose, eine gequetschte Stelle –, und solche Stellen zeigen sich im Reflektogramm oft auch dann, wenn die Störung gerade nicht anliegt.

Was passiert, wenn an der markierten Stelle kein Fehler zu finden ist?

Dann rücken wir noch einmal aus und messen die Strecke erneut ein – auch das ist im Umfang enthalten. Ging der Fehlgriff auf unsere Messung zurück, kostet Sie der zweite Termin nichts. War die Messung richtig und wurde an der Stelle nur zu knapp geöffnet, bleibt die Anfahrt zu bezahlen; ein Messfehler von CFT liegt dann nicht vor.

Funktioniert die Ortung auch bei Kabeln im Gebäude?

Die Messung ist unabhängig davon, wo das Kabel liegt. Eingeschränkt ist die Umsetzung der Entfernung in einen Ort, weil Steigleitungen und Bewehrung die Trassenverfolgung erschweren; dann grenzen wir auf einen Abschnitt zwischen zwei bekannten Punkten ein.

Was gehört nach der Instandsetzung noch gemessen?

Beide Teilstücke. Wird die Strecke für die Reparatur aufgetrennt, entstehen zwei Abschnitte, und jeder davon kann eine weitere Fehlstelle tragen. Bei Steuer- und Signalstrecken fällt das erst im Betrieb auf, wenn die Anlage wieder läuft und sich sporadisch meldet. Die Kontrollmessung übernimmt Ihre Elektrofachkraft oder wir.

Technik und Verfahren

TDR-Laufzeitmessung am Koaxkabel

Ein Koaxkabel führt das Signal mit gleichbleibendem Wellenwiderstand, und diese Gleichmäßigkeit ist zugleich der Messmaßstab: Wo sie sich ändert, kehrt ein Teil des eingespeisten Impulses um. Die Form des zurücklaufenden Echos unterscheidet eine gequetschte Stelle von einer feuchten Steckverbindung oder einem aufgerissenen Schirm. Grenzen hat das Verfahren auf langen, stark gedämpften Signalstrecken und dort, wo mehrere Störstellen hintereinanderliegen.

Messbrücke an mehradrigen Steuerkabeln

Mehradrige Steuerkabel spielen der Brückenmessung in die Hände: Neben der defekten Ader liegt im selben Kabel eine, die bis auf den Fehler baugleich ist – gleiche Länge, gleicher Querschnitt, derselbe Weg durch die Trasse. Gegen diese Referenz gemessen, lässt sich aus dem Widerstandsvergleich ablesen, welcher Anteil der Strecke vor der Fehlerstelle liegt, und daraus wird eine Entfernung. Vorausgesetzt sind der Zugriff auf beide Kabelenden und ein Fehler, der niederohmig genug ist; eine Abzweigdose, die in keinem Plan steht, rechnet sich in das Ergebnis hinein.

Drallmethode bei paarverseilten Fernmeldekabeln

In Fernmelde- und Signalkabeln laufen die Adern paarweise umeinander, damit Einstreuungen beide Seiten gleich treffen. Genau dieser Drall wird zum Suchmittel: Ein aufgegebenes Signal zeichnet sich über der Trasse als regelmäßig wiederkehrender Ausschlag ab, einer je Schlaglänge – und wo die Folge abreißt, liegt die Fehlerstelle. Ungleichmäßig verseilte oder geschirmte Bauformen geben dieses Muster nicht her.

Elektromagnetische Kabelortung und Kabelauslese

Eine gemessene Entfernung lässt sich nicht markieren, solange der Verlauf im Boden unbekannt ist. Also geben wir ein Ortungssignal auf und gehen die Strecke mit dem Empfänger ab, Tiefenangabe inklusive; erst darauf lässt sich die gemessene Länge einzeichnen. In Kabeltasse und Künette liegen Steuerkabel derselben Bauform oft zu mehreren nebeneinander und sind mit dem Auge nicht auseinanderzuhalten – die Auslese entscheidet über das aufgegebene Signal, welches davon getrennt werden darf.

Wahl des Verfahrens bei empfindlichen Anlagen

An Steuer- und Signalstrecken hängen Geräte, die auf Spannung empfindlich reagieren, deshalb entscheidet der Grundbefund über das Verfahren. Die Auswahl der Messmethode wird mit Ihrem Anlagenbetreuer abgestimmt.

Hausanschluss und Versorgungskabel

Häufige Fragen

Wir haben gegraben und nichts gefunden. Was passiert jetzt?

Wir messen nach. War unsere Messung falsch, kostet das nichts. Hat sie gestimmt und es wurde an der Markierung nur nicht genau genug gesucht oder nicht tief genug gegraben, wird die Anfahrt verrechnet.

Wer ist zuständig, wenn der Fehler vor dem Hausanschlusskasten liegt?

Der Netzbetreiber, denn bis dorthin ist es sein Kabel. Messtechnisch ist das für uns kein anderer Einsatz – wir arbeiten auch draußen im Netz. Nur beauftragen kann uns dort nicht der Hauseigentümer. Viele lokale Versorger haben ohnehin eigene Messteams; melden Sie den Ausfall also zuerst dort, dann entscheidet der Betreiber, ob er selbst kommt oder uns schickt.

Muss die Anlage für die Messung abgeschaltet werden?

Zum Messen in jedem Fall: Das Kabel wird an beiden Enden freigeschaltet und getrennt, sonst ist keine Isolations-, Widerstands- oder Laufzeitmessung möglich. Freischalten ist üblicherweise Sache Ihres Elektrikers; wollen Sie es uns überlassen, sagen Sie es bitte bei der Anmeldung. Muss zusätzlich gebrannt werden, geht es weiter – dann ist die Anlage in der Regel komplett außer Betrieb, weil dabei oft auch die benachbarten Phasen in Mitleidenschaft gezogen werden. Steht dafür kein Versorgungsprovisorium bereit, ist der ehrlichere Weg, nach der Vorortung direkt aufzugraben und zu reparieren.

Können Sie messen, wenn niemand weiß, wo das Kabel liegt?

Ja, das ist der Normalfall. Der Verlauf wird mit der elektromagnetischen Kabelortung aufgenommen und markiert, bevor die Entfernung aus der Vorortung darauf abgetragen wird.

Der Fehler tritt nur bei Regen auf. Können Sie trotzdem messen?

Feuchtigkeitsabhängige Fehler sind typisch für beschädigte Kabelmäntel; dafür gibt es die Mantelfehlermessung. Liegt der Fehler zum Messzeitpunkt nicht an, ist er schwerer zu fassen – sagen Sie uns, wann er zuletzt auftrat.

Nach der Reparatur: Warum muss noch einmal gemessen werden?

Weil beim Instandsetzen aufgetrennt wird und aus einem Kabel zwei Stücke werden. Beide gehören danach geprüft – ein Kabel, das an einer Stelle nachgegeben hat, hat oft noch eine zweite. Wird nur eingeflickt und wieder zugeschüttet, steht dieselbe Grabung in ein paar Wochen erneut an. Diese Kontrollmessung macht entweder Ihr Elektriker im Zuge der Reparatur, oder wir kommen dafür.

Technik und Verfahren

Isolations- und Widerstandsmessung

Am Anfang steht nicht die Frage, wo der Fehler liegt, sondern was das Kabel überhaupt noch hergibt. Ader für Ader wird der Isolationswert gegen Erde und gegen die übrigen Adern gemessen, dazu der Widerstand aufgenommen. Daraus lesen wir aus, welche Adern beschädigt sind und um welche Fehlerart es geht. Dieser Befund entscheidet über alles Weitere – er sagt, ob direkt gemessen werden kann oder ob die Stelle erst erdfühlig gemacht werden muss. Ohne ihn wäre jede Ortung ein Versuch auf gut Glück.

TDR-Laufzeitmesstechnik

Die Laufzeitmessung schickt einen kurzen Impuls in das Kabel und misst, wann das Echo zurückkommt; jede Störstelle wirft ihn anders zurück, daraus errechnet das Gerät die Entfernung. Das Reflektogramm zeigt neben dem Fehler auch Abzweige, Muffen und das Kabelende. Die Grenze: Es liefert eine Entfernung entlang des Kabels, keinen Ort im Garten, und bei hochohmigen Fehlern oft kein Echo.

Messbrücke

Die Messbrücke ist ein Widerstandsvergleich: Am fernen Ende werden die fehlerhafte und eine intakte Ader zu einer Schleife verbunden; die Fehlerstelle teilt sie in zwei Teilstücke, deren Widerstände sich verhalten wie die zugehörigen Längen. Sie ist das Verfahren der Wahl bei Erd- und Aderschluss, gerade dort, wo die Laufzeitmessung nichts hergibt. Ihre Grenze: Sie setzt Zugang zu beiden Enden, eine intakte Rückleitung gleichen Querschnitts und einen niederohmigen Fehler voraus.

Stoßen und Brennen zum Erdfühligmachen

Ein hochohmiger Fehler ist messtechnisch stumm. Deshalb wird die Stelle mit Stoßspannung beaufschlagt und heruntergebrannt, bis sie niederohmig – also erdfühlig – ist; erst dann lässt sie sich überhaupt orten. Das ist kein Zwischenschritt am Rande, sondern ein Eingriff ins Kabel: Die Anlage ist dabei in der Regel komplett außer Betrieb, weil häufig auch die benachbarten Phasen in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb muss vor dem Termin feststehen, ob ein Versorgungsprovisorium bereitsteht – oder ob stattdessen ohne Brennen direkt aufgegraben und repariert wird.

Leyeffekt

Wo kein sauberes Reflexionsbild zustande kommt, hilft der Leyeffekt beim Eingrenzen: Ausgewertet wird, wie sich das aufgegebene Ortungssignal entlang der Trasse verändert. Bis zur Fehlerstelle verhält es sich gleichbleibend, danach nicht mehr – der Umschlagpunkt liegt über dem Fehler. Das ist eine Eingrenzung und keine Punktbestimmung auf den Zentimeter; zusammen mit der aus der Messung bekannten Entfernung wird daraus die Stelle, an der geöffnet wird.

Mantelfehlermessung an Kunststoffkabeln

Ein Mantelfehler ist eine Verletzung der äußeren Kunststoffhülle, durch die Feuchtigkeit eindringt; die Anlage läuft oft noch, während die Schädigung fortschreitet. Zur Ortung wird eine getaktete Gleichspannung aufgegeben; der Strom tritt an der Schadstelle aus und erzeugt ein Spannungsgefälle, das mit zwei Erdspießen abgetastet wird und über dem Fehler die Richtung wechselt. Ihre Grenze: Auf Asphalt und Beton lässt sich das Gefälle nicht sauber abgreifen.

Elektromagnetische Kabelortung

Auf das freigeschaltete Kabel wird ein Ortungssignal aufgegeben und an der Oberfläche verfolgt. So entsteht die Trassenlinie, auf der die gemessene Entfernung abgetragen wird, samt Tiefenangabe. Die Grenze: In dicht belegten Gräben koppelt das Signal über und die Tiefenangabe bleibt ein Näherungswert, deshalb wird die Trasse mehrfach gegengeprüft.

Kabelauslese in Künette und Kabeltasse

Vor dem Haus teilen sich Strom, Telekom und Kabel-TV häufig einen Graben, und die Leitungen gehören verschiedenen Eigentümern. Die Kabelauslese klärt vor dem Öffnen, welches Kabel das gesuchte ist, damit niemand eine fremde, unter Spannung stehende Leitung in der Hand hat. Ihre Grenze: Sind mehrere Kabel baugleich und in Betrieb, muss der Netzbetreiber mitwirken.

Heizmatten und Heizkabel

Häufige Fragen

Muss der Boden für die Ortung geöffnet werden?

Nein. Gemessen wird am Anschluss des Heizkreises, eingegrenzt wird an der Oberfläche. Geöffnet wird erst, wenn die Stelle markiert ist, und dann punktuell – in der Regel durch Ihren Elektriker.

Und wenn an der markierten Stelle kein Fehler liegt?

Dann messen wir nach; das ist Teil des Auftrags. Hat die Messung danebengelegen, tragen wir den zweiten Termin. Stimmte sie und der Belag wurde nur zu eng geöffnet oder zu ungenau gesucht, stellen wir die Anfahrt in Rechnung – an der Messung lag es dann nicht. Für Kabelfehlermessung, Kabelortung und Rohrortung gilt dieselbe Regel.

Wir haben den Verlegeplan nicht mehr. Geht es trotzdem?

Ja. Dann wird der Heizleiter aufgeheizt und der Verlauf mit der Wärmebildkamera nachgezeichnet – Schlaufen, Wendepunkte, Anschluss. Das kostet zusätzliche Zeit vor Ort, ersetzt den Plan aber.

Muss der Bodenbelag beim Öffnen ersetzt werden?

Das entscheidet der Belag, nicht die Messung. Bei Fliesen wird eine Fliese entfernt und ersetzt, bei fugenlosen Belägen ist die Öffnung sichtbar. Deshalb wird die Stelle vor dem Öffnen so eng wie möglich eingegrenzt.

Kann man eine Heizmatte einfach kürzen?

Nicht beliebig. Die Matte ist vorgefertigt und auf eine bestimmte Länge ausgelegt; daran hängt die maximale Last, die auf dem Kreis liegen darf. Als Faustregel gilt: höchstens 20 Prozent. Wird mehr weggenommen, liegt mehr Leistung auf weniger Leiter, als der Hersteller vorgesehen hat – die Matte nimmt Schaden, oft nicht sofort, sondern über die nächsten Heizperioden. Deshalb messen wir die tatsächliche Länge, statt sie aus dem Verlegeplan zu übernehmen.

Wie oft darf dieselbe Matte repariert werden?

Pauschal gilt eine Grenze von vier Reparaturmuffen. Darüber hinaus arbeitet die Matte nicht mehr richtig. Wer die vierte Stelle setzt, sollte deshalb wissen, dass die fünfte keine Option mehr ist – dann steht die Frage nach einer neuen Matte, nicht nach der nächsten Muffe.

Repariert CFT die gefundene Stelle auch selbst?

Auf ausdrücklichen Wunsch ja, aber nur bei Dünnbettheizmatten und Heizkabeln. Bei allen anderen Leistungen endet unsere Arbeit mit Ortung, Markierung und Protokoll. Auch hier bleibt der Normalfall, dass Ihr Elektriker öffnet und instand setzt; wenn wir das übernehmen sollen, sprechen wir es vor dem Einsatz ab.

Kann die Matte nach der Reparatur weiterbetrieben werden?

Das entscheidet, wer die Stelle instand setzt und den Heizkreis anschließend prüft – in der Regel Ihr Elektriker.

Ist nach der Reparatur noch eine Messung nötig?

Ja. Sobald der Heizleiter für die Instandsetzung aufgetrennt ist, liegen zwei Stücke vor, und beide gehören durchgemessen, bevor der Belag wieder zugeht. Eine Matte, die an einer Stelle verletzt wurde, hat beim Verlegen häufig mehr abbekommen. Das übernimmt Ihr Elektriker oder wir – unterbleiben sollte es nicht, denn die zweite Öffnung kostet mehr als die Messung.

Technik und Verfahren

Isolations- und Widerstandsmessung

Vor jeder Ortung steht die Frage, welcher Fehler vorliegt. Gemessen wird der Widerstand des Heizleiters gegen den Sollwert des Kreises und die Isolation gegen das Schutzgeflecht. Ist der Leiter unterbrochen, führt der Weg über die Laufzeitmessung; schließt er gegen das Geflecht, über die Mantelfehlermessung. Bei mehreren Kreisen unter einer Fläche sagt derselbe Befund außerdem, welcher Kreis überhaupt betroffen ist.

TDR-Laufzeitmesstechnik am Heizleiter

Der Impuls läuft bis zur Unterbrechung und wird dort zurückgeworfen; aus der Laufzeit ergibt sich die Länge des intakten Stücks, und im Verhältnis zur verlegten Gesamtlänge sagt sie, in welcher Schlaufe der Fehler sitzt. Der Verkürzungsfaktor ist für Heizleiter geräteseitig nicht hinterlegt und wird an einem baugleichen intakten Kreis kalibriert; ohne das ist die Meterangabe nur relativ zu lesen, und sehr lange Heizkreise kommen an die Reichweitengrenze. Ein Ort im Raum wird aus dieser Zahl erst, wenn der Verlauf über das Wärmebild dazukommt.

Die Länge zählt aber nicht nur für die Ortung. Heizmatten kommen vorgefertigt vom Hersteller, mit einer festgelegten Leistung und einer Höchstlast, die auf dem Kreis liegen darf. Wird die Matte gekürzt, verschiebt sich das Verhältnis von Leiterlänge zu aufgelegter Leistung – deshalb muss die tatsächlich verlegte Länge bekannt sein, bevor jemand eingreift.

Mantelfehlermessung

Liegt kein Bruch vor, sondern ein Schluss gegen das Schutzgeflecht, ist die Hülle des Heizleiters verletzt. Zur Ortung wird ein getakteter Gleichstrom eingespeist, der an der schadhaften Stelle austritt; das dabei entstehende Spannungsgefälle wird an der Oberfläche abgetastet und kehrt direkt über dem Fehler seine Richtung um. Stark bewehrter Beton verwischt dieses Gefälle – dort trägt die Kombination aus Aufheizen und Wärmebild weiter.

Brenngenerator zum Aufheizen

Der Heizleiter liegt unter Fliese, Estrich oder Beton – sehen kann man ihn nicht, aber warm machen. Der Brenngenerator legt so viel Leistung auf, dass sich der Leiter vom umgebenden Aufbau abhebt und an der Oberfläche als Wärmemuster durchschlägt. Zwei Dinge werden damit sichtbar: der Verlegeverlauf mit seinen Schlaufen und Wendepunkten, und die Fehlerstelle selbst, wenn dort gezielt Energie eingebracht wird und der Punkt heißer wird als seine Umgebung. Wie schnell und wie deutlich das durchkommt, hängt an der Aufbauhöhe und am Belag: Dünnbett unter Fliesen zeigt früh, dicker Estrich braucht Zeit.

Thermografie

Die Wärmebildkamera ist das Auge zum Brenngenerator: Sie macht sichtbar, was er in den Boden gelegt hat. Der aufgeheizte Leiter zeichnet sich als Muster ab, und wo das Muster abbricht, umkehrt oder eine örtlich begrenzte Übertemperatur zeigt, sitzt die Stelle. Ohne eingebrachte Wärme bleibt sie stumm, denn eine unterbrochene Matte ist überall gleich kalt. Deshalb gehören beide Verfahren zusammen und werden nicht einzeln eingesetzt.

Kabelprüfung NS und MS

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur Kabelfehlermessung?

Der Anlass. Bei der Fehlermessung auf Nieder- oder Mittelspannung ist bereits etwas ausgefallen und die Fundstelle wird gesucht. Bei der Prüfung ist nichts ausgefallen und der Zustand wird beurteilt. Beides kann aufeinander folgen, ist aber nicht dasselbe.

Die Prüfung zeigt einen Fehler. Was passiert dann?

Dann endet die Prüfung und die Ortung beginnt – als eigener Arbeitsschritt mit eigenen Verfahren. Wir stimmen mit Ihnen ab, ob im selben Einsatz weitergemessen wird oder ob Sie den Abschnitt zunächst intern bewerten.

Muss der Abschnitt für die Prüfung freigeschaltet sein?

Ja. Geprüft wird ausschließlich am freigeschalteten, gesicherten und geerdeten Abschnitt. Die Schalthandlungen führt ausschließlich Ihr dafür bestelltes Personal nach Ihren Betriebsanweisungen aus.

Nach welchem Regelwerk wird geprüft?

Nach DIN VDE 0276-620. Prüfspannung und Prüfdauer richten sich in erster Linie nach Ihrer Vorgabe – haben Sie eigene Betriebsvorschriften oder Abnahmebedingungen, prüfen wir danach. Liegt keine Vorgabe vor, gilt die Norm. Prüfumfang, Prüfspannung und Bewertungsmaßstab werden vor dem Einsatz schriftlich vereinbart und im Protokollkopf festgehalten, damit die Prüfung beim nächsten Zyklus vergleichbar bleibt.

Prüfen Sie auch in Süddeutschland?

Nein. Die Kabelprüfung bieten wir ausschließlich in Österreich an, von Traiskirchen aus. Für die Kabelfehlermessung gilt das nicht – die führen wir auch in Süddeutschland durch, siehe Fehlermessung Mittelspannung.

Technik und Verfahren

VLF-Kabelprüfung

VLF steht für very low frequency: Geprüft wird mit einer Wechselspannung von sehr niedriger Frequenz statt mit Netzfrequenz. Dass es diesen Umweg überhaupt braucht, hat einen bauartbedingten Grund.

Kunststoffisolierte Kabel dürfen nicht mit Gleichspannung geprüft werden – Gleichspannung lagert Raumladungen in die Isolierung ein und kann das Kabel schädigen, statt es zu beurteilen. Eine Prüfung mit Netzfrequenz wäre zwar naheliegend, bräuchte für einen längeren Abschnitt aber eine Blindleistung, die kein transportables Gerät aufbringt. Die sehr niedrige Frequenz löst beides: netzähnliche Beanspruchung der Isolierung bei einer Leistung, die sich vor Ort erzeugen lässt.

Prüfspannung und Prüfdauer richten sich nach Ihrer Vorgabe. Geben Sie keine vor, prüfen wir nach Norm.

Die Grenze liegt in der Aussage selbst – die Prüfung zeigt, ob der Abschnitt der Prüfspannung standhält, nicht, wie weit die Alterung fortgeschritten ist. Ein bestandener Abschnitt kann die Prüfung auch nur knapp bestanden haben.

Mantelprüfung

Geprüft wird der äußere Kunststoffmantel gegen Erde, also die Frage, ob das Kabel noch dicht ist. Das ist die Prüfung, die nach Bauarbeiten in der Nähe der Trasse zuerst ansteht, weil eine Mantelverletzung der häufigste unbemerkte Bauschaden ist. Die Grenze: Sie sagt, dass ein Mantelfehler vorliegt, nicht wo – dafür folgt die Mantelfehlermessung als Ortung.

Weiterführende Diagnostik

Über die Ja-Nein-Aussage hinaus gibt es Verfahren, die den Alterungszustand beschreiben statt nur die Standfestigkeit: die Teilentladungsmessung, die Schwachstellen der Isolierung zeigt, bevor sie zum Fehler werden, und die Tangens-Delta-Messung, die über den Verlustfaktor Alterung und Feuchtigkeitsaufnahme über die gesamte Länge beurteilt. Beide sind aufwendiger und in der Auswertung anspruchsvoller als eine Stehspannungsprüfung.

Rampen- und Stiegenheizungen

Häufige Fragen

Muss die Fläche für die Ortung aufgestemmt werden?

Nein. Die Messung setzt am Anschluss des Heizkreises an, eingegrenzt wird oben auf der Fläche. Der Aufbruch beginnt erst, wenn die Markierung steht, und beschränkt sich auf dieses eine Feld – ausgeführt in der Regel von Ihrem Fachbetrieb.

Muss die Rampe während der Messung gesperrt werden?

Der Heizkreis wird für die Messung freigeschaltet. Für das Abtasten der Oberfläche muss die markierte Zone frei zugänglich sein, also ohne abgestellte Fahrzeuge und ohne Material darauf. Wie lange das dauert, hängt von der Größe der Fläche ab.

Kann bei Schnee und Eis gemessen werden?

Die Fläche muss abtastbar sein. Eine geschlossene Schnee- oder Eisschicht behindert das Aufnehmen des Spannungsgefälles an der Oberfläche und verfälscht das Wärmebild. Wir stimmen den Termin deshalb so ab, dass der betroffene Abschnitt geräumt ist.

Wir haben den Verlegeplan nicht mehr. Geht es trotzdem?

Ja. Dann wird der Kreis aufgeheizt und der Verlauf mit der Wärmebildkamera über der Fläche nachgezeichnet – Schlaufen, Wendepunkte, Anschluss. Das kostet zusätzliche Zeit vor Ort, ersetzt den Plan aber und bleibt als Aufnahme erhalten.

Kann der Heizkreis vor der Frostperiode geprüft werden, bevor er ausfällt?

Technisch ist das derselbe Grundbefund ohne Fehlerbild: Widerstand des Heizleiters und Isolation gegen das Schutzgeflecht werden gemessen und mit den Werten der Vorsaison verglichen. So fällt eine schleichende Verschlechterung auf, bevor die Fläche gebraucht wird.

Die Fläche wurde geöffnet und da war nichts. Was nun?

Dann wird nachgemessen, und zwar im Rahmen des Auftrags. Lag unsere Messung daneben, ist die Nachmessung kostenlos. Stimmte sie und wurde an der Markierung nur zu ungenau gesucht oder zu knapp aufgebrochen, stellen wir die Anfahrt in Rechnung – ein Messfehler von CFT liegt dann nicht vor. Für Kabelfehlermessung, Kabelortung und Rohrortung gilt das gleichermaßen.

Darf ein Heizkreis gekürzt werden?

Nur in engen Grenzen. Heizmatten kommen vorgefertigt vom Hersteller und sind auf eine bestimmte Länge ausgelegt, an der die zulässige Höchstlast hängt. Als Faustregel gelten 20 Prozent – wird mehr weggenommen, liegt mehr Leistung auf weniger Leiter, als vorgesehen ist, und der Kreis wird beschädigt. Auf einer Freifläche fällt das oft erst in der nächsten Frostperiode auf.

Wie viele Reparaturstellen verträgt ein Kreis?

Vier Reparaturmuffen, pauschal. Darüber hinaus arbeitet der Kreis nicht mehr richtig. Bei einer Rampe, die schon zweimal offen war, gehört das in die Entscheidung: Jede weitere Muffe bringt die Fläche näher an den Punkt, an dem der Kreis ersetzt statt geflickt wird.

Setzen Sie das Heizkabel auch gleich instand?

Auf ausdrücklichen Wunsch ja, beschränkt auf Heizkabel und Dünnbettheizmatten. Für jede andere Leistung endet unsere Arbeit bei Ortung, Markierung und Protokoll. Der Normalfall bleibt auch hier Ihr eigener Fachbetrieb, der aufbricht und instand setzt; soll es anders laufen, wird das vor dem Einsatz vereinbart.

Muss nach dem Aufbruch noch einmal gemessen werden?

Ja, und zwar bevor die Fläche wieder geschlossen wird. Mit der Reparatur wird der Heizkreis aufgetrennt; beide Seiten sind danach zu prüfen, ob noch weitere Fehler auf dem Kabel sitzen. Bei einer Rampe wiegt das doppelt: Der Aufbau muss befahrbar wiederhergestellt werden, und ein zweiter Aufbruch in derselben Saison ist teuer. Diese Kontrolle macht Ihr Fachbetrieb oder wir.

Technik und Verfahren

Isolations- und Widerstandsmessung

Am Anfang steht nicht das Wo, sondern das Was: Der Widerstand des Heizleiters wird gegen den Sollwert des Kreises gehalten, dazu kommt die Isolation gegen das Schutzgeflecht. Ein durchtrennter Leiter führt zur Laufzeitmessung, ein Schluss gegen das Geflecht zur Mantelfehlermessung. Auf einer Fläche mit mehreren Kreisen entscheidet dieser Befund zugleich, welcher Kreis überhaupt weiterverfolgt wird.

TDR-Laufzeitmesstechnik am Heizleiter

Ein Impuls wird auf den Heizleiter gegeben und kommt an der Trennstelle zurück. Aus der Laufzeit ergibt sich die Länge des noch intakten Stücks, und diese Länge sagt im Verhältnis zur verlegten Gesamtlänge, in welcher Schlaufe der Fehler sitzt. Für Heizleiter liegt geräteseitig kein Verkürzungsfaktor vor; kalibriert wird an einem baugleichen intakten Kreis, sonst ist die Meterangabe nur relativ zu lesen. Ausgedehnte Rampen und lange Freiflächenkreise bringen das Verfahren an seine Reichweitengrenze – ein Grund, den betroffenen Kreis vorher sauber zu bestimmen.

Mantelfehlermessung

Schließt der Heizleiter gegen das Schutzgeflecht, statt gebrochen zu sein, ist seine Hülle verletzt. Ein getakteter Gleichstrom tritt an der schadhaften Stelle aus, das Spannungsgefälle wird oben auf der Fläche abgetastet, und genau über dem Fehler dreht es seine Richtung um. Rampen sind allerdings meist kräftig bewehrt, und Bewehrung verwischt dieses Gefälle – wo es nicht eng genug wird, übernimmt die Kombination aus Aufheizen und Wärmebild.

Brenngenerator zum Aufheizen

Unter Beton, Estrich oder Pflasterbett ist der Heizleiter nicht zu sehen – aber aufzuheizen. Der Brenngenerator legt so viel Leistung auf, dass sich der Leiter vom umgebenden Aufbau abhebt und oben durchschlägt. Damit wird zweierlei sichtbar: der Verlegeverlauf mit Schlaufen und Wendepunkten und, bei gezielt eingebrachter Energie, die Fehlerstelle als örtlich abweichender Punkt. Freiflächen brauchen dafür mehr Geduld als ein Dünnbett im Bad: Rampenaufbauten sind dick, und Frost oder Nässe an der Oberfläche ziehen Wärme ab.

Thermografie

Die Wärmebildkamera liest ab, was der Brenngenerator in die Fläche gelegt hat: Der aufgeheizte Leiter zeichnet sich als Muster ab, und wo es abbricht oder eine eng begrenzte Übertemperatur zeigt, sitzt die Stelle. Im Freien hängt das Bild zusätzlich am Zustand der Oberfläche – eine geschlossene Schnee- oder Eisschicht verfälscht es, der Abschnitt muss dafür geräumt sein. Nasse Rampen kühlen ungleichmäßig ab, was die Aufnahmezeit verlängert.

Telekom, Daten und Kabel-TV

Häufige Fragen

An der Markierung war nichts. Und jetzt?

Dann kommen wir wieder und messen nach. Lag unsere Messung daneben, kostet Sie das nichts. Stimmte sie und es wurde nur zu knapp oder zu flach geöffnet, verrechnen wir die Anfahrt.

Müssen Verstärker, Modem und Endgeräte abgeklemmt werden?

Ja, gemessen wird an der freien Strecke, sonst misst man das Gerät und nicht das Kabel. Wer abklemmt und wer die Abschnitte öffnen darf, klären wir vorher.

Können Sie den Fehler finden, wenn niemand weiß, wo die Leitung liegt?

Ja, das ist der Normalfall. Zuerst zeichnen wir die Trasse an der Oberfläche nach und markieren sie; erst auf dieser Linie hat die gemessene Entfernung einen Ort.

Der Fehler ist nur bei Regen da. Können Sie trotzdem messen?

Feuchtigkeitsabhängige Fehler sind typisch für beschädigte Kabelmäntel und für feuchte Steckverbindungen und Abzweiger. Liegt der Fehler zum Messzeitpunkt nicht an, ist er schwerer zu fassen – sagen Sie uns, wann er zuletzt aufgetreten ist.

Wie genau ist die Markierung auf der Oberfläche?

Ziel ist eine Markierung, an der punktuell geöffnet werden kann. Wie eng das ausfällt, hängt von Verlegetiefe, Untergrund und Fehlerart ab; die erreichte Eingrenzung steht im Protokoll.

Ist die Sache mit der Reparatur erledigt?

Nicht ganz. Für die Instandsetzung wird die Leitung aufgetrennt, und danach liegen zwei Abschnitte vor, die beide gemessen gehören: Eine Leitung, die einmal Feuchtigkeit gezogen hat, hat das selten nur an einer Stelle. Ob Ihr Elektriker das im selben Zug erledigt oder wir dafür anrücken, ist eine Frage der Absprache – offen bleiben sollte es nicht.

Technik und Verfahren

TDR-Laufzeitmesstechnik am Koaxkabel

Koaxkabel haben einen definierten Wellenwiderstand, und davon lebt die Laufzeitmessung: Ein kurzer Impuls wird eingespeist, jede Abweichung wirft einen Teil davon zurück, aus der Laufzeit des Echos errechnet das Gerät die Entfernung. Ein gequetschter Abschnitt, eine feuchte Steckverbindung oder ein aufgerissener Schirm zeichnen sich unterschiedlich ab. Die Grenze: Das Verfahren liefert eine Entfernung entlang des Kabels, keinen Ort im Garten, und bei langen, stark gedämpften Strecken oder mehreren Störstellen hintereinander wird das Bild unklar.

Messbrücke an paarverseilten Fernmelde- und Datenkabeln

Die Messbrücke ist ein Widerstandsvergleich: Am fernen Ende werden die fehlerhafte und eine intakte Ader desselben Kabels zu einer Schleife verbunden; die Fehlerstelle teilt sie in zwei Teilstücke, deren Widerstände sich verhalten wie die zugehörigen Längen. Twisted-Pair-Kabel bringen dafür die günstigste Ausgangslage mit, weil alle Adern denselben Querschnitt und dieselbe Länge haben, der Vergleichsmaßstab also im selben Mantel daneben liegt. Ihre Grenze: Sie setzt Zugang zu beiden Enden und eine intakte Rückleitung voraus, und eine nicht dokumentierte Abzweigdose verfälscht die Länge.

Drallmethode bei paarverseilten Kabeln

Fernmelde- und Datenkabel sind paarweise verdrillt, damit Störungen auf beide Adern gleich wirken. Diese Verseilung lässt sich nutzen: Ein eingespeistes Signal erzeugt an der Oberfläche ein Muster im Takt der Verdrillung, das an der Fehlerstelle endet. Bei unregelmäßiger Schlaglänge oder geschirmten Bauformen greift das Verfahren nicht.

Elektromagnetische Kabelortung

Auf die freigeschaltete Leitung wird ein Ortungssignal aufgegeben und an der Oberfläche verfolgt. Damit bekommt die Meterzahl aus dem Reflektogramm erst eine Richtung: Sie wird auf der nachgezeichneten Linie abgetragen, die Tiefe kommt dazu. Die Grenze: Fernmelde- und Koaxleitungen liegen selten allein im Graben, das Signal springt auf die Nachbarn über, und die Tiefe bleibt ein Näherungswert – deshalb wird die Linie mehrfach nachgefahren, bevor markiert wird.

Kabelauslese bei Kabelbündeln

Am Hausübergabepunkt, im Verteiler oder im Leerrohr liegen die Leitungen als Bündel beieinander – baugleich, oft ohne brauchbare Beschriftung, manche davon fremd und unter Spannung. Bevor eine davon getrennt oder gemessen wird, muss feststehen, welche es ist. Auf die gesuchte Leitung wird dafür ein Signal gegeben und am Bündel wieder herausgegriffen; entschieden wird am Signal, nicht am Aussehen. Sonst hängt am Ende die Nachbarleitung am Messgerät, und die eigene läuft weiter. Die Grenze liegt dort, wo das Bündel aus lauter gleichen, aktiven Leitungen besteht: Was gerade in Betrieb ist, kann nur der Netzbetreiber vom Netz nehmen.

Ortung und Vermessung 42 Fragen · 33 Verfahren

Baufeld- und Trassenfreimessung

Häufige Fragen

Ersetzt die Freimessung die Einbautenauskunft der Netzbetreiber?

Nein. Die Auskunft der Netzbetreiber bleibt einzuholen. Die Freimessung prüft, ob die Lage im Feld tatsächlich stimmt, und findet zusätzlich, was in keiner Auskunft verzeichnet ist.

Was gilt, wenn eine Leitung nicht dort liegt, wo sie markiert wurde?

Dann wird nachgemessen; das gehört zum Leistungsumfang. War unsere Messung falsch, ist die Nachmessung für Sie kostenlos. Stimmte die Markierung und wurde beim Aushub nur nicht genau genug an der markierten Stelle oder nicht tief genug gegraben, verrechnen wir die Anfahrt, weil dann kein Messfehler von CFT vorliegt. Dieselbe Regel gilt für Kabelfehlermessung, Kabelortung und Rohrortung.

Bis in welche Tiefe reicht Georadar?

Das hängt vom Boden und von der Antenne ab, nicht vom Gerätehersteller. Trockener Kies lässt tief blicken, feuchter Ton kaum.

Was muss ich vorbereiten, damit die Fläche messbar ist?

Eine begehbare Oberfläche ohne hohen Bewuchs, Schuttberge und abgestellte Fahrzeuge. Stark verkrautete oder tief zerfahrene Flächen verringern die Datenqualität spürbar.

Finden Sie auch alte Tanks und Zisternen?

Ja. Zisternen, Grauwasser-, Öl- und Treibstofftanks gehören zu den Strukturen, die wir orten. Ausbau und Entsorgung übernehmen wir nicht, wir markieren die Lage und übergeben sie.

Technik und Verfahren

Georadar (GPR)

Eine Antenne sendet kurze elektromagnetische Impulse in den Boden. An jeder Grenzfläche mit anderen elektrischen Eigenschaften – Rohrwand, Hohlraum, Fundamentkante, Schichtwechsel – wird ein Teil reflektiert und als Laufzeit aufgezeichnet. Georadar findet damit auch Kunststoffrohre ohne Suchband, Betonbauteile und Hohlräume. Seine Grenze ist der Boden selbst: In leitfähigem, bindigem oder wassergesättigtem Material sinkt die Eindringtiefe; hohe Antennenfrequenzen lösen fein auf, reichen aber weniger tief.

Auf historischen Baugründen wird dasselbe Verfahren zur Voruntersuchung: Alte Mauerzüge und vergessene Leitungen werden kartiert, ohne dass gegraben wird. Die Messung datiert allerdings nichts und ersetzt keine Grabung.

Rasterscan und Schwerpunktuntersuchung

Für die Fläche wird ein Raster aufgelegt und flächendeckend abgescannt; die Bahnen werden zusammengeführt, sodass eine Karte der verborgenen Einbauten entsteht. Bei der Schwerpunktuntersuchung wird ein kritischer Teilbereich tiefenscharf durchgearbeitet. Die Rasterweite entscheidet über das, was gefunden wird. Gefahren wird in zwei zueinander senkrechten Bahnrichtungen, weil ein parallel zur Messbahn liegendes Objekt im Radarbild keine Reflexionshyperbel erzeugt.

Fundament- und Gewölbeortung

Dieselbe Technik zeigt Fundamente, Gewölbe, verfüllte Keller und andere Bauwerksreste, bevor ein Umbau oder Rückbau geplant wird – dazu Fundamentgrößen und die Ortung von Zisternen, Grauwasser-, Öl- und Treibstofftanks. In Hallen prüfen wir Bauteilaktivierungen, damit beim Kernbohren keine Heizschleife getroffen wird.

Kabelsuchtechnik und Rohrsondentechnik

Metallische Leitungen erfassen wir zusätzlich elektromagnetisch, Rohre mit eingeschobener Sonde. Wie das im Detail arbeitet, steht auf der Seite zur Rohr- und Leitungsortung.

Vermessung mit GPS und Totalstation

Ein GNSS-Empfänger auf dem Lotstab bestimmt die Position jedes georteten Punktes über Satellitensignale, korrigiert über einen Referenzdatendienst. Erst dadurch wird aus der Farbmarkierung ein Datensatz für GIS und CAD. Zwischen Hallenwänden, unter dichten Baumkronen oder unter Überbauung bricht die Genauigkeit ein – dort tritt die Totalstation an die Stelle des Satellitenempfangs und misst Richtung und Strecke von einem bekannten Standpunkt aus. Aufgenommen wird so oder so alles, was wir orten; das ist keine Zusatzbestellung, sondern Teil der Freimessung.

Baukernaktivierung orten

Häufige Fragen

Wie genau liegen die markierten Bahnen?

Genau genug für die Bohrfreigabe: Die Bahnen werden am Bauteil markiert und die Bohrpunkte mit Sicherheitsabstand in die freien Fenster gelegt. Wo es eng wird, sagen wir es – und legen den Punkt lieber um, als ihn zu riskieren.

Funktioniert die Ortung auch von unten, über Kopf?

Ja. Gemessen wird von der zugänglichen Seite – Boden oder Decke. Über Kopf dauert es etwas länger, das Ergebnis ist dasselbe.

Wir haben Verlegepläne der Aktivierung – reicht das nicht?

Pläne zeigen die Absicht, das Radar den Bestand: Verlegte Schlangen weichen vom Plan ab, und gebohrt wird ins Bauteil, nicht in die Zeichnung. Mit Plan geht die Messung schneller – ersetzen kann er sie nicht.

Sieht das Radar auch Gas-, Wasser- und Elektroleitungen im Bauteil?

Ja. Was sich in Boden, Decke oder Wand abzeichnet, wird miterfasst und mitmarkiert – Gasleitungen, Wasser- und Heizungsrohre, Elektroleitungen, Leerrohre und Bewehrungslagen. Genau deshalb gehört vor jede Kernbohrung eine Messung, nicht nur bei aktivierten Decken.

Technik und Verfahren

Das Georadar liest die Reflexionen aus dem Beton: Rohrschlangen, Bewehrung und Leerrohre zeichnen sich in den Tiefenschnitten als Bahnen ab, nach Lage und Tiefe unterscheidbar. Die Kunst ist die Deutung – Bewehrung von Heizrohr zu trennen ist Erfahrungssache, und genau dafür fahren unsere Techniker solche Flächen seit Jahren. Gemessen wird zerstörungsfrei; das Bauteil bleibt, wie es ist.

Fundamente und Einbauten

Häufige Fragen

Wie tief sieht das Georadar?

Das entscheidet der Boden: In sandigen, trockenen Lagen mehrere Meter, in schwerem, feuchtem Lehm deutlich weniger. Was an Ihrem Standort realistisch ist, sagen wir ehrlich vor dem Einsatz – nicht danach.

Erkennt die Messung auch Hohlräume und alte Keller?

Ja, Hohlstellen zeichnen sich deutlich ab – vom verfüllten Gewölbe bis zum vergessenen Kellerraum. Ob dahinter Luft, Wasser oder Verfüllung steckt, grenzt die Auswertung ein; die letzte Gewissheit bringt die Kernbohrung an der markierten Stelle.

Können die Ergebnisse direkt in Planung und GIS übernommen werden?

Ja – eingemessen mit GPS oder Totalstation kommen die Funde als .shp, .gpkg, .dwg oder .dxf. Aus der Ortung wird damit Bestandsdokumentation.

Was unterscheidet diese Leistung von der Baufeldfreimessung?

Die Blickrichtung: Die Freimessung räumt eine Fläche VOR dem Bau frei, die Fundament- und Einbautenortung beantwortet gezielte Fragen im Bestand – was liegt unter dem Hof, was steckt in der Wand, worauf steht der Anbau.

Technik und Verfahren

Das Georadar sieht Dichteunterschiede: Mauerwerk gegen Erdreich, Hohlraum gegen Fels, Bewehrung gegen Beton. Die Frequenz bestimmt den Blick – tief und grob für Fundamente und Gewölbe, flach und fein für Einbauten im Bauteil. Was das Radar nicht eindeutig zuordnet, wird als Verdacht benannt statt als Befund verkauft; diese Ehrlichkeit unterscheidet einen brauchbaren Bericht von einer bunten Grafik.

Kataster für GIS

Häufige Fragen

In welchen Formaten bekommen wir die Daten?

Standardmäßig als .shp, .gpkg, .dxf und .pdf. Welches Format führend ist, klären wir mit Ihrem Zielsystem, damit der Import ohne Umbau funktioniert.

In welchem Koordinatensystem wird geliefert?

Im Bezugssystem Ihres bestehenden Datenbestandes, damit sich die neuen Daten deckungsgleich einfügen.

Was gilt, wenn an der eingemessenen Stelle nichts liegt?

Dann messen wir nach; das gehört zum Leistungsumfang. War unsere Messung falsch, kostet die Nachmessung nichts, und wir berichtigen den Datensatz. Hat unsere Messung gestimmt und es wurde nur nicht genau genug gesucht oder nicht tief genug gegraben, verrechnen wir die Anfahrt, weil dann kein Messfehler von uns vorliegt.

Können wir den Kataster abschnittsweise aufbauen?

Ja. Die Erfassung lässt sich nach Ortsteilen, Straßenzügen oder Netzabschnitten gliedern und mit jeder Baumaßnahme fortschreiben. Aufbau und Formate bleiben dabei gleich, sonst passen die Teile am Ende nicht zusammen.

Übernehmen Sie auch vorhandene alte Pläne?

Ja, als Datenquelle. Übernommene Inhalte kennzeichnen wir aber als übernommen und nicht als gemessen. Was aus einem Altplan stammt, hat eine andere Verlässlichkeit als ein eingemessener Punkt, und das muss im Datensatz sichtbar bleiben.

Technik und Verfahren

Ortung des Altbestands

Bevor eingemessen werden kann, muss gefunden sein: Führbare Leitungen – Kabel, metallische Rohre, Leitungen mit Beidraht – verfolgt die elektromagnetische Ortung von der Oberfläche. In Kunststoffrohre gehen ortbare Sonden, und was gar kein Signal führt, liest das Georadar aus den Dichteunterschieden des Bodens. So wird auch der Bestand erfassbar, von dem weder Plan noch Erinnerung geblieben sind.

GPS-gestützte Vermessung

Ein GNSS-Empfänger auf dem Lotstab bestimmt die Position jedes Ortungspunktes über Satellitensignale, korrigiert über einen Referenzdatendienst. Das ist im offenen Gelände das schnellste Verfahren. Seine Grenze ist der freie Himmel: Zwischen Hallenwänden, unter dichten Baumkronen, in engen Straßenschluchten oder unter Brücken bricht die Genauigkeit ein.

Optische Vermessung mit Totalstation

Dort, wo GNSS ausfällt, misst die Totalstation Richtung und Strecke von einem bekannten Standpunkt aus. Sie ist unabhängig von Satelliten und arbeitet auch in Hallen und unter Überbauung. Voraussetzung sind freie Sicht zum Ziel und Anschlusspunkte, über die die Messung an das Bezugssystem gehängt wird.

Attributierung und Datenmodell

Eine Linie allein ist noch kein Kataster. Zu jedem Objekt gehören Medium, Material, Dimension und vor allem die Herkunft der Information: eingemessen, geortet oder aus einem Altplan übernommen. Diese Unterscheidung entscheidet später, wie weit man dem Strich im Plan trauen darf.

Datenkonvertierung und GIS-Schnittstellen

Die Übergabe erfolgt als .gpkg oder .shp für das GIS, als .dxf für CAD und als .pdf für alle ohne Systemzugang. Die Formate sind nicht gleichwertig: .shp begrenzt Attributnamen auf zehn Zeichen, .dxf transportiert Zeichnung und Ebenen, aber keine Sachdaten – welches Format führend ist, klären wir mit Ihrem Zielsystem.

Netzortung und Kabelauslese

Häufige Fragen

Wie stellen Sie sicher, dass im Graben das richtige Kabel getrennt wird?

Über die Kabelauslese: Auf das gesuchte Kabel wird ein Signal aufgegeben und im Bündel eindeutig zugeordnet, bevor jemand schneidet. Sind mehrere Kabel baugleich und in Betrieb, stimmen wir das Vorgehen vorher mit Ihnen und dem Netzbetreiber ab.

Muss der Betrieb dafür stillstehen?

Das hängt davon ab, wie wir das Signal auf die Leitung bringen. Gearbeitet wird von der Oberfläche aus und abschnittsweise; ob und wann freigeschaltet werden muss, klären wir vor dem Termin.

Können Sie auch nichtmetallische Rohre orten?

Ja – nur nicht über das aufgegebene Signal, dafür fehlt der Leiter. Ist das Rohr befahrbar, geht die Sonde hinein und wir orten sie. Bleibt auch das versperrt, arbeiten wir flächig mit Georadar. Ein nichtmetallisches Rohr ohne Zugang und ohne Suchband ist der schwierigste Fall im Abschnitt, und wir sagen das vor dem Termin, nicht danach.

Wie genau ist die Markierung, und kommt die Tiefe dazu?

Markiert wird an der Oberfläche, entlang der Trasse. Ob eine Tiefe dazukommt, entscheidet das Verfahren: Die Sonde gibt sie an ihrem Standpunkt her, die elektromagnetische Ortung als errechneten Wert.

Was passiert, wenn die Leitung nicht dort liegt, wo Sie markiert haben?

Meldet die Baustelle, dass beim Aufmachen an der markierten Stelle nichts liegt, kommen wir zurück und messen nach; das ist Teil der Leistung. Hat unsere Messung danebengelegen, kostet der zweite Termin nichts. Stimmt die Markierung und wurde nur neben der Trasse oder zu flach gegraben, verrechnen wir die Anfahrt, weil kein Messfehler von CFT vorliegt – bei Kabelortung, Rohrortung und Kabelfehlermessung gleichermaßen.

Reparieren Sie die gefundene Stelle auch?

Nein. Unser Teil endet mit Markierung, Kennzeichnung und Protokoll. Die Arbeit am Kabel selbst übernimmt Ihre Betriebstechnik, der ausführende Kabelmonteur oder der Netzbetreiber – unser Befund ist die Grundlage dafür.

Technik und Verfahren

Elektromagnetische Rohr- und Kabelortung

Ein Wechselstromsignal geht auf das Kabel – direkt angeklemmt, induktiv oder über die Signalzange, je nachdem, was der Zugangspunkt hergibt. Der Empfänger nimmt das Magnetfeld an der Oberfläche auf und zeichnet die Trasse nach. Ein metallischer Leiter muss vorhanden sein. In dicht belegten Trassen, wie sie auf Werksgeländen und in Ortsnetzabschnitten vorkommen, koppelt das Signal auf die Nachbarleitungen über – welches Kabel im Bündel das gesuchte ist, klärt dann erst die Auslese im offenen Graben.

Sondenortung

Fehlt der metallische Leiter, fährt eine batteriebetriebene Sendesonde mit – an der Schiebekamera oder am Gestänge. Sie sendet von einem Punkt aus, und dieser Punkt lässt sich an der Oberfläche genau bestimmen, samt Tiefenangabe. So bekommen auch nichtmetallische Leitungen im Abschnitt einen nachvollziehbaren Verlauf. Voraussetzung ist eine Öffnung, durch die sich die Sonde einbringen lässt.

Akustische Rohrortung

Manche Leitungen verraten sich über den Schall – über das Geräusch, das sie selbst erzeugen, oder über eines, das ihnen aufgeprägt wird. Das Bodenmikrofon sucht an der Oberfläche das Maximum; dort verläuft die Leitung. Das ist der Weg, wenn elektromagnetisch nichts ankoppelt. Auf Betriebsflächen und an Straßenzügen setzt der Verkehrslärm dem Verfahren eine harte Grenze, ebenso ein Rohrmaterial, das den Schall schluckt.

Kabelauslese in Künette und Kabeltasse

Liegen im offenen Graben mehrere Kabel nebeneinander, beantwortet kein Ortungsplan die entscheidende Frage: Welches ist das gesuchte? Bei der Kabelauslese wird ein Signal aufgegeben und das einzelne Kabel im Bündel eindeutig identifiziert, bevor jemand schneidet. Dasselbe gilt in der Kabeltasse, wo Belegungslisten und Beschriftungen nach Jahren selten noch stimmen.

Georadar

Für die flächige Suche ohne Anknüpfungspunkt setzen wir Georadar ein. Es ist der Weg zu nichtmetallischen Leitungen ohne Zugang und ohne Suchband und die Rückfallebene dort, wo kein Signal aufgebracht werden kann.

Einmessung mit GPS und Totalstation

Jeder geortete Punkt wird eingemessen – mit GPS im Freien, mit der Totalstation dort, wo Hallenwände, Bewuchs oder Überbauung den Satellitenempfang abschneiden. Das läuft standardmäßig mit und ist keine Zusatzbestellung: Nur so bleibt der Verlauf nach dem nächsten Regen erhalten, und nur so hat Ihre Bestandsführung etwas, woran sie anschließen kann.

Rohr- und Leitungsortung

Häufige Fragen

Können Sie auch Kunststoffrohre orten?

Ja, aber nicht elektromagnetisch. Ist das Rohr befahrbar, schieben wir eine Sonde ein und orten diese. Sonst bleibt Georadar. Ein Kunststoffrohr ohne Zugang und ohne Suchband ist der schwierigste Fall, und das sagen wir vorab.

Wie genau ist die Markierung, und kommt die Tiefe dazu?

Der Verlauf wird an der Oberfläche markiert. Tiefenangaben ermitteln wir dort, wo das Verfahren sie hergibt: bei der Sondenortung punktuell, bei der elektromagnetischen Ortung als rechnerischen Wert.

Was passiert, wenn die Leitung nicht dort liegt, wo Sie markiert haben?

Dann messen wir nach, und die Nachmessung gehört zum Leistungsumfang. War unsere Messung falsch, ist sie für Sie kostenlos. Stimmt die Markierung und wurde nur daneben oder nicht tief genug gegraben, verrechnen wir die Anfahrt, weil dann kein Messfehler von CFT vorliegt. Das gilt für Kabelortung, Rohrortung und Kabelfehlermessung gleichermaßen.

Was, wenn es keinen Zugangspunkt gibt?

Dann klären wir zuerst, ob sich einer schaffen lässt: ein geöffneter Schacht, ein freigelegtes Rohrende, ein Verteiler. Findet sich keiner, arbeiten wir flächig mit Georadar.

Wie lange hält die Markierung?

Bis zum nächsten Regen oder bis der Rasen gemäht wird. Deshalb gehört die Skizze dazu: Sie bezieht den Verlauf auf feste Punkte im Gelände und ist auch Wochen später noch brauchbar. Fotografieren Sie die Markierung, solange sie frisch ist.

Bekommen wir den Verlauf auch als CAD-Datei?

Auf Bestellung ja. Dann nehmen wir alle Messpunkte mit GPS und Totalstation auf und arbeiten daraus einen Plan aus, den Sie als .dwg oder .dxf erhalten. Ohne diese Bestellung bleibt es bei Skizze und Dokumentation als .pdf.

Reparieren Sie die gefundene Stelle auch?

Nein. CFT ortet, markiert und protokolliert. Die Instandsetzung übernimmt Ihr Installateur oder Elektriker, mit unserem Befund als Grundlage.

Technik und Verfahren

Elektromagnetische Rohr- und Kabelortung

Auf die Leitung wird ein Wechselstromsignal aufgebracht, direkt angeklemmt, induktiv oder über eine Signalzange; der Empfänger misst das Magnetfeld an der Oberfläche und zeichnet den Verlauf nach. Das Verfahren braucht einen metallischen Leiter, und in dicht belegten Trassen koppelt das Signal auf Nachbarleitungen über.

Sondenortung

In das Rohr wird eine batteriebetriebene Sendesonde eingeschoben, an der Schiebekamera oder am Gestänge. Sie strahlt punktuell ab, ihre Position ist an der Oberfläche punktgenau bestimmbar, samt Tiefenangabe – so werden auch nichtmetallische Rohre ortbar. Ohne befahrbare Öffnung kommt die Sonde nicht hinein.

Akustische Rohrortung

Genutzt wird das Geräusch, das eine Leitung selbst erzeugt oder das ihr aufgeprägt wird; ein Bodenmikrofon nimmt es an der Oberfläche auf, das Maximum liegt über der Leitung. Das hilft dort, wo elektromagnetisch nichts ankoppelt. Verkehrslärm und schallschluckendes Rohrmaterial setzen dem Verfahren eine harte Grenze.

Georadar

Findet sich kein Punkt, an dem ein Signal aufgegeben werden kann, bleibt die flächige Suche mit Georadar. Sie ist der Weg zum Kunststoffrohr ohne Zugang und ohne Suchband – und gleichzeitig der schwierigste Fall, den wir vorab so benennen.

Vermessung mit GPS und Totalstation, auf Wunsch

Soll aus der Ortung mehr werden als eine Markierung, nehmen wir jeden Messpunkt zusätzlich auf: mit GPS im Freien, mit der Totalstation dort, wo der Satellitenempfang zwischen Hauswänden oder unter Bewuchs nicht trägt. Daraus arbeiten wir den Verlauf als Plan aus und übergeben ihn im Format, mit dem Planer und Baufirmen ohnehin arbeiten – .dwg oder .dxf. Das ist eine eigene Position und läuft nur, wenn Sie sie bestellen.

Schieber- und Hydrantenkappen orten

Häufige Fragen

Die Kappe steht in keinem Plan. Finden Sie sie trotzdem?

Meistens ja. Gesucht wird nicht der Eintrag, sondern das Bauteil: Der Guss der Kappe meldet sich magnetisch von selbst, und über den Strang tasten wir uns vom letzten bekannten Punkt im Netz zum gesuchten vor. Fehlt jeder Anhaltspunkt, bleibt das flächige Absuchen mit Georadar.

Und wenn die Kappe aus Kunststoff ist oder der Schacht aus Beton?

Magnetisch nicht – ohne Eisen gibt es nichts, worauf das Gerät anspricht. Dann bleiben Georadar und der Weg über den Strang: Signal auf die Leitung oder Sonde hinein und den Verlauf bis zum gesuchten Punkt verfolgen.

Legen Sie die gefundene Kappe auch frei?

Nein. Unsere Arbeit endet bei Ortung, Markierung und Protokoll. Was danach kommt – aufmachen, Kappe oder Deckel tauschen –, macht Ihr Bauhof oder Ihre Baufirma, auf Grundlage unseres Befunds.

Bekommen wir die Fundpunkte in unseren Datenbestand?

Ja, auf Wunsch messen wir die Punkte ein und liefern sie als .shp, .gpkg oder .dxf.

Und wenn Sie danebenliegen?

Dann kommen wir zum Nachmessen. Stellt sich unsere Messung als falsch heraus, kostet das nichts. War sie richtig und es wurde neben der Markierung oder zu flach aufgemacht, stellen wir die Anfahrt in Rechnung – ein Messfehler von CFT liegt dann nicht vor.

Technik und Verfahren

Magnetortung

Jeder ferromagnetische Körper verzerrt das Erdmagnetfeld um sich herum; genau diese Verzerrung liest das Magnetsuchgerät ab. Schieber- und Hydrantenkappen aus Guss sind ein kleines Ziel, melden sich aber von selbst – es muss kein Signal aufgebracht werden, auch nicht unter Asphalt, Schotter und Erde. Die Grenzen setzt die Umgebung im Straßenraum: Kappen aus Kunststoff und Deckel aus Beton haben nichts, worauf das Gerät anspricht, und zwischen Bewehrung, Bauschutt und sonstigem Metall geht der Ausschlag eines so kleinen Teils im Störsignal unter.

Georadar (GPR)

Die Antenne schickt kurze elektromagnetische Impulse nach unten; an jeder Schichtgrenze mit anderen elektrischen Eigenschaften kehrt ein Teil zurück und wird als Laufzeit aufgezeichnet. Daraus entsteht ein Schnittbild des Aufbaus, in dem sich Betonringe, Schachtkörper und der Hohlraum darunter abheben – also die Fälle, in denen das Magnetgerät stumm bleibt. Wie weit das reicht, entscheidet der Untergrund: In bindigem oder nassem Material kommen die Impulse weniger tief, unter dichter Bewehrung ist das Bild nicht mehr zu lesen.

Elektromagnetische Ortung des zuführenden Rohrs

Zeigt sich die Kappe nicht, gehen wir den Weg über den Strang: Am nächsten zugänglichen Punkt wird ein Wechselstromsignal auf Rohr oder Suchband gegeben, danach wird der Strang an der Oberfläche ausgegangen. Strangenden, Knicke und Abzweige sind die Stellen, an denen im Netz üblicherweise eine Armatur sitzt – dort wird dichter gesucht. Voraussetzung sind ein Ankopplungspunkt und ein durchgehend leitfähiger Weg; bei Kunststoffleitungen ohne Suchband bleibt das Verfahren aus, in dicht belegten Trassen springt das Signal auf den Nachbarstrang über.

Sondenortung

Wo es eine Öffnung gibt, schieben wir eine Sendesonde ein, am Gestänge oder an der Schiebekamera. Die Sonde sendet von einem Punkt aus; dieser Punkt lässt sich von der Oberfläche aus anpeilen und mit Tiefenangabe festhalten – so ist auch ein Kunststoffstrang Meter für Meter bis zum gesuchten Bauteil zu verfolgen. Ohne befahrbare Öffnung geht es nicht, und Bögen, Versätze, Wurzeln sowie die Länge des Gestänges begrenzen, wie weit die Sonde kommt.

Kanal-TV vom Nachbarschacht aus

Dieses Verfahren gilt den Schächten und Einstiegen des Auftrags, nicht der Armaturenkappe: Vom nächsten zugänglichen Schacht wird die Kamera in die Haltung gefahren. Der gesuchte Schacht zeigt sich von innen als Einstieg, Anschluss oder Absturz und wird über die Kamerasonde an der Oberfläche eingemessen. Das ist das eindeutigste Verfahren, weil es den Schacht selbst zeigt. Es braucht aber einen befahrbaren Nachbarschacht und eine freie Haltung – steht sie voll Wasser, endet die Fahrt vor dem Ziel.

Verdeckte Schächte

Häufige Fragen

Der Schacht steht in keinem Plan. Können Sie ihn trotzdem finden?

Meistens ja, weil wir nicht nach dem Plan suchen, sondern nach dem Bauteil. Gibt es am Haus einen Einstieg in die Leitung, fahren wir mit der Kamera von dort nach außen und kommen so vom bekannten Punkt zum unbekannten. Gibt es keinen, suchen wir die Fläche selbst ab: erst mit dem Magnetometer, dann mit Georadar.

Finden Sie auch Schächte aus Beton oder mit Kunststoffdeckel?

Nicht mit dem Magnetometer, dafür fehlt das Eisen. Dann führt der Weg über die Leitung: Kamera und Sonde vom Hausanschluss aus bis zur Einmündung. Ist auch das nicht möglich, bleibt Georadar, das den Schachtkörper und den Hohlraum darunter zeigt statt den Deckel.

Wie tief kann gesucht werden?

Das hängt am Verfahren, nicht am Schacht. Das Magnetometer reicht maximal einen Meter tief, Georadar maximal zwei. Über die Leitung kommen wir weiter: Die Sonde im Kamerakopf ist bis 2,5 m anpeilbar, die elektromagnetische Ortung des zuführenden Rohrs trägt bis 5 m. Deshalb steht die Frage nach dem Zugang am Anfang – von innen erreichen wir Tiefen, die von der Fläche aus nicht mehr anzeigen.

Muss ich vorher etwas wegräumen?

Die magnetische Suche stört jedes Eisen auf der Suchfläche: im Boden Bewehrung und Bauschutt, am Rand ein Metallzaun. Was fest liegt, lässt sich nicht wegräumen – dort ziehen wir das zweite Verfahren nach.

Und wenn Sie danebenliegen?

Dann messen wir nach. War unsere Messung falsch, kostet das nichts. Hat sie gestimmt und es wurde neben der Markierung oder zu flach gegraben, verrechnen wir die Anfahrt – dann liegt kein Messfehler von CFT vor.

Öffnen und sanieren Sie den Schacht auch?

Nein. CFT ortet, markiert und protokolliert. Freilegen, Deckelwechsel und Sanierung übernimmt Ihr Installateur oder Ihre Baufirma, mit unserem Befund als Grundlage.

Technik und Verfahren

Kamerabefahrung vom Hausanschluss nach außen

Der schnellste Weg zum Schacht führt selten über die Fläche, sondern durch die Leitung. Gibt es am Haus eine Revisionsöffnung, ein Reinigungsrohr oder einen offenen Anschluss, schieben wir die Kamera dort hinein und fahren nach außen – dem Gefälle nach, in die Richtung, in die das Abwasser läuft. Der Schacht ist dort, wo die Leitung ankommt: an der Einmündung, am Richtungswechsel, am Zusammenlauf zweier Stränge. Das Bild sagt außerdem, was einen dort erwartet, bevor jemand aufmacht. Nötig ist eine befahrbare Öffnung; Bögen, Versätze, Wurzeln und die Reichweite des Gestänges setzen die Grenze.

Sondenortung im Kamerakopf

Das Kamerabild allein sagt nur die Meterzahl, nicht die Stelle im Garten. Deshalb sitzt im Kamerakopf eine Sendesonde: Sie strahlt punktuell ab, und ihre Position ist an der Oberfläche samt Tiefenangabe anpeilbar, bis 2,5 m tief. Steht der Kopf in der Einmündung, steht der Bediener oben über dem Schacht. So wird auch ein Kunststoffrohr bis zum Schacht verfolgbar, an dem kein elektromagnetisches Signal hält.

Elektromagnetische Ortung des zuführenden Rohrs

Ist die Leitung metallisch oder liegt ein Suchband darin, geht es auch ohne Kamera: Auf Rohr oder Band wird ein Wechselstromsignal aufgebracht und der Verlauf an der Oberfläche verfolgt. Wo er endet, abknickt oder auf einen zweiten Strang trifft, liegt meist der Schacht. Das ist das Verfahren mit der größten Reichweite nach unten: bis 5 m. Nötig sind ein Ankopplungspunkt und ein leitfähiger Weg; in dicht belegten Trassen koppelt das Signal auf Nachbarleitungen über.

Magnetortung mit dem Magnetometer

Ist gar nichts bekannt – kein Zugang, keine Leitung, kein Anhaltspunkt –, wird die Richtung umgedreht und die Fläche selbst abgesucht. Das Magnetometer misst dabei die Störung des Erdmagnetfelds, die ein ferromagnetischer Körper verursacht. Gusseiserne Deckel und Rahmen zeichnen sich so auch unter Asphalt, Schotter und Erde ab, ohne aufgebrachtes Signal, und das schnell und flächig. Die Suchtiefe liegt bei maximal einem Meter – tiefer verliert sich die Störung im Erdfeld. Die zweite Grenze setzt die Umgebung: Kunststoff- und Betondeckel bleiben unsichtbar, und wo Bewehrung, Bauschutt oder Metallzäune liegen, geht der Ausschlag im Störsignal unter.

Georadar (GPR)

Wo kein Eisen liegt, arbeitet das Georadar dieselbe Fläche ab. Eine Antenne sendet kurze elektromagnetische Impulse in den Boden; an jeder Grenzfläche mit anderen elektrischen Eigenschaften wird ein Teil reflektiert und als Laufzeit aufgezeichnet. So werden Betonringe, Schachtkörper und der Hohlraum darunter sichtbar – genau die Fälle, an denen das Magnetometer nichts findet, und mit maximal zwei Metern doppelt so tief. Die Grenze ist der Boden: In bindigem oder nassem Material sinkt die Eindringtiefe, unter dichter Bewehrung wird das Bild unlesbar.

Trinkwasser 26 Fragen · 24 Verfahren

Protokollierte Druckprüfung für Trinkwasserleitungen

Häufige Fragen

Warum wird mit Wasser geprüft und nicht mit Luft?

Maßgebend für die Abnahme ist die Prüfung mit Wasser nach ÖNORM EN 805 und ÖNORM B 2538, weil Wasser kaum zusammendrückbar ist und schon geringe Undichtheiten als Druckabfall sichtbar werden. Eine Luftprüfung kann als Vorprüfung sinnvoll sein, ersetzt den Abnahmenachweis aber nicht.

Welche Rohrwerkstoffe können geprüft werden?

Leitungssysteme aus GGG, also Gusseisen mit Kugelgraphit, sowie aus Faserzement (im Altbestand Asbestzement, AZ), PVC und PEHD. Der Werkstoff steht im Protokoll, weil er das Verhalten des Abschnitts unter Druck beeinflusst. Bei Bestandsleitungen aus Asbestzement wird am Rohr selbst nicht getrennt, gebohrt oder geschliffen: Angeschlossen wird an vorhandenen Armaturen.

Was passiert, wenn die Prüfung nicht besteht?

Der Abschnitt wird als nicht bestanden protokolliert, mit dem gemessenen Druckverlauf. Die Nachbesserung übernimmt das ausführende Unternehmen, danach wird erneut geprüft.

Reicht die Druckprüfung für die Inbetriebnahme aus?

Sie weist die Dichtheit nach, nicht die hygienische Eignung. Neu verlegte oder sanierte Leitungen werden zusätzlich gespült und desinfiziert; beide Nachweise gehören in die Abnahmeunterlagen.

Technik und Verfahren

Druckprüfung mit Wasser nach ÖNORM EN 805

Geprüft wird mit Wasser, nicht mit Luft: Der Abschnitt wird gefüllt, entlüftet, unter Prüfdruck gesetzt und der Druckverlauf beobachtet. Wasser ist kaum zusammendrückbar, deshalb schlägt selbst eine kleine Undichtheit als Druckabfall durch – das Verfahren sagt allerdings, ob der Abschnitt dicht ist, nicht wo er es nicht ist.

Prüfung nach ÖNORM B 2538

Die österreichische Norm ergänzt die europäische Vorgabe für Trinkwasserleitungen; auf sie berufen sich Auftraggeber und ausführendes Unternehmen bei der Abnahme. Ein Protokoll ohne benannte Prüfgrundlage ist im Streitfall wenig wert.

Protokollierung gegen die benannte Prüfgrundlage

Die Prüfgrundlage ÖNORM EN 805 mit ÖNORM B 2538 wird im Protokollkopf mit Ausgabestand genannt; damit hat das Dokument eine feste Form: geprüfter Abschnitt, Werkstoff, Prüfdruck, Verlauf, Bewertung. Es ersetzt weder die Bestandsdokumentation noch die hygienische Freigabe.

Bewertung der Leitungsintegrität

Aus dem aufgezeichneten Verlauf wird bewertet, ob der Abschnitt die Anforderung erfüllt. Auffällig sind auch Verläufe, die auf verbliebene Luft, Temperatureinfluss oder eine bewegliche Absperrung hindeuten; dann wird die Ursache benannt und die Prüfung wiederholt, statt ein grenzwertiges Ergebnis freizugeben.

Hochbehälterreinigung und -desinfektion

Häufige Fragen

Muss die Versorgung während der Reinigung unterbrochen werden?

In der Regel nicht, wenn eine zweite Kammer vorhanden ist. Gibt es nur eine, wird der Termin in eine verbrauchsarme Zeit gelegt oder eine Ersatzeinspeisung vereinbart.

Wer führt die Reinigung aus?

Für Reinigungen und Desinfektionen arbeiten wir mit der Schermann GmbH zusammen; die Partnerschaft besteht genau für diese Arbeiten. Von dort kommt auch das Desinfektionsmittel: Mirasan® wird von Schermann selbst hergestellt. Für Sie bleibt es ein Termin und ein Ablauf.

Ist die chemische Reinigung immer nötig?

Nein. Die mechanische Reinigung ist der Grundschritt, die chemische Hauptreinigung erfolgt auf Kundenwunsch und ist bei festsitzenden Belägen sinnvoll.

Ist die Kammer nach der Reinigung keimfrei?

Nein. Trinkwasser ist nie keimfrei. Geprüft wird etwas anderes: ob die Kammer nach der Behandlung die mikrobiologischen Anforderungen einhält.

Was passiert, wenn die Abschlussprüfung auffällig ist?

Dann geht die Kammer nicht in Betrieb. Der Befund wird protokolliert, und wir stimmen mit Ihnen das weitere Vorgehen ab.

Bekomme ich auch eine Aussage zum baulichen Zustand?

Ja, soweit sie sich aus der Sichtprüfung der entleerten Kammer ergibt. Risse, abgelöste Beschichtungen und korrodierte Einbauten werden fotografiert und benannt.

Technik und Verfahren

Mechanische Vorreinigung

Entfernt wird zuerst alles, was sich abgesetzt hat: Sand, Schlamm und Grobverschmutzung am Kammerboden sowie Beläge an Wänden und Einbauten. Dieser Schritt entscheidet über das Ergebnis der gesamten Reinigung, weil Mittel auf einer belegten Fläche nicht bis zum Untergrund kommen – er beseitigt Ablagerungen, keine Keime.

Chemische Hauptreinigung mit lebensmittelechten Mitteln

Auf Kundenwunsch folgt eine chemische Reinigung mit lebensmittelechten Mitteln; sie löst festsitzende Beläge und wird anschließend vollständig ausgespült. Bei schadhafter Beschichtung wird der Befund dokumentiert, statt die Fläche weiter zu bearbeiten.

Desinfektion mit Mirasan®

Nach der Reinigung wird die Kammer desinfiziert, um mikrobiologische Belastungen zu beseitigen. Eingesetzt wird Mirasan®, hergestellt von der Schermann GmbH – also von dem Betrieb, mit dem wir die Behälterhygiene gemeinsam ausführen. Das Mittel gibt es in mehreren Varianten; welche zum Zug kommt, entscheidet die Art der Verschmutzung, die sich an der entleerten Kammer zeigt, nicht ein Standardansatz.

Die Desinfektion wirkt auf der gereinigten Oberfläche, nicht durch Ablagerungen hindurch – deshalb ist die Reihenfolge der Schritte nicht verhandelbar.

Mikrobiologische Abschlussprüfung

Vor der Wiederinbetriebnahme wird die Kammer mikrobiologisch geprüft. Der Befund gilt für den Zeitpunkt der Probenahme; alles Spätere ist Sache des Netzbetriebs.

Rohrbruch im Netz

Häufige Fragen

Was, wenn die Leitung aus Kunststoff ist?

Dann wird die Suche aufwendiger, aber nicht unmöglich: PVC und PEHD dämpfen das Leckgeräusch, weshalb enger gerastert, in einem störarmen Zeitfenster gemessen und vor allem korreliert wird. Bleibt es trotzdem stumm, ist das Ortungsgas der nächste Schritt.

Muss das Wasser für die Ortung abgestellt werden?

Für die akustische Ortung nicht – im Gegenteil: Sie braucht Druck auf der Leitung, weil erst das austretende Wasser das Geräusch erzeugt. Abgesperrt wird dabei nur zum Abgrenzen einzelner Segmente.

Anders beim Ortungsgas. Bleibt das Leck akustisch stumm und wird auf Gas umgestellt, muss der Abschnitt außer Betrieb, alle Hausanschlüsse sind zu schließen, und die anliegenden Grundstückseigentümer müssen verständigt sein – verständigt von der Gemeinde, vom Wasserversorger oder vom Wassermeister, nicht von uns. Das ist der Grund, warum diese Entscheidung vor dem Termin fällt und nicht während des Einsatzes.

Wie genau ist die Markierung?

Ziel ist eine Markierung, die eine einzelne Künette rechtfertigt. Wie eng das gelingt, hängt von Werkstoff, Verlegetiefe, Überdeckung und Störpegel ab. Bleibt eine Unschärfe, wird sie im Protokoll benannt, statt eine Genauigkeit zu behaupten.

Können Sie den Schaden gleich beheben?

Nein. CFT ortet, markiert und protokolliert; die Instandsetzung übernehmen Ihre eigene Partie, ein Installateur oder das Bauunternehmen. Diese Trennung hält den Befund neutral.

Technik und Verfahren

Korrelationsmessung unter Betriebsdruck

Zwei Sensoren werden an zugänglichen Punkten desselben Abschnitts angesetzt, etwa an Schiebern oder Hydranten; aus der Laufzeitdifferenz des Leckgeräuschs wird die Position auf der Strecke berechnet, auch dort, wo Kunststoff das Geräusch an der Oberfläche dämpft. Nötig sind zwei ankoppelbare Punkte und belastbare Angaben zu Rohrlänge, Material und Durchmesser.

Vorhorchen an den Armaturen

Wo nicht korreliert wird, wird gehorcht: von Schieberkappe zu Schieberkappe, jede Armatur einzeln, der Saalbach steht dabei auf der Spindel und überträgt das Geräusch aus der Leitung nach oben. Verglichen wird nicht gegen einen Absolutwert, sondern gegen die Nachbarpunkte – ein erhöhter Pegel sagt, in welche Richtung es weitergeht. Das ist die Vorortung, nicht die Stelle: Sie grenzt den Abschnitt ein, in dem das Geophon anschließend arbeitet.

Feinortung mit dem Geophon

Austretendes Wasser erzeugt an der Schadstelle ein Fließ- und Reibungsgeräusch, das sich über Rohrwand und Erdreich ausbreitet. Das Geophon wird im engen Raster über der Trasse aufgesetzt und sucht das Maximum; dort wird markiert. PVC und PEHD dämpfen den Schall stark, niedriger Betriebsdruck macht das Geräusch leiser, und Maschinenlärm überdeckt es.

Leckortung mit Ortungsgas

Manchmal bildet sich schlicht kein Leckgeräusch ab: Der Verlust ist zu gering, oder die Leitung liegt in einem Wassersack, in dem der Austritt keinen verwertbaren Schall erzeugt. Dann führt der Weg über das Gas. Der Abschnitt wird mit Ortungsgas beaufschlagt; es steigt durch das Erdreich auf und tritt – je nach Bodenversiegelung – direkt über der Leckage aus, wo das Spürgerät es anzeigt.

Der Abschnitt muss dafür außer Betrieb genommen werden. Das ist keine Nebenbedingung, sondern der eigentliche Aufwand des Verfahrens: Vorher wird abgesperrt, sämtliche Hausanschlüsse werden geschlossen, und alle anliegenden Grundstückseigentümer müssen verständigt sein. Erst dann kann das Gas eingebracht werden.

Die Verständigung ist nicht unsere Sache. Sie liegt bei der Gemeinde, beim Wasserversorger oder beim Wassermeister – bei dem also, der die Anschlüsse und ihre Eigentümer kennt. Ohne diese Vorarbeit wird nicht gemessen; deshalb gehört sie in die Terminplanung und nicht an den Messtag.

Trassenortung mit Georadar, auf Wunsch

Der Regelfall ist, dass Trassenlage und Werkstoff aus Ihrer Bestandsführung kommen. Fehlen sie, können wir die Leitung selbst suchen: Das Bodenradar erfasst Schichtgrenzen und Objekte im Untergrund und macht damit auch Stränge sichtbar, die auf keinem Plan stehen und kein Signal aufnehmen. In bindigem oder feuchtem Untergrund nimmt die Eindringtiefe ab, und das Radarbild wird interpretiert, nicht abgelesen. Das ist eine eigene Position und kein Bestandteil der Leckortung.

Rohrleitungsdesinfektion für Trinkwassernetze

Häufige Fragen

Warum Wasserstoffperoxid statt Chlor?

Weil es rückstandsfrei zerfällt und keine Geschmacks- und Geruchsbeeinträchtigungen verursacht – im Versorgungsgebiet der spürbarste Unterschied. Auf Wunsch desinfizieren wir mit Natriumhypochlorit oder Chlordioxid.

Können auch Altbestandsrohre desinfiziert werden?

Ja. Bei älteren Leitungen ist die Vorspülung besonders wichtig, weil Ablagerungen an der Rohrwand das Mittel abschirmen; stark belegte Stränge brauchen mehr Spülaufwand.

Wie lange ist die Leitung nicht nutzbar?

So lange, wie Einwirkzeit, Schlussspülung und die Nachweise vor der Freigabe dauern. Der Abschnitt bleibt abgesperrt und gekennzeichnet; der Zeitraum wird vorab geplant und angekündigt.

Ersetzt die Desinfektion die Druckprüfung?

Nein. Die Druckprüfung weist nach, dass der Abschnitt dicht ist, die Desinfektion, dass er hygienisch einwandfrei ist.

Technik und Verfahren

Desinfektion mit Wasserstoffperoxid

Eingesetzt wird Wasserstoffperoxid als 50-prozentiges Konzentrat, das vor Ort auf die für den Abschnitt angesetzte Anwendungskonzentration verdünnt wird. In die Leitung geht damit eine stark verdünnte Lösung, nie das Konzentrat: Dieses ist ein Gefahrstoff, stark oxidierend und verätzend. Wasserstoffperoxid wirkt gegen Bakterien, Viren und Biofilme und zerfällt in Wasser und Sauerstoff, weshalb die Behandlung als rückstandsfrei gilt. Es wirkt dort, wo es hinkommt: Belegte Rohrwände, Totstränge und nicht durchströmte Abzweige müssen vorher gespült oder einbezogen werden.

Desinfektion mit Natriumhypochlorit oder Chlordioxid auf Anfrage

Auf Wunsch desinfizieren wir mit Natriumhypochlorit oder Chlordioxid, unter Einhaltung der jeweiligen Sicherheits- und Umweltvorgaben. Der Nachteil ist zugleich der Grund für den Vorrang von Wasserstoffperoxid: chlorbasierte Produkte beeinträchtigen Geschmack und Geruch.

Spülen, Ausleiten und Restgehaltsmessung

Die Behandlung endet nicht mit der Einwirkzeit, sondern mit dem vollständigen Ausspülen. Dass das Mittel entfernt ist, belegt die Messung des Restgehalts im ausgespülten Abschnitt; deshalb wird die Ableitung vor Beginn geklärt und nicht während der Maßnahme improvisiert.

Schieberwartung im Wassernetz

Häufige Fragen

Wie oft sollen Schieber bewegt werden?

CFT bietet die Wartung als jährlichen Gang durch das Versorgungsnetz an. Ein Schieber, der jahrelang unbewegt bleibt, setzt sich fest und lässt sich im Störfall nicht mehr sicher schließen.

Muss die Versorgung dafür unterbrochen werden?

In der Regel nicht: Der Schieber wird geschlossen und unmittelbar wieder geöffnet. Beim Bewegen lange unbenutzter Armaturen können sich Ablagerungen lösen und kurzzeitig Trübung verursachen; ob betroffene Abschnitte danach gespült werden, entscheidet Ihr Netzbetrieb. Bei empfindlichen Abnehmern kündigen wir den Wartungsgang vorab an.

Was passiert, wenn ein Schieber nicht mehr schließt?

Er wird als Mangel protokolliert, mit akustischem Befund und Lage. Damit kann Ihr Netzbetrieb Ersatz beauftragen und weiß zugleich, welche Abschnitte bis dahin nicht sauber abtrennbar sind.

Finden Sie auch überteerte oder verschollene Schieberkappen?

Das Suchen ja, regelmäßig: Die Kappen werden über den georteten Leitungsverlauf eingegrenzt und markiert, auf Kundenwunsch anschließend per GPS eingemessen. Das Freilegen einer überteerten Kappe übernimmt Ihr Bauhof oder Ihre Baufirma – wir orten und markieren.

Technik und Verfahren

Drehen und Funktionsprüfung

Jeder Schieber wird über den vollen Weg bewegt, von offen bis geschlossen und zurück. Beurteilt wird, ob er gangbar ist und wie hoch der Drehwiderstand liegt. Ein Schieber, der sich nicht bewegen lässt, wird als Mangel protokolliert statt gewaltsam gangbar gemacht – der Zustand wird beurteilt, nicht repariert.

Akustische Prüfung im geöffneten und geschlossenen Zustand

Am geschlossenen Schieber wird abgehört, ob noch Wasser durchströmt: Ein Durchgangsgeräusch bedeutet, dass die Armatur zwar dreht, aber nicht dicht schließt und im Störfall keinen Abschnitt abtrennt. Der Befund sagt dicht oder undicht, nicht wie stark der Sitz beschädigt ist.

Elektromagnetische Rohrortung zur Kappensuche

Fehlt eine Schieberkappe im Gelände, wird der Leitungsverlauf elektromagnetisch aufgenommen und die Kappe entlang dieser Linie gesucht – so lassen sich Armaturen wiederfinden, die bei Straßenbauarbeiten überdeckt wurden. Ohne leitfähige Leitung oder Suchdraht bleibt nur die Suche über Bestandsunterlagen und Georadar.

GPS-Einmessung von Schieberkappen und Leitungspunkten

Auf Kundenwunsch werden die aufgefundenen Kappen und markante Leitungspunkte satellitengestützt eingemessen und zu Leitungsplänen verarbeitet; damit wird der Wartungsgang zugleich zur Bestandsaufnahme.

Wasserverlustanalyse für Wassernetze

Häufige Fragen

Reicht eine Nacht Messung nicht aus?

Nein. Ein einzelner Nachtwert kann durch eine Löschwasserentnahme, eine Behälterbefüllung oder einen Großabnehmer verfälscht sein; erst der Vergleich über Tage bis Wochen zeigt, ob die Grundlast dauerhaft erhöht ist.

Muss die Versorgung während der Analyse unterbrochen werden?

Nein. Es wird gemessen, nicht abgestellt. Soll ein Segment vollständig isoliert werden, wird das vorab mit Ihnen und den betroffenen Abnehmern geplant.

Findet die Analyse das Leck?

Nein, und das ist der Punkt. Die Wasserverlustanalyse grenzt Segmente ein, die punktgenaue Ortung erfolgt anschließend akustisch im Zuge der Rohrbruch- und Lecksuche.

Was ist, wenn kein Verlust gefunden wird?

Auch das ist ein Ergebnis und wird so benannt. Bleibt die Grundlast überall unauffällig, liegt die Differenz in der Bilanz meist bei Zählern, Eigenverbräuchen oder ungemeldeten Entnahmen. Der Bericht benennt, welche dieser Möglichkeiten die Messung ausschließen konnte.

Technik und Verfahren

Langzeiterfassung der Verbrauchsmengen

Gemessen wird nicht ein Zustand, sondern ein Verlauf: Über Tage bis Wochen werden die Verbrauchsmengen je Zone aufgezeichnet. Maßgeblich ist der Nachtmindestverbrauch – auffällig ist ein Segment, dessen Grundlast auch ohne Abnahme nicht auf null geht. Bleibt sie erhöht, wird die Zone durch schrittweises Absperren weiter geteilt (Step-Test). Die Messung sagt, dass Wasser verloren geht, nicht warum.

Segmentabgrenzung über Schieber und Zonen

Ein Netz wird über Schieberstellungen in Abschnitte geteilt, die einzeln beobachtet werden können – dauerhaft als Messzone oder temporär für die Dauer der Analyse. Voraussetzung ist, dass die Schieber gangbar und geschlossen dicht sind; daran scheitert die Abgrenzung häufig, weshalb die Schieberwartung oft der sinnvollere erste Auftrag ist.

Klassifizierung von Verbrauchs- und Verlustmengen

Die Klassifizierung folgt der Wasserbilanz-Systematik des Regelwerks – in Österreich dem ÖVGW-Regelwerk zu Wasserverlusten – und trennt verrechneten Verbrauch, Eigenverbrauch, scheinbare Verluste aus Zählerfehlern und reale Verluste. Scheinbare Verluste wirken in der Menge wie reale und müssen im Gespräch mit dem Betreiber ausgeschieden werden.

Verlustprofil als Grundlage der Vorortung

Das Profil legt fest, in welcher Reihenfolge die Segmente akustisch abgesucht werden. Ohne diese Vorarbeit sucht man blind im Ortsnetz – jeder Straßenzug ist gleich verdächtig, und der Aufwand vervielfacht sich, ohne dass die Trefferwahrscheinlichkeit steigt. Mit dem Profil steht die Reihenfolge fest, und die Feinortung beginnt dort, wo die Menge fehlt.

Quellen und Brunnen 8 Fragen · 10 Verfahren

Ortung und Inspektion

Häufige Fragen

Muss die Quelle für die Inspektion außer Betrieb genommen werden?

Die Kamera braucht einen Zugang und eine Leitung, die nicht voll und trüb steht. Was das für Ihre Anlage bedeutet, klären wir im Vorgespräch.

Beeinträchtigt die Kamera die Trinkwasserqualität?

Wir setzen Trinkwasserkameras und -fahrwagen ein, die für keimfreie Umgebung vorgesehen sind und nicht zwischen Abwasser und Trinkwasser wechseln.

Was ist, wenn die Leitung so versandet ist, dass die Kamera nicht durchkommt?

Dann endet die Befahrung dort, und genau das steht im Haltungsbericht dieses Abschnitts – mit der Position. Der nächste Schritt ist die Quellenleitungsreinigung, danach ist der Strang erneut befahrbar.

Können Sie eine Fassung finden, von der es keinen Plan gibt?

Das ist hier der Regelfall: Sonde in die Leitung, Verlauf anpeilen, markieren. Erreicht die Sonde die Fassung nicht, endet die Aufnahme dort. Eine Garantie auf jede historische Fassung gibt es nicht – was offen blieb, wird benannt.

Technik und Verfahren

Elektromagnetische Rohrortung

Auf die Leitung wird ein Ortungssignal aufgebracht, das ein Empfänger an der Oberfläche wiederfindet; daraus ergeben sich Verlauf und Tiefenlage. Bei Metall geht das direkt, bei Kunststoff nur über Suchdraht oder Sonde – liegen mehrere Leitungen eng beisammen, koppelt das Signal über.

Sondenortung

Eine sendende Sonde wird in die Leitung eingebracht, meist im Kamerakopf, und von oben angepeilt: ein Bogen, eine Muffe, eine verschüttete Fassung, jeweils in Lage und Tiefe. Enge Bögen, Versandung oder ein geschlossener Schieber stoppen die Sonde.

Keimfreie Kamerabefahrung mit der Schiebekamera

Für Trinkwasser kommen eigene, keimfrei gehaltene Schiebekameras zum Einsatz, nicht die Geräte aus der Abwassertechnik. Im Bild werden Versandung, Wurzeleinwuchs, Versinterung, Muffenversatz und Risse sichtbar; ein stark versandeter Strang muss vorher gereinigt werden.

Vermessung mit der Totalstation, auf Wunsch

Was mit dem georteten Verlauf geschieht, entscheiden Sie: Entweder bleibt es bei der Markierung an der Oberfläche, oder wir messen die Leitung zusätzlich mit der Totalstation ein. Erst die Vermessung macht aus einer Markierung, die der nächste Regen abwäscht, einen dauerhaften Datensatz – sie ist eine eigene Position und läuft nur auf Bestellung.

Quellenreinigung

Häufige Fragen

Bleibt die Versorgung während der Reinigung aufrecht?

Das hängt davon ab, ob ein zweiter Strang, ein Behältervorrat oder eine Notverbindung vorhanden ist. Wir planen den Ablauf vorab mit Ihnen.

Muss nach der Reinigung desinfiziert werden?

Nein. In die Leitung kommt nichts, was hinterher wieder heraus müsste: Gearbeitet wird mit lebensmittelechter Pressluft und mit dem Eigenwasser der Quelle. Die eingesetzten Werkzeuge sind vor jedem Einsatz vordesinfiziert – mit einer Standdesinfektion über 24 Stunden. Die Desinfektion ist damit vorgelagert und nicht nachgelagert.

Etwas anderes ist die Desinfektion eines Rohrnetzes nach einem Eingriff oder einer Verkeimung; das ist eine eigene Leistung.

Wie oft sollte eine Quellenleitung gereinigt werden?

Ein pauschales Intervall wäre geraten und damit falsch: Der Sedimenteintrag hängt von Untergrund, Fassungsart und Fließgeschwindigkeit ab. Sinnvoll ist, den Zustand nach der ersten Reinigung als Vergleichsstand zu behalten.

Kann die Reinigung die Leitung beschädigen?

Alte, versinterte oder gerissene Rohre reagieren empfindlicher als intakte. Genau deshalb steht die Zustandsaufnahme vorher: Was als kritisch erkannt wird, wird als Sanierungsfall vermerkt statt mit gleicher Intensität behandelt.

Technik und Verfahren

Zustandsaufnahme als Nulllinie

Die keimfrei gehaltene Trinkwasserkamera dient hier nicht der Suche, sondern der Beweisaufnahme: Sie hält fest, wie stark der Querschnitt reduziert ist und wo die Ablagerungen liegen. Ist die Leitung vollständig zugesetzt, wird abschnittsweise von der nächsten Zugangsstelle aus aufgenommen.

Mechanische Reinigung

Gereinigt wird mechanisch – nicht chemisch und nicht durch Spülen. Womit gearbeitet wird, richtet sich danach, was im Rohr steckt: Eine Wurzel, die durch eine Muffe oder einen Riss gewachsen ist, hält den Querschnitt fest und fängt neues Material auf; sie muss abgearbeitet werden, nicht weggedrückt. Versinterung und festgesetzter Sand verlangen wieder ein anderes Werkzeug. Was sich nicht lösen lässt, weil das Rohr an dieser Stelle schadhaft ist, wird als Fund vermerkt statt weiter bearbeitet.

Sedimententfernung und Entsandung mit lebensmittelechter Pressluft

Gelöst ist nicht ausgetragen. Für den Austrag kommt lebensmittelechte Pressluft in die Leitung: Sie wirbelt Sand, Feinkorn und Ablagerungen auf, und das Eigenwasser der Quelle trägt sie ab. Das Wasser, das ohnehin durch die Leitung läuft, erledigt also den Transport – deshalb braucht es weder eine zusätzliche Spülung noch Fremdwasser.

Entscheidend bleibt die Richtung: Das Material muss die Anlage verlassen und darf nicht in den Behälter oder den nächsten Abschnitt verschoben werden. Sonst wandert das Problem nur weiter und setzt sich dort wieder ab.

Was die Reinigung am Durchfluss ändert

Der Nutzen zeigt sich nicht am gelösten Sediment, sondern an der Menge, die unten ankommt. Ein belastbarer Vergleich braucht dieselbe Messstelle und dieselben Randbedingungen: Die Schüttung schwankt mit Jahreszeit und Niederschlag, ein Vergleich über Wochen ist nur mit Vorbehalt zu lesen. Eine Durchflussmessung sagen wir nicht zu.

Abschlussbefahrung als Wirkungsnachweis

Nach der Reinigung wird derselbe Strang noch einmal befahren. Erst das Bildpaar aus Vorher und Nachher macht die Leistung prüfbar – für den Betreiber wie für den, der die Rechnung freigibt.

Wo die Reinigung endet

Eine Reinigung stellt einen Querschnitt wieder her, sie ersetzt kein Rohr. Risse, Versatz oder undichte Fassungen bleiben dokumentiert, aber unbehoben – die Instandsetzung übernimmt Ihr Wasserleitungsbauer.

Frage nicht gefunden?

Am schnellsten telefonisch – dann klären wir Ihren Fall gleich im Gespräch. Oder schriftlich über die Anfrage, gern mit Fotos.

Anrufen +43 (0) 2252 53169

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Die Entwicklung der Leitungs- und Rohrsuche, von rechts nach links: Wünschelrute, Sondierstab, elektromagnetischer Empfänger, Georadar.